Kundenmeinungen
Wie tickt ein Kindermörder?, 16. Dezember 2007
Ebendieser Frage versucht Sabine Thiesler in ihrem Debütroman "Der Kindersammler" auf den Grund zu gehen. Bis dato hat Thiesler sehr erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen verfasst und es ist deshalb wenig erstaunlich, dass ihr mit ihrem Erstlingswerk solch ein Erfolg beschienen ist.
In Deutschland treibt ein Kindermörder sein Unwesen. Alle drei Jahre ist ein blonder, engelsgleicher Junge eines seiner Opfer. Als besonderes Zeichen arrangiert er die Toten in einer Essenssituation, so dass sie zunächst lebend wirken. Als Trophäe zieht er seinen Opfern einen Eckzahn heraus und behält ihn als Andenken.
Der Leser lernt diesen Pädophilen kennen. Sein Name ist Alfred und anhand eines Psychogramms erfährt man andeutungsweise von der anormalen Lebensweise dieses Mannes. Die Komissarin Mareike wird schon früh mit diesem Fall konfrontiert, doch es gelingt der Polizei in keinster Weise, sich dem Täter anzunähern. Dann ist plötzlich Stillstand und die Kindermorde hören auf.
Durch Zufall erfährt Mareike aus einer Fernsehsendung Jahre später, dass es in Italien ganz ähnlich gelagerte Gälle gibt. Nur hier sind die Kinderleichen spurlos verschwunden. Die Morde lassen ihr keine Ruhe und so überredet sie ihre Familie, mit ihr Urlaub in der Toscana zu machen, damit sie dem Mörder ganz nahe ist.
Thielser lässt die Handlung über mehrere Handlungsstränge laufen. Zum einen schildert sie die dramatische Lebenswende, die in den Opferfamilien mit den Kindermorden einhergehen. Diese Passagen sind ihr sehr gut gelungen. Zum anderen lernt der Leser Alfred, den Täter kennen, seine Lebensweise, andeutungsweise seine Beweggründe. Dann führt die Handlung über die Ermittler in diesem Fall und zulezt über Anne, der das plötzliche Verschwinden ihres Sohnes keine Ruhe lässt.
Thiesler ist ein sehr spannender, distanziert geschriebener Roman gelungen. Keineswegs sympathisiert man mit dem Täter, vielmehr fühlt man Empathie mit den Opferfamilien. Sie hat sich sehr gelungen eines äußerst schwierigen Themas angenommen und die Gradwanderung zwischen fortlaufender Handlung und Voyeurismus gelingt ihr wirklich sehr gut.
Lesen!
Langweilig, 14. Dezember 2007
Ich habe schon lange kein so langweiliges Buch mehr gelesen. Es kommt nicht einmal richtige Spannung auf. Von einen Thriller erwarte ich, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Das war in diesem Buch leider nicht ein einziges mal der Fall. Schade, aber ich kann das Buch nicht weiterempfehlen.
Durchschnitt!, 12. Dezember 2007
Sabine Thieslers Buch "Der Kindersammler" greift sicherlich ein heikles Thema auf und verarbeitet dies sehr gut, was die Sicht der Opfer - besser: der Eltern ermordeter Kinder - angeht. Ansonsten bleibt der Roman im durchschnittlichen Rahmen. Das Meiste ist fuerchterlich vorhersehbar, was die Spannung m. E. erheblich truebt (welch Zufall, dass der Adoptivsohn der Kommissarin genau dem Opferprofil entspricht ... u.v.m.). Darueber hinaus fehlt es oft an Logik. Das gilt insbesondere fuer das Verhalten der Polizistin, die im letzten Viertel mit ihrer Familie - darunter der erwaehnte Adoptivsohn - sich in die Hoehle des Loewen begibt. Auf solch banale Weise muss man als Autor(in) keinen Showdown kreieren! Auch der Taeter - dem Leser von Anfang an bekannt - und sein Umfeld ueberzeugen nicht wirklich.
Endlich bedient sich Sabine Thiesler auch "sozialkritischer" Aspekte, um das Buch ja dem Zeitgeist anzupassen - wie z. B. die homosexuelle Beziehung der Polizeibeamtin. Bitte das jetzt nicht missverstehen: Nichts gegen diese Themen, schon gar nichts gegen Homosexuelle. Doch sollte das nicht in so krampfhafter und durchschaubarer Art geschehen.
Fazit: "Der Kindersammler" lohnt sich mit Sicherheit als Lektuere im Urlaub, doch sollte man kein Highlight der (Kriminal-)Literatur erwarten.
Sehr gutes Buch, 11. Dezember 2007
Der Autorin ist hiermit ein sehr gutes Buch gelungen.
Es ist sehr gut und spannend geschrieben, es fesselt bis zum Schluss.
Allerdings geht meines Erachtens am Ende alles etwas zu schnell, dafür, dass vorher so viel erzählt wurde. Der Ausgang der eigentlichen Geschichte wird dann auf den letzten 30 Seiten abgehandelt.
Trotzdem absolut empfehlenswert!!
geht so....., 11. Dezember 2007
Ich hab das Buch auf dem Flohmarkt "ergattert". Der Verkäