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Philip Pullman, Wolfram Ströle, Reinhard Tiffert, Andrea Kann: Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop.: 3 Bde.

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Der Goldene Kompass / Das magische Messer / Das Bernstein-Teleskop.: 3 Bde.

von Philip Pullman Wolfram Ströle Reinhard Tiffert Andrea Kann

Heyne

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein episches Werk in neuem Kleid, 23. Januar 2008

Philip Pullman's His Dark Materials beruht auf dem Werk von John Milton: das verlorene Paradies (Paradise Lost) aus dem Jahre 1667. Ich habe diese 3 Bände vor fast 10 Jahren in einer Woche verschlungen. Für mich sind diese Werke mehr als blosses fantasy Abenteuer. Reine fantasy Literatur mag ich nämlich überhaupt nicht. Pullman bettet hier gekonnt die Problematik des epischen Werkes von Milton in ein Jugendbuch, so dass es sich für Jugendliche und Erwachsene gleichermassen spannend liest.

Wer das Werk von Pullman vollends verstehen möchte, tut gut daran John Miltons verlorenes Paradies zu studieren. Es geht um die Auflehnung der gefallenen Engel gegen Gott. Dies bildet die Grundlage von Pullmans Werk.


Schön find ich auch, dass diese Trilogie ein ideales Beispiel dafür ist, dass gute Schriftsteller sich oft auf alte epische oder mythologische Werke stützen und daraus zeitgemässes nicht minder spannendes Neues erschaffen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ich bin begeistert, 14. Januar 2008

Ich finde diese 3 Bände einfach super! Sehr Phantasievoll geschrieben, lässt einen kaum los!

Unbedingt lesen!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Starker erster Teil!, 14. Januar 2008

Nur leider kann der Rest der Trilogie das Niveau des "Goldenen Kompass" überhaupt nicht halten.
Im ersten Teil erschafft Pullman eine wunderschöne, in sich geschlossene Welt, die unserer Welt Ende des 19. Jahrhunderts ähnelt. Allerdings ist sie um einiges "magischer", denn jeder Mensch hat seinen eigenen Dämon in Tiergestalt, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet.
Lyra, ein Mädchen aus Oxford, macht sich auf die Suche nach ihrem entführten Freund Roger. Dabei muss sie fast bis zum Nordpol reisen und dabei natürlich jede Menge Abenteuer bestehen. Pullman bevölkert seine Welt mit vielen interessanten und merkwürdigen Figuren, die manchmal allerdings auch etwas absurd erscheinen. Zum Beispiel sind "Panzerbären" intelligente Eisbären, die die Metallverarbeitung als Hobby betreiben.

So nebenbei erfährt man auch, dass Lyras Welt eine Theokratie ist, in der die Kirche und ihre Institutionen das Sagen haben. Und dass eine der mächtigsten Institutionen grausame Experimente an Kindern durchführt. Nun kann man Pullmans Kirchenkritik im "Goldenen Kompass" nicht gerade subtil nennen, doch stellt sie im ersten Teil weder den Kern der Handlung dar, noch fühlt man sich als Leser genötigt, einen Bezug zu unserer Welt bzw. unseren Kirchen zu schaffen. Doch das ändert sich grundlegend in Band 2 und 3, denn hier verbindet Pullman Lyras Welt mit unserer Welt der Gegenwart und verfällt immer stärker in antireligiöse - speziell antichristliche - Propaganda. Die Handlung wird immer absurder: Lyra besucht das Reich der Toten, trifft Geister und Gespenster, Geister kämpfen gegen Gespenster, Hexen kämpfen gegen Engel, etc.
Die Aktionen mancher Hauptpersonen werden immer unlogischer, z.B. ist Mrs. Coulter erst ein Erzbösewicht, die als einzige Zombies und Geister befehligen kann (wieso eigentlich?) und später versteckt sie sich als jammernder Feigling in einer Höle (wieso eigentlich?).

Was weiterhin unangenehm auffällt, ist Pullmans sadistische Ader, mit der er teilweise recht ausdrucksstark Quälereien an Mensch und Tier beschreibt, oftmals mit tödlichem Ausgang. Besonders in Erinnerung blieb mir da das magische Messer, welches jede Menge Körperteile von Fingern bis zu Köpfen abtrennt, Mrs. Coulters Dämon, der in seiner Freizeit gerne Fledermäusen die Flügel ausreist, oder auch der Engel, der im letzten Teil einen Priester in einem Bach ersäuft. Dazu passt auch wunderbar, dass Pullman keinem seiner Charaktere ein "Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage" gönnt, sondern eindeutig der Tragödie den Vorzug gibt. Man könnte fast meinen, ein zamonisches Märchen zu lesen ;-)

