Kundenmeinungen
Exakte, tiefgreifende Darstellung menschlicher Kommunikation., 26. September 2008
Ein Muss für jene die sich in Kommunikation vertiefen wollen. Es ist ein sehr gut strukturiertes Buch über die Feinheiten menschlicher Kommunikation. Die Anschauungsbeispiele machen den theoretischen Zugang leicht verständlich. Die Axiome der Kommunikation bilden den Keim auf denen Watzlawick und seine Koautoren aufbauen. Diese Axiome sind nach wie vor hochaktuell. Vom Aufbau her ist das Buch ein wirkliches, wissenschaftliches Arbeitsbuch. Obwohl es den professionellen wissenschaftlichen Anspruch voll erfüllt ist es sehr gut auch als Lektüre für interessierte Laien verwendbar. Sollte jemand allerdings einen eher pragmatischen Zugang suchen, ohne die dahinterstehende Theorie, so sei sie auf Watzlawicks Werke: Anleitung zum Unglücklichsein, Wie wirklich ist die Wirklichkeit oder vom Sinn des Unsinns verwiesen.
Sylvia-Inez Rolke, 9. Juni 2008
Dieses Buch ist nicht nur eine Bibel; wenn man es erst "ausgelesen" hat, fragt man sich, wie man die "Welt" vorher überhaupt begreifen konnte. Neben dem Klassiker "Man kann nicht nicht kommunizieren" blieb mir vor allem (ungefähr so): "Jede Kommunikation beeinhaltet zwei Ebenen, die Inhaltsebene und die persönliche Ebene wobei letztere, erste bestimmt." Ich muss gestehen, es ist zeitweise sehr schwierig zu lesen, aber Manches kann man eben nicht leichter sagen... und die reale Kommunikation ist in der Tat noch Komplexer, als der Versuch, diese abzubilden. Absolut empfehlenswert!
Erweitert den Horizont..., 3. März 2008
Dieses Buch behandelt (wie der Untertitel sagt) Formen, Störungen und Paradoxien der menschlichen Kommunikation, allerdings, um es gleich vorwegzunehmen, in sehr theoretischer Form. Zahlreiche Aspekte und Ebenen der Kommunikation werden beleuchtet. Zunächst werden die aufgestellten Axiome völlig abstrakt und theoretisch, also quasi in ihrer Urform, dargestellt; die Darstellung grenzt schon fast an Mathematik, zur Beschreibung der Kommunikation werden tatsächlich Variablen und mathematische Operatoren verwendet.Der von der Mathematik gezeichnete und abgeschreckte Leser soll allerdings deswegen nicht zurückschrecken. Die Mathematik kann Dinge tatsächlich sehr klar und unmissverständlich veranschaulichen. Außerdem werden alle Phänomene der Kommunikation auch verbal beschrieben und später durch praxisnahe Beispiele und Einzelfälle untermalt. Ferner werden die Ideen durch interessante Auszüge aus literarischen, philosophischen und wissenschaftlichen Texten veranschaulicht.Kurz zum Inhalt: Zuerst legt das Buch allgemeine Axiome der menschlichen Kommunikation dar, stellt also in theoretischer Form dar, wie Kommunikation eigentlich verlaufen sollte. Anschließend kommt es zur gestörten Kommunikation, also dazu, wie es leider in der Realität viel häufiger der Fall ist, weiter zu Organisationsform menschlicher Kommunikation, zur Veranschaulichung der Theorie anhand des Theaterstücks "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" , zu Paradoxien und abschließend zum Existentialismus, der mit der Kommunikation eng verknüpft ist.In der Praxis wird der Leser das Wissen leider allzu schnell vergessen, zumal es, der Natur der menschlichen Kommunikation entsprechend, sehr komplex ist. Allerdings gewährt es einem einen tiefen Einblick in urmenschliche Mechanismen, in den Charakter der Kommunikation, kurz: in Dinge, die wir normalerweise nie wahrnehmen würden. Es schult und sensibilisiert schlichtweg den Geist, erweitert den Horizont. Menschen, die an Paradoxien und komplexen Ideen und Gedanken Gefallen finden, werden sicherlich ebenso an dem Buch Gefallen finden.Zwar muss man sich durch eine ganze Reihe von Fachbegriffen durchschlagen, die dem Laien wohl sehr fern sind (entweder lernen, damit umzugehen, oder einfach mal ignorieren...), aber es lohnt sich, diesen Tod zu sterben, um wirklich interessante Dinge zu erfahren.Im Grunde kann ich das Buch sehr empfehlen (interessant, komplex, kreativ, gründlich, auf angenehme Weise paradox, tiefgründig...), nur ist es einfach nicht jedermanns Sache. Es gibt ja durchaus auch Menschen, die sich mit Kommunikation lieber in der Praxis befassen als in der Theorie...
Es wäre wirklich besser möglich gewesen. Wieso nicht mal eine verbesserte Neuauflage?, 26. Februar 2007
Inhaltlich greift dieses Buch tief, sehr tief. Aber der Ausdruck des Inhalts, den hätten die Autoren wirklich besser hinbekommen können. Warum keine Grafiken? Warum keine aufmunternden(oder noch besseren) Geschichten?Warum so viele Verkomplizierungen, wo man es wirklich verständlicher hätte darstellen können?Zugegebenermassen sind manche Ausführungen bis heute unübertroffen. Paul Watzlawick hat mit seinen Kollegen aus Palo Alto einen Standard gesetzt, der für die meisten auf diesem großen Gebiet arbeiteten Menschen bis heute unerreichbar erscheint.Alle anderen Publikationen Watzlawicks halte ich zwar auch für anstrengende Literatur, diese sind aber weitaus anregender und mitreissender geschrieben als dieses Marathon-Werk.Das man so tiefschürfende Inhalte mit wesentlich verständlicherer Präsentation erheblich besser vermitteln kann, zeigt etwa Stephen Gilligan mit seinem überaus lesenswerten Buch "Liebe dich selbst wie deinen Nächsten". Eine Publikation wesentlich jüngeren Datums mit etwas anderen Inhalten...
Er hat schon bessere Bücher geschrieben, 2. Juni 2003
Z.B. "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" und "Anleitung zum Unglücklichsein". Diese beiden Bücher fand ich sehr genial, weshalb ich weiters von Watzlawick lesen wollte. "Menschliche Kommunikation" enthält aber vieles, was mir aus den anderen Werken schon bekannt ist. Darüberhinaus wird versucht der Kommunikation eine noch allgemeinere "Systemtheorie" überzustülpen, ein für meinen Geschmack misslungener Versuch, da er sehr oberflächlich und auch nicht so ausgereift erscheint.
Gut beschrieben fand ich das Kapitel über Paradoxien, obwohl auch schon überwiegend bekannt.
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