Kundenmeinungen
Witzig und lehrreich, aber die Fremdwörter..., 10. Dezember 2007
Also ich habe mir das Buch aus Interesse gekauft, weil ich viel davon gehört habe. Ich wurde nicht enttäuscht, denn vieles ist wirklich lehrreich und auch unterhaltsam und witzig geschrieben. Ich habe einige Male wirklich sehr gelacht, beispielsweise beim Kapitel, wo es um Deutschlands "Bereiche" geht. Also für den Inhalt schonmal Daumen hoch.
Vielleicht wäre es jedoch ratsam gewesen, mal eine Tabelle der lateinischen Fremdwörter mit kurzer Erklärung als Anhang anzufügen, denn meine Schulbildung ist leider schon etwas länger her und die Begriffe Konjunktion, Adverb, Genitiv, Dativ, Akkusativ usw. waren mir nicht mehr ganz geläufig. Aus dem Zusammenhang jedoch (und ab und zu wurde ein Begriff doch kurz erklärt) bekam ich es dann heraus.
Ansonsten hat es mir wirklich sehr gut gefallen und ich bemerke, wie ich auch öfter einmal mehr nachdenke, bevor ich schreibe.
Duden-Grammatik schwungvoll erklärt, 21. November 2007
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist eins der Bücher, die ich immer wieder gerne weiterempfehlen werde.
Diejenigen, für die die deutsche Sprache von Belang ist, werden die Sprachbelehrungen von Bastian Sick mit Vergnügen lesen. Auf amüsante Art und Weise kritisiert er den Sprachverfall bzw. Sprachwandel in der heutigen deutschen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die grammatischen Fehler, die den deutschen Muttersprachlern immer wieder unterlaufen - und von denen sogar die Politik- und Medienwelt nicht frei ist. Sick beweist, dass ein ziemlich trockenes Thema wie Grammatik schwungvoll und unterhaltsam erklärt werden kann. Das Buch ist eine Art Duden-Grammatik, mit dem Unterschied, dass man mit Sicks Texten spielend richtiges Deutsch lernen kann.
Was heißt "richtiges Deutsch"?
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie fragen, was eigentlich "richtiges Deutsch" heißt? Welches Deutsch war besser - das vor hundert oder das vor zweihundert Jahren? Die Frage kann man leider nicht eindeutig beantworten, denn die Sprachkorrektheit keine absolute, sondern eine relative Erscheinung ist. Die Sprache entwickelt sich mit der Zeit also ist zeitabhängig. Den Sprachwandel oder - wie manche wollen - den Sprachverfall gibt es, seitdem der Mensch sprechen kann. Das, was als Fehler noch gestern galt, wird in den morgigen Grammatiken als standardsprachlich klassifiziert. Wichtig ist es dabei, dass es von möglich vielen Sprachbenutzern in bestimmter Zeitspanne falsch gebraucht wird.
Seltene Kombination: Lehrreich und sehr unterhaltsam, 10. November 2007
Ich kaufte das Buch unter dem Motto: Tu'(!) was für Deine Bildung (die Leser des Buches werden das Ausrufezeichen sicher zu deuten wissen). Ich wurde dann beim Lesen angenehm überrascht: Lernen kann sogar Spass machen. Sick schreibt witzig und kurzweilig. Sehr hilfreich sind die Tabellen, in denen das Kapitel nochmals für den täglichen Gebrauch zusammengefasst wird.
Spaßige Sprachspezialitäten, 21. Oktober 2007
"Korrektes Deutsch ist doch keine Kunst", dachte ich mir immer. Die spaßigen Sprachspezialitäten auf der Speisekarte von Bastian Sicks Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache" belehrten mich alsbald eines Besseren. Was aber gehört nun alles zum Menü?
Der Autor analysiert die Alltagssprache von A bis Z. Er zeigt dabei, was in der deutschen Sprache meisterlich klingt, und was der Redner oder Schreiber besser meidet, wenn es auf gutes Deutsch ankommt. Zum Inhalt nur so viel:
Einerseits ist da die Grammatik und Zeichensetzung: Die Regeln zum Gebrauch des Apostrophs nimmt Sick sich ebenso vor, wie die Getrennt- und Zusammenschreibung. Er beantwortet die Frage: "Setzte ich jetzt hier einen Bindestrich oder nicht?" Klar hervor tritt der Unterschied zwischen Adjektiven (Eigenschaftswörtern) und Adverbien (Umstandswörtern), ebenso, was schon der Buchtitel erahnen lässt, die Behandlung der Kasus (Fälle).
Bei Grammatik und Zeichensetzung bleibt Sick aber nicht stehen: Thema sind ferner Standardbilder, die in der deutschen Sprache immer wieder auftauchen, obwohl sie an vielen Stellen ersetzt werden könnten - wohl gemerkt: ohne großen Aufwand, aber mit viel Gewinn für die Sprache an sich: So lässt man jemanden zum Beispiel sehr oft "zurückrudern" (S. 128), wenn er seine Worte, Ansichten oder Argumente ändert. Vorbei geht Sick auch nicht am Problem der Synonyme (gleichbedeutenden Wörter); diese gelten heutzutage - nicht unbedingt zurecht - als zentraler Bestandteil eines guten Textes.
Hilfreich wäre meines Erachtens eine Fassung der Kapitel in verschiedene übergreifende Themengebiete oder das Anfügen eines Stichwortverzeichnisses mit Seitenverweisen. Will man zu einem bestimmten Problem etwas nachlesen, so würde das Auffinden der jeweiligen Stelle innerhalb des Werkes erleichtert.
Was nimmt man nun mit aus diesem Buch? Sick macht bewusst, dass Sprache allgemein eine Erscheinung ist, die sich ständig im Fluss befindet. Er zeigt auf, wie man einerseits offen bleibt für diesen Fluss, andererseits aber dasjenige bewahrt, was es unbedingt zu bewahren gilt. Jeder, der dieses Buch liest, wird feststellen: Die deutsche Sprache ist, wie jede Sprache, gleichsam ein Lebewesen und bedarf als solches unbedingt der Liebe und Pflege. So ernst es Sick mit der deutschen Sprache aber auch ist, so humorvoll geht er an das Thema heran. Ich bin mir deshalb sicher: Auch wer bisher keinen Spaß an Sprache hatte, aber immer noch Suchender ist, wird hier fündig werden.
Medizin für gute Laune, 19. Oktober 2007
Als ich den Titel am Bücherstand entdeckte, platzte ich mit einem lauten Lachen heraus und griff sofort zu. Bei bestem Wetter nahm ich im Westpark-Cafe Platz und begann zu lesen.
Zunächst eine Warnung: Während des Lesens sollte man auf keinen Fall etwas zu sich nehmen! Die Cappucinotasse erst dann zum Mund führen, wenn man das Buch zur Seite gelegt hat! Der Autor kann für derlei Mißgeschicke nicht haftbar gemacht werden!
Bei Kapitel 4 wurde ich von der Dame vom Nachbartisch angesprochen: Sie wollte wissen, was ich da lese? So etwas Erheiterndes wollte sie auch haben!
Mittlerweile habe ich die ersten beiden Bände durch; den dritten Band habe ich ins Bücherregal gestellt. Mein Vorrat für schlechte Tage. Denn nach den ersten beiden Bänden ist mir klar: Egal, wie trübe die Stimmung beim Aufklappen des Buches auch sein mag - spätestens nach 10 Minuten sind die ersten Tränen gelacht!
Danke, Bastian Sick!
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