Kundenmeinungen
Eine Liebesgeschichte zwischen Guten und Bösen, 29. August 2008
Auch der zweite Teil der Wächter-Trilogie teilt sich in drei Abschnitte spannende Abschnitte, die miteinander verzahnt sind. Allerdings ahnt dies der Leser zwar, doch erst auf der letzten Seite des Romans wird erklärt, wie die einzlnen Geschichten miteinander verbunden sind. Das hat mir gut gefallen!In "Wächter des Tages" tauchen fast alle Figuren des ersten Bandes Wächter der Nacht: Roman auf. Es ist deshalb hilfreich aber nicht unbedingt erforderlich, wenn man den ersten Band gelesen hat. Einen Potagonisten im eigentlichen Sinne gibt es jedoch nicht. Anton, der Mitarbeiter der Nachtwache aus dem ersten Teil, taucht zwar auch wieder auf, steht jedoch eindeutig nicht im Mittelpunkt. Eine große Rolle spielt vielmehr die Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Magier und die Art und Weise, wie sich die Liebe zwischen den Beiden auf den Kampf auswirkt, den Sebulon (Chef der Tagwache) und Geser (Chef der Nachtwache) erneut miteinander ausfechten. Mehr als einmal wird vom Autor die Analogie zum Schachspiel bemüht und neben den Akteuren fragt sich natürlich auch der Leser, wer als Bauernopfer herhalten muss und wer das "Spiel" am Ende überleben wird. Am Vorabend zur Jahrtausendwende kommt es dann zu einem großen Showdown und zur Aufklärung der Frage, ob der Plan der Guten oder der Plan der Bösen aufgeht.
Gute Fortsetzung, 17. August 2008
Zwischen den Mächten des Lichts und den Mächten der Finsternis herrscht ein Gleichgewicht der Kräfte, das durch die "Wächter des Tages" und den "Wächtern der Nacht" überwacht wird. Beide Gruppen setzen sich aus Vampiren, Formwandlern, Hexen und Magiern zusammen und werden als die "Anderen" bezeichnet. Die Wächter passen auf, daß keiner der anderen Gruppe gegen die Waffenstillstandsvereinbarungen verstößt. Einer alten Überlieferung zur Folge wird es aber irgendwann einen auserwählten "Anderen" geben, der das Gleichgewicht verschieben wird. Jeder "Andere" hat die Wahl die Seite der "Guten" oder der "Bösen" zu wählen. Sollte dieser eine "Andere" die Seite der Bösen wählen, dann wird die Welt im Chaos versinken... Die Fortsetzung von "Wächter der Nacht" behandelt nicht nur die Wächter des Tages. Es ist eher ein ständiger Wechsel zwischen "Tag" und "Nacht". In diesem zweiten Teil kommt zu diesen zwei Organisationen noch eine dritte "Dunkle Macht" hinzu, die einen vor Jahrhunderten umgekommenen mächtigen Magier wieder ins Leben rufen wollen. Sowohl der Chef der Nachtwache als auch der Chef der Tagwache versuchen daraus Kapital für ihre eigenen Pläne zu ziehen...
