Kundenmeinungen
Ein menschliches Buch, 6. Dezember 2007
Dass nicht immer die Starken den Ton angeben und zum Ziel kommen, kommt mit diesem leicht zu lesenden Buch von Joachim Bauer angenehm und angemessen zur Sprache. Es bietet eine Fülle an fantastisch aufbereiteter Informationen zum Miteinander von Menschen und kritisiert dabei ausgesprochen sensibel manche These des Darwinismus: eben nicht der Konkurrenzkampf ist das Entscheidende für ein konkurrenzfähiges Miteinander, sondern vielmehr die Kooperation und Verständigung! Wer vom anderen her denkt, wird letztlich für sich selbst Vorteile entdecken können.
Ein positives Buch, dass manches ideologische Pauschalurteil zugunsten eines Sozialdarwinismus hervorragend widerlegt.
Sowohl Inhalt als auch Form sind ausgezeichnet!
Sehr interessant, gut lesbar und informativ!, 13. November 2007
Mir hat das Buch sehr viele wertvolle Informationen über die "Natur" des Menschen vermittelt. Wer dieses Buch gelesen hat, kann mit Menschen besser umgehen und versteht sich selbst besser
Der Wolf im Schafspelz?, 6. November 2007
Das Buch von Bauer liest sich ja schnell weg und einiges hat mir gut gefallen, z. B. der historische Rückblick auf die darwinistische Sicht des Menschen, wenngleich dieser etwas weitschweifig ausgefallen ist. Aber irgendwie passt für mich insgesamt die plakative, kämpferische Art mit der es geschrieben ist, nicht zum Inhalt, also zu Kooperation und Zugewandtheit. Dies hinterlässt bei mir einen gewissen Unmut. Meint er denn überhaupt das, was er schreibt? Russell hat mal gesagt, was den Menschen groß gemacht hat, ist aus dem Versuch entstanden, das Gute zu festigen und nicht aus dem Kampf, das Schlechte zu verhüten. Warum plädiert er für Humanismus und blendet dann die psychologischen Theorien dazu aus? Hat er als anscheinend hochgradig gebildeter Wissenschaftler und Leiter einer psychiatrischen Ambulanz noch nichts von der humanistischen Psychologie gehört? Ob er vielleicht einfach keine Lust mehr hatte weiter zu schreiben? So wirkt das Ganze irgendwie unvollständig - schade.
Sehr lesenswert!, 10. September 2007
Der Mensch, ein von Natur aus kooperatives und mitfühlendes Wesen? In der Regel provoziert diese These bestenfalls ein müdes Lächeln, unter Akademikern ebenso wie am Stammtisch. Wer an das Gute im Menschen glaubt, wird als Träumer oder Sozialromantiker abgestempelt. Denn die darwinistische Lehre vom Überleben des Stärkeren hat sich trotz ihrer grausamen Exzesse im 20. Jahrhundert als erstaunlich haltbar erwiesen. Wer diesen speziellen Aspekt der Evolutionstheorie anzweifelt, wird leicht mit religiösen Fundamentalisten auf eine Stufe gestellt. Joachim Bauer vermeidet bewusst, Kritikern diese Angriffsfläche zu bieten; nichts liegt ihm ferner als ein Dogmenstreit. Stattdessen präsentiert er nüchtern und für den Laien leicht verständlich neue Erkenntnisse aus Neurobiologie, Epigenetik und Verhaltensforschung, die alle nahelegen: Der Mensch ist ein durch und durch soziales Wesen. All sein Streben richtet sich darauf, gute Beziehungen zu anderen aufzubauen und zu erhalten. Ist der erfolgreiche, aber skrupellose Manager also eine die Regel bestätigende Ausnahme? Folgt man dem Autor, so leidet er mindestens unter einer schweren Verhaltensstörung. Wir empfehlen das Buch allen, die noch glauben, täglich die Ellenbogen ausfahren zu müssen, um zu überleben.
Tut wohl und heilt, 10. August 2007
Dieses Buch zu lesen habe ich als wohltuend und heilsam erlebt.
Bemerken möchte ich noch: Obwohl Bauer so hoch qualifiziert ist, ist er für mich verständlich.
Regine
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