Kundenmeinungen
Auf in neue Welten, 30. Januar 2008
Der zweite Teil der Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman schließt direkt an den ersten Teil an.
"Komm weiter, bitte ...." sagte Will zu seiner Mutter. Und hoffte das niemand sie bei Mrs. Cooper finden würde. Hoffentlich war weningstens seine Mutter so in Sicherheit. Aber hatte auch nicht viele Möglichkeiten. Denn ausser Mrs. Cooper die ihm früher Klaviestunden gegeben hatte kannte er niemanden, weningstens niemanden dem er trauen könnte. ....
Lange sind die beiden gelaufen. Ohne etwas zu sehen. Wo sie warwn, wo sie hinliefen? Keine Ahnung, um etwas zu sehen war es einfach zu nebelig. Doch irgendwann erreichten sie eine Stadt. Lyra und Pantalaimnon hatten trotzdem ein komisches Gefühl, denn die Stadt schien wie ausgestorben zu sein. Kein Mensch war zu sehen. Wirklich niemand. ....
Nun war er ein Mörder. Zwar wollte er den Mann nicht umbringen, doch es ließ sich nicht verhindern. Weningstens hatte er was sie suchten. Doch nun musste er sich verstecken. Mehr zufällig fand er ein Fenster. In eine andere Welt. Was nicht möglich schien wird möglich. Will geht durch das Fenster und findet sich in einer Stadt wieder. Eine ohne Menschen.
In dieser Stadt trifft er auf Lyra und ihrem Dämon. Zusammen stehen die beiden so mach brenzlige Situationen durch. Sie müssen kämpfen um an ihre Grenzen zu gelangen, lüften so manches Geheimnis und Lyra trifft alte Verbündete wieder. Doch auch loslassen muss man können. So verlässt einer von Lyras treuesten Verbündeten die Welt der lebenden. Und eine Person lässt Lyra einfach nicht los, Roger.
Doch das Alethiometer hat für die beiden eine Aufgabe, findet Wills Vater. ...
Das zweite Buch der Trilogie ist zwar schwächer als das erste und dennoch gut und flüssig zu lesen. Während sich die Geschichte im ersten Buch einzig um Lyra und ihr Schicksal drehte, ist im zweiten Buch Will Parry die Hauptperson. Sein Schicksal welches mit dem des magischen Messers verknüpft ist. Ähnlich angelegt wie die Verbindung zwischen Lyra und dem Alethiometer im ersten Buch.
In Teilen des Buches wirkt Lyra etwas unterwürfig gegenüber Will, was mich ehrlich gesagt überrascht hat, und auch überhaupt nicht zu der Lyra im ersten Buch passte. Doch auch der neue Charakter Will findet sich gut in die Geschichte ein, und wird den Lesern auch im dritten und letzten Band zu spannenden Abenteuern ehtführen.
5 verdiente Sterne!!!
Der Kampf zwischen Gut und Böse spitzt sich zu, 9. Januar 2008
"Das Magische Messer" ist typisch für den Mittelteil einer Trilogie. Einerseits werden die Handlungsstränge von "Der Goldene Kompass" weitergesponnen, andererseits klingt durch, worauf es in Band III, "Das Bernstein Teleskop", hinausläuft: auf den ultimativen Kampf Gut gegen Böse. So endet der Roman auch mit einem Cliffhanger, der die Neugier nach dem dritten Buch geschickt schürt.
Am Anfang der Geschichte wird Lyra Listenreich in eine Parallelwelt verschlagen, die nur von Kindern bevölkert ist. Alle Erwachsenen werden von schemenhaften Gespenstern gejagt. In der Stadt Cittàgazze trifft sie auf einen Jungen aus unserer Welt. Er heißt Will Parry und gelangte durch eine Anomalie in diese Kinderwelt. Gemeinsam machen sich Lyra und Will auf die Suche nach dem Magischen Messer, der gefährlichsten Waffe des Universums.