Genauso gut wie Wächter der Nacht, 27. Juni 2008
Wem Wächter der Nacht gefallen hat, für den ist Wächter des Tages ein klares Muss. Zum Glück kann gesagt werden, dass die Fortsetzung dem ersten Teil in nichts nach steht. Auch hier findet man drei in sich abgeschlossene Geschichten, die man problemlos als einzelne Episoden lesen kann, die jedoch erst im Zusammenhang die eigentliche Story entfalten. Die erste Geschichte handelt von der Hexe Alissa die zu Regeneration ihrer verlorenen Kräfte in ein Ferienlager geschickt wird um sich dort an den Alpträumen der Kinder zu laben. Dort verliebt sie sich in den Pfleger Igor, doch eben diese Liebe wird ihr letztendlich zum Verhängnis.Die zweite Geschichte erzählt das Schicksal Witalis, eines Anderen, der sich plötzlich in Moskau wieder findet, mit einer Tasche voller Dollarscheine und offensichtlich von großer Bedeutung für die Tag- und die Nachtwache. An sein bisheriges Leben kann er sich nicht erinnern und so versucht er sich den Geschehnissen um ihn herum anzupassen und selbst heraus zu finden, wer er ist und was mit ihm passiert. In der dritten Geschichte begleitet der Leser den Dunklen Magier Edgar und den Lichten Anton, den man schon aus Wächter der Nacht kennt, nach Prag wo vor der Inquisition eine Verhandlung statt findet, an der beide Teil nehmen sollen. In dieser Verhandlung verknüpfen sich alle drei Geschichten und münden in einem spannenden Finale.Mir haben alle drei Teile des Buches sehr gut gefallen. Sie lassen sich sehr schnell und fließend lesen und bereits die ersten Seiten sind rasant und spannend beschrieben, so dass man sich direkt im Geschehen wieder findet. Auch die Dunklen, aus deren Sicht die Geschehnisse erzählt werden, wirken sympathisch und lebendig, ihr Verhalten begründet und nachvollziehbar. Schon bald fiebert man mit Alissa, Witali und Edgar mit auch wenn man nicht mit all ihren Ansichten einverstanden ist. Auch die Handlung ist phantasievoll und actionreich weiter gesponnen. Langeweile kam bei mir jedenfalls keine auf. Nur die gelegentlichen Rechtschreib- und Grammatikfehler sind etwas ärgerlich, schmälern das Lesevergnügen allerdings nur gering.Nach Wächter des Tages ist für mich klar, dass ich auch die Folgebände lesen werde. Wem Wächter der Nacht gefallen hat, der wird hier ebenfalls nicht enttäuscht werden.
Spannende Geschichten, aber nicht genügend korrekturgelesen, 4. April 2008
Vielleicht liegt es ja an meinem Beruf, aber mir sind beim Lesen dieser Fortsetzung von "Wächter des Tages" schon so viele Tippfehler aufgefallen, dass es mein Lesevergnügen deutlich trübt. Und ich bin noch nicht mal am Ende des Buches angelangt! Da dies hier noch so gut wie niemand aufgegriffen hat, möchte ich einfach darauf hinweisen und einmal die Frage in den Raum stellen, warum so ein Bestseller nicht besser korrekturgelesen wird. Ansonsten fühle ich mich auch wieder ganz gut unterhalten, gerade die Geschichte um Witali Rohosa fand ich sehr spannend. (Die dritte Geschichte habe ich noch nicht gelesen.) Allerdings finde ich Vergleiche mit den Werken von Tolkien oder auch Rowling völlig unpassend. Beide haben viel detailverliebter eigene Welten erschaffen.
Schwächer als der erste Teil, 29. Februar 2008
Schade, die hohen Erwartungen, die der erste Teil "Wächter der Nacht" geweckt hat, kann der zweite Teil leider nicht erfüllen. Die Story ist schwächer und natürlich ist das komplette Setting eben nicht mehr neu und weniger überraschend.Was beim zweiten Teil aber noch deutlicher wird als beim ersten, ist die Tatsache, dass alle angestellten Vergleiche mit Tolkien doch sehr (werbewirksam) konstruiert sind. Im Grunde haben die beiden Autoren und ihre Werke absolut keine Ähnlichkeit. Selbst wenn man die Ähnlichkeiten auf den Kampf zwischen Gut und Böse reduzieren wollte, stößt man auf mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Eine Phantasy-Welt wie bei Tolkien findet man bei Lukianenko nicht. Es spielt sich mehr oder weniger alles in einem modernen Moskau ab, das sich nicht wesentlich von der realen Metropole unterscheidet. Der Kampf zwischen Gut und Böse ist bei Lukianenko kein wirklicher Kampf, sondern eher ein Verwaltungsakt, bei dem sich zwei rivalisierende Abteilungen innerhalb der gleichen Behörde bekriegen.Stärker als "Wächter der Nacht" zerfällt "Wächter des Tages" auch häufig in eine bloße Aneinanderreihung von Episoden. Diese werden zwar durch einen roten Faden und die handelnden Personen zusammengehalten. Ein Gesamtepos wie bei Tolkien sucht man hier aber vergeblich.Trotz der Kritik ist aber auch "Wächter des Tages" ein Roman, der sich angenehm positiv vom SF/Phantasy/Mystery-Einerlei abhebt.Tipp: Erwartungen nicht zu hoch stecken, aber dann mit viel Spaß lesen!
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