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Das siebte Jahr. Von Tibet nach Indien

von Sabriye Tenberken

Kiepenheuer & Witsch

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30/Aug/2008 - 14:20


Beschreibung

“Hut ab vor dieser Frau: Sabriye Tenberken ist mutig, abenteuerlustig, beharrlich, und sie hat Humor“. So urteilte die Frankfurter Rundschau im August 2000 angesichts des Buches Mein Weg führt nach Tibet. In ihrem nunmehr siebten Jahr auf dem Dach der Welt hat die blinde Deutsche keine dieser Eigenschaften verloren. Am wenigsten ihren Humor, wie sich zeigt, als sich mit viel Getöse eine Berühmtheit aus Amerika ankündigt. Erik Weihenmayer, der erste blinde Mount Everest-Bezwinger hatte von Sabriyes Blindenschule in Lhasa gehört, und plante einen prächtigen Film, in dem er mit blinden Schülern den Lhagpa Ri, einen Nebengipfel des Everest besteigen wollte. „Selbstbewusstsein entwickeln“, lautete sein trendiges Motto. Sabriye Tenberken musste schmunzeln - diese Phase hatten ihre Kinder längst hinter sich.

Spätestens als die Regisseurin des Films Sabriyes Schützlinge gönnerhaft wohlwollend auf den hohen Besuch einstimmt - und die sich wenig beeindruckt zeigen - wird ihr klar, wie selbstbewusst ihre Sorgenkinder von einst inzwischen sind. Bevor das Filmabenteuer „Climbing Blind“ seinen Lauf nimmt, „blickt“ Sabriye Tenberken noch einmal zurück auf die Früchte einer siebenjährigen Arbeit. Auf ihren Ausbruch aus dem engen Marburg, das Studium der Tibetologie, die Entwicklung einer tibetischen Brailleschrift. Als wäre dies nicht beeindruckend genug, verwirklichte sie 1998 zusammen mit Freund Paul ihren Lebenstraum: Den Aufbau einer Blindenschule in Tibet, das aufgrund erhöhter UV-Strahlung und Mangelernährung einen hohen Prozentsatz an blinden Kindern aufweist. Um einen Eindruck zu vermitteln, wie diese, Aussätzigen gleich am Rand der Gesellschaft dahinvegetieren, lässt Sabriye ihre Schüler selbst zu Wort kommen. Tashi, Tendsin, Kyila, Gyendsen. Erschütternde Lebensberichte.

Die pragmatische junge Frau, die vor Jahren in Deutschlands Talkrunden auf sich und ihr Projekt aufmerksam machte, schuf Bewundernswertes. Gegen alle Behördenwidrigkeiten, korrupte Heimleiter und tiefverwurzelten Dämonenglauben setzte sie beharrlich auf Bildung und Ausbildung. Den Schlussakkord ihres herzerwärmenden Berichts bildet der spannende Anstieg auf den Lhagpa Ri. Nicht alle schafften ihn und doch war es - wider Erwarten! - ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein - diesmal gänzlich unironisch! --Ravi Unger





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  wunderbares Buch, 7. Januar 2008

endlich kümmert sich jemand um das Thema auf eine Art und Weise die auch andere interessieren wird. Habe auch schon "der Ring des Buddha" angesehen der in der gleichen Region aufgenommen wurde.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Lesenswert!, 16. Januar 2007

Meine Meinung
Da mir schon das erste Buch (Mein Weg führt nach Tibet) von Sabriye Tenberken über die Anfänge der Blindenschule in Tibet sehr gut gefallen hat, musste ich das neue Buch natürlich unbedingt lesen.

Sabriye Tenberken erzählt darin, wie sich die Blindenschule seit dem letzten Buch entwickelt hat. Außerdem erfährt man die Geschichten einzelner Schüler, über ihre Kindheit, über die Zeit in der Blindenschule und über ihren jetzigen beruflichen Weg.
Der Abschluss des Buches ist die Besteigung des Lhagpa Ri im Himalaya. Dieses Abenteuer unternehmen Sabriye und Paul zusammen mit 6 Schülern und dem blinden Bergsteiger Erik Weihenmayer - begleitet von weiteren Bergsteigern und einem Filmteam. Der Film wurde wohl im Herbst 2006 der Öffentlichkeit präsentiert. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, ob man ihn hier in Deutschland auch irgendwann sehen kann...

Nach Cover und Klappentext ist die Bergtour das Highlights des Buches, vom Umfang her macht die Tour etwa ein Viertel aus. Mir war das sehr recht, denn mich haben die Geschichten der Schüler weit mehr interessiert.
Über Sabriye und Paul erfährt man eher weniger, die Schüler und die Projekte stehen im Vordergrund.

Das Buch liest sich angenehm, den Schreibstil habe ich "runder" empfunden als beim ersten Buch.
Gut gefallen hat mir auch, dass es einige Fotos gibt.

Alles in allem: lesenswert!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wieder ein großartiges Buch von Sabriye Tenberken!, 1. September 2006

Wie schon in ihrem ersten Buch "Mein Weg führt nach Tibet" nimmt Sabriye Tenberken uns auch mit ihrem neuen Buch wieder mit auf abenteuerliche Reisen in Tibet. Sie läßt uns die raue tibetische Landschaft und die Menschen erleben, indem sie z.B. tagelang auf dem Rücken eines Pferdes unterwegs ist und uns ihre Eindrücke als Blinde schildert. Mal ist ihr sympathischer Lebenspartner Paul Kronenberg dabei, mal nicht. Sie fördert und fordert ihre blinden Schülerinnen und Schüler und kommt mit ihnen bei einer Besteigung eines Nebengipfel des Mount Everest bis auf eine Höhe von 6.400 Meter. Und sie stellt fest, dass es des sportlichen Ruhms nicht bedarf, wenn man bereits ein viel größeres und wichtigeres Ziel erreicht hat: Mit Sabriyes verantwortungsvoller Hilfe haben einst von ihren Eltern mehr oder weniger schamhaft versteckte Kinder (wir erfahren in dem Buch von den inzwischen Jugendlichen selbst davon) mittlerweile beruflich Karriere gemacht! Ein Buch, das vorbildlich Mut macht, trotz eines Handicaps zu versuchen, im Leben etwas zu erreichen. So spannend und interessant wird das erzählt, dass man das Buch bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen möchte. Und sicherlich nicht umsonst wurde Sabriye Tenberken für ihr Engagement bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet.





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