Kundenmeinungen
Mehr als eine Horror-Geschichte,..., 3. Februar 2008
eigentlich würde ich sogar soweit gehen zu sagen, dass es keine Horrorgeschichte, sondern viel mehr eine Art existentialistischer Roman ist. Das Setting entspring zwar dem Horrorgenre (der Protagonist, Robert Neville, ist der letzte Überlebende eines unbekannten Phänomens und wird Nacht für Nacht von vampirartigen Kreaturen in seinem Haus belagert), Splatterszenen oder Verfolgungsszenen etc. gibt es aber nur in sehr geringem Maße. Viel mehr steht die Verzweiflung und der tägliche Kampf ums Überleben im Vordergrund. Robert wird depressiv, fängt an zu trinken und zweifelt am weiteren Sinn seiner Existenz. Man merkt, dass Stephen King von Richard Matheson beeinflusst wurde. Beide schaffen es, hinter ihren Horrorszenarien tiefergreifende Themen des Menschseins zu berühren.
Neben "Ich bin Legende" enthält der Band noch zehn weitere Kurzgeschichten von Matheson. Diese variieren in der Qualität: manche sind eher langweilig, zwei oder drei allerdings sind auf dem gleichen hohen Niveau wie der Roman.
Insgesamt ist der Band für mich eine klare Leseempfehlung !
PS: Die Seitenangabe von 398 stimmt, bezieht sich aber natürlich auf den Roman plus die weiteren Kurzgeschichten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist damit vollkommen im Rahmen.
Es geht auch besser, 3. Februar 2008
Als ich den Kinotrailer von "I Am Legend" mit Will Smith sah, beschloss ich, absichtlich nicht in den Film zu gehen, sondern das Buch zu lesen.
Leider hat Richard Matheson meine Hoffnungen auf unteilten Gruselspaß keineswegs erfüllt. Hauptsächlich lag das an seiner meist oberflächlichen Beschreibung der Szenerie, sowie an seiner Schreibe, die nicht wirklich viele Kniffel bereithält.
Und obwohl das Cover der Neuauflage spannend gestaltet ist, fehlte mir am Inhalt des Buches jeglicher Gruselfaktor. Des Weiteren geht Matheson viel zu oberflächlich auf seinen Protagonisten, Robert Neville ein und versäumt, spannende Begebenheiten genau dann auszubauen, wenn sich der Leser es wünschen würde.
Fazit: Kaufen, lesen, vergessen. Gegruselt wird sich woanders.
sehr entäuschend und kurzweilig!!!!!!!, 2. Februar 2008
buch läßt sich einfach lesen, habe aber einiges mehr erwartet, fand es oberflächig und ziemlich kurzweilig!!!!!!
Preis-Leistung ungenügend!, 31. Januar 2008
Auch wenn hier scheinbar jeder diesem Buch am liebsten 10 Sterne gäbe... Ich war enttäuscht. Nicht wegen der Story - sehr gut geschrieben, interessant und spannend bis zur letzten Seite. Und da haben wir es auch. Die letzte Seite ist nach gut 200S. erreicht. Zwar wurden noch einige Geschichten angehängt, um den für ein Buch / Taschenbuch notwendigen Umfang zu erreichen, was aber dem Eindruck einer Mogelpackung nur untermauert. Nun ärgere ich mich, daß ich für ein wenig Kurzweil den gleichen Betrag hinblättere, wie für Frank Schätzings Schwarm, der mich gute 10 Tage beschäftigte. Für 3,90 EUR gäbe ich auch 5 Sterne. Das hier angebotene Werk ist in meinen Augen eine Unverschämtheit zumal es mit 398S. beworben wird.
Grandioser Klassiker in Neuauflage, 30. Januar 2008
Zum Inhalt von Richard Mathesons 'Ich bin Legende' bedarf es wohl nicht mehr vieler Worte: Der letzte Mensch auf Erden kämpft einen täglichen Kampf ums Überleben und versucht dabei - in einer Welt, die von Vampiren bevölkert wird - nicht den Verstand zu verlieren.
Dank des Heyne Verlages erblüht dieser melancholische Klassiker in einer Neuübersetzung, die sich flüssig und stimmungsvoll liest. Zudem befinden sich in dem knapp 400 Seiten dicken Buch 10 Kurzgeschichten des Autors, die teilweise ebenfalls zu begeistern wissen:
'Irrenhaus' beispielsweise handelt von einem 40-jährigen Lehrer, der Zeit seines Lebens ein Buch schreiben wollte, es aber nicht zustande brachte. Die Schuld/Ursache sucht er nicht bei sich selbst, sondern bei seiner Umwelt, seinem Beruf und seiner Gattin. Es entspinnt sich ein menschliches Drama der Sonderklasse, dessen leicht übernatürlich angehauchter Schluss eigentlich unnötig ist.
'Von Mensch zu Mensch' handelt von einem etwas älteren Herren, der jede Nacht um 3.00 Uhr einen Anruf erhält ... nur dass das Telefon in seinem Kopf klingelt und ihn kaum mehr schlafen lässt. In dieser Geschichte zeigt Matheson, dass er auch die humoristisch-ironische Seite der Schreiberei beherrscht.
Vor allem die beiden oben genannten Geschichten könnten auch von einem noch etwas jüngeren Stephen King stammen (etwa zur Zeit von 'Nachtschicht'). Immerhin hat dieser ja des öfteren erwähnt, dass Matheson enormen Einfluss auf sein Schaffen hat.
Fazit: Unbedingt lesen. Trotz der einen oder anderen unspektakulären Story tritt nie Langeweile ein. Einige Geschichten regen sogar zum Nachdenken an. Es bleibt zu hoffen, dass der Heyne Verlag im Zuge dieser Veröffentlichung weitere Werke von Matheson neu auflegt.
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