Im Oxford unserer Welt lauert derweil nicht nur der Geheimdienst auf Will und Lyra, sondern auch der sinistre Lord Boreal. Mithilfe der Elementarphysikerin Dr. Malone erfährt Lyra Geheimnisse über die dunkle Materie.
In Lyras Welt begibt sich währenddessen der texanische Aeronaut Lee Scoresby mit Hester, seiner hasenhaften Dæmonin, auf die Suche nach dem verschollenen Paläoarchäologen Stanislaus Grumman, der ebenfalls einen Durchgang in eine Parallelwelt gefunden haben soll. Scoresby stößt stattdessen auf den Schamanen Jopari.
Nicht nur das: Serafina Pekkala und ihre Hexen sind ebenso in Bewegung wie rebellierende Engel, die sich Lord Asriel zum Kampf gegen die Höchste Autorität anschließen wollen. Und die tödlich-schöne Mrs. Coulter schmiedet im Auftrag des Magisteriums weiter am Plan, Asriel zu stoppen.
Das alles ist nur eine kurze Aufzählung der Handlungsentwicklungen. Tatsächlich geschieht in Band II noch viel mehr. Wie in guten Geschichten üblich, müssen auch Gute ihr Leben lassen. Philip Pullman ist ein gelungener Cocktail aus Fantasy, fantastischer Physik und Religionskritik gelungen. Letztere mag nicht jedermanns Geschmacksnerv treffen, ist aber wegen ihrem herausfordernden Ansatz durchaus lesenswert. Man merkt, dass Pullman sich mit der faustischen Figur des Lord Asriel sehr identifiziert. Wie gut die Trilogie wirklich ist, kann erst nach Band III gesagt werden. Für Band zwei gibt's wie schon für den ersten fünf Sterne - vor allem wegen der gelungenen Schlusskapitel.
Fantasie ohne Ende, 7. Januar 2008
Selten habe ich eine Fortsetzung gelesen, die genauso spannend geschrieben ist wie sein Vorgänger.
Bei "Das magische Messer" hat Pullman wieder tief in die Fantasiekiste gegriffen und fesselt somit von der ersten Seite an den Leser.
Ein Muss für große und kleine Fantasy - Leser.
Immer noch sehr spannend, 7. Januar 2008
Mit dem zweiten Teil der Trilogie ist Pullman nicht mehr ganz auf der Höhe von DER GOLDENE KOMPASS, leider. Dafür beginnt der Autor hier für meinen Geschmack mit zuviel verquasten, pseudoreligiösen oder pseudo-antireligiösem Geschwafel...
Aber auch DAS MAGISCHE MESSER ist ein sehr spannender und packender Roman, den man gern und dann auch auf einen Rutsch durchliest. Lyra lernt hier Will Parry kennen, aus einer anderen Welt. Auch Will hat eine Aufgabe zu erfüllen, und die beiden Kinder merken, daß sie aufeinander angewiesen sind, wenn sie ihre jeweiligen Aufgaben lösen wollen. Im MAGISCHEN MESSER sind eigentlich die interessantesten Figuren Nebenfiguren, das liegt vielleicht daran, daß Pullman diese nicht so mit Botschaften befrachtet wie seine Hauptfiguren. Auf jeden Fall gibt's viel zu entdecken.
Mißlungene Fortsetzung, 2. Januar 2008
Vergleicht man Das Magische Messer direkt mit seinen Vorgänger Der Goldene Kompass, so wird man leider herb enttäuscht. Zuviele Dinge stören einfach, wie z.B. der junge Will die doch so aktive und tatkräftige Lyra immer mehr dominiert, bis diese schließlich nur noch auf seine Erlaubnis hin den goldenen Kompass benutzt. Auch daß Mrs. Coulter kurzzeitig im "God Modus" agiert und ohne hinreichende Erklärung nicht nur über die Geister herrscht, sondern ihnen sozusagen auch noch das Fliegen beibringt stört einfach beim lesen. So kann man nur mit Bedauern feststellen, daß Pullmann besser ein geschlossenes Ende bei seinen ersten Roman hätte schreiben sollen und sich somit die beiden Fortsetzungen hätte sparen sollen.
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