Kundenmeinungen
Für Fans Pflicht, für andere nicht, 30. Oktober 2008
Musik, Drogenkonsum, Geschlechtsverkehr, Musik, Drogenkonsum, Geschlechtsverkehr. So ungefähr könnte eine kurze Inhaltsangabe der doch 544 Seiten starken Autobiographie von Anthony Kiedis lauten. Der Mann hat sich die Maxime Sex, Drugs and Rock & Roll" wirklich zu Herzen genommen. Aber selbst die beste Droge verliert mit der Zeit an Reiz, ebenso Berichte über deren Einnahme. Das Buch könnte auch halb so dick sein, ohne dass man etwas vermissen würde.Eine literarische Meisterleistung ist das Werk sicher nicht, dafür erfährt der Fan der Red Hot Chili Peppers einiges über den Hintergrund der Songtexte seiner Lieblingsband. In denen verarbeitet Kiedis nämlich offenbar oft eigene Erlebnisse, und wer dieses Buch gelesen hat, wird anschließend seine Lieblingssongs mit anderen Ohren hören. Für Fans also quasi ein Pflichtkauf.Ansonsten sei das Werk all jenen ans Herz gelegt, die sich für Musik, Drogenkonsum und Geschlechtsverkehr interessieren.
Kiss and tell, 18. Juni 2008
Das Buch habe ich begeistert angefangen und nach endlosen Rehabs und Affairen nach 3/4 aufgegeben. Ich mag Anthony kiedis sehr gerne , aber er klingt in dem Buch überheblich und oberschlau. Am schlimmsten finde ich dieses KISS AND TELL z.B. mit Sinead O'Connor. Der Gentleman geniest und schweigt. Sicherlich hat nur sein Ghostwriter und der Übersetzer die Geschichte versaut...Jetzt ist er clean und Vater, was mich freut. Aber nach Lektüre des Buches muss man eigentlich immer wieder mit dem Rückfall rechnen.Die Biographie von John Fusciati ist sicher besser.
Ob Fan oder nicht - die Geschichte ist schön - und wahr., 1. Oktober 2007
Man muss die Musik nicht lieben und die Band nicht mögen, um dennoch Gefallen an diesem Buch zu finden. Denn die Geschichte die Anthony erzählt, seine Geschichte, ist unerhaltsam bis zum Ende. Und jedes Mal schlummert das Unheil, die Sucht an der Ecke - doch die Musik bringt alles ins Lot.
Für Fans ein Muss, 18. März 2007
Der Sänger der Red Hot Chili Peppers hat seine Autobiographie" veröffentlicht. Wer denkt, dies sei mit gerade einmal 42 Lenzen eventuell verfrüht, könnte nach turbulenten 544 Seiten anders denken.Kiedis widmet seiner Jugend immerhin fast ein Viertel des Buches. In den beigefügten 50 Photos ist auch eine Photoserie, in der er als 12-jähriger (!) seinen ersten Joint raucht. Den Drogen bleibt er von da an treu, selbst seine Schulzeit ist davon geprägt. Kein Wunder bei dem Vater. Gebürtig in Michigan (1962) ist Kiedis mit 14 zu seinem Dad nach Los Angeles gezogen, der dort sein Auskommen findet, indem er Drogen verkauft und seinem Sohn mit seinem Party-Lifestyle ein ums andere Mal den Schlaf raubt. Während der Highschool Zeit entstehen die Peppers eher zufällig aus der Freundschaft mit Flea und Hillel Slovak. Der nun folgende Aufstieg der Band von ihrer Gründung 1983 zu einer der erfolgreichsten Bands dieses Planeten wird wider Erwarten in diesem Buch nur en passant abgehandelt. Drei Viertel des Buches nehmen Drogenexzesse, Frauengeschichten und abgebrochene Entziehungskuren ein. Dass dies nicht für jeden Leser interessant ist, versteht sich von selbst. Mir hat Scar Tissue sehr gut gefallen. Die Offenheit und Ehrlichkeit von Kiedis haben mich wirklich berührt. Und als Fan der Musik der Peppers habe ich erfahren, unter welchen Umständen ihre tollen Alben entstanden sind. Ein Fazit zu ziehen ist sehr schwierig. Als Fan vergebe ich 5 Sterne, als kritischer Buchleser mit Mühe und Not drei.
Story bleibt in endloser Drogenschleife stecken, 8. Januar 2007
Das Ton des Buches erinnert an eine Geschichte, die dir ein Freund abends in einer Kneipe erzählt. Lockere, umgangsprachliche Formulierungen. Du hörst gespannt zu, musst dich dabei noch nicht mal konzentrieren.Leider landet die Story nach einem noch interessanten Beginn irgendwann in einer Endlosschleife: Entzug, neue Freundin, Drogenrückfall, Entzug, neue Freundin, Drogenrückfall. Dafür kommen Aspekte rund um die Band insgesamt zu kurz.
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