Fazit: Leider hat der erste Teil keine abgeschlossene Handlung, sonst könnte ich diesen wirklich empfehlen. Wer auf plumpe Agitation nicht so empfindlich reagiert, kann auch die Trilogie lesen, ansonsten kann man sich ja auch die (vermutlich entschärften) Filme ansehen. Abschließend noch ein Zitat aus Teil 3: "Das Christentum ist ein einflussreicher und überzeugender Irrtum, mehr nicht." Noch Fragen?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Intelligente Fantasy, 9. Januar 2008

Für jemanden wie mich, der Fantasyromane für durchgeknallt und trashig hält, war es eine neue Erfahrung solch eine gut geschriebene Story zu lesen, die mich bereits nach einigen Seiten so eingesogen hatte, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Also an all die die Fantasy nur mit Hohlbein und ähnlichen Konsorten verbinden, traut euch. Ich habe durch diese Bücher eine bis dahin für mich völlig neue Spezies an Autoren kennengelernt ( Neil Gaiman, Terry Pratchett)


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Triumph von Vernunft, Liebe und Elementarphysik , 3. Januar 2008

Philip Pullmann hat eine sehr eigenständige Fantasiewelt geschaffen. Die drei Bände ("His Dark Materials") sind nicht eine Kombination von "Herr der Ringe" mit "Harry Potter" wie immer wieder geschrieben wird sondern beinhalten eine ganz eigene Multiwelt-Erzählung ohne Orks, Elfen und Zwerge.
Zwar gibt es Hexen und Engel sowie viele in der Fantasy-Literatur neue Wesen, die in verschiedenen parallelen Welten zuhause sind aber man findet keinerlei direkte Anleihen bei anderen Fatasy Autoren, was den Charakter der Botschaften und erzählten Ereignisse in origineller Weise stärkt.

Das Böse in den Welten wird verkörpert von einer despotischen Kirchenbürokratie.
Diese baut ihre Herrschaft darauf auf den Menschen und anderen Wesen zu vermitteln, sie seien mit Schuld und Sünde behaftet und bedürften deshalb ständiger Kontrolle und Zensur. Gewaltsame Inquisition wird angedroht und wissenschaftliche Neugier und Natürlichkeit werden arwöhnisch bespitzelt.

Die junge Lyra, an der Schwelle vom Kind zum jungen Mädchen und Will, ihr treuer, etwa gleichaltriger Begleiter verbünden sich mit Bären, Hexen, fahrendem Volk und vielen anderen Wesen in diversen Welten, um entführte Freunde zu befreien und eine Weissagung zu erfüllen.
Ihre Verfolger und Wiedersacher sind Geistliche und diverse bösartige Verbündete im Dienste korrupter Engelsfraktionen, die ihre Macht von dem Allmächtigen (einen debilen Greis) entleihen, den sie in einer Wolkenburg am Himmel beherbergen.
Die mit Sicherheit wichtigste Allianz gegen diese üblen Heerscharen gehen Lyra und Will mit den Elementarteilchen ein, die das natürliche Bewußtsein des Kosmos atmen.

Der erste Teil der Trilogie, der goldene Kompass, macht allein kaum Sinn. Aus diesem Grund ist mir unverständlich, warum eine Kurzfassung hiervon mit großem Aufwand verfilmt wurde. Es tun sich zigfach mehr Fragen auf, als beantwortet werden können und die ganze Geschichte wirkt seltsam zweidimensional.
Viele "Absurditäten" ergeben erst einen "Sinn" beim Lesen des zweiten Teils, wenn neben den vielen Charakteren und Handlungssträngen die Geschichte auch langsam immer mehr Tiefe und damit eine Seele bekommt.

Wenn es Lyra im ersten Teil scheinbar oft zu leicht gelingt, "Erwachsene" zu überlisten/überzeugen, wachsen die Widerstände und Mächte, die sich gegen sie und ihren Weg aufbauen im weiteren Verlauf immer mehr.

Es wird beim Lesen sehr schnell verständlich, warum insbesonders die katholische Kirche Philip Pullmann angreift, der mit starken Klischees arbeitet, um seine Botschaft zu transportieren.
Ich habe mich beim Lesen bewusst von einer Bewertung dieser Passagen abgehalten und einfach die Geschichte genossen, wie sie sich entwickelt. Wenn man sich auf die Story einlässt, macht sie immer mehr Spaß und am Ende des letzten Teils kann man feuchte Augen bekommen.

Ein großer Spaß und viele Stunden originelles Lesevergnügen !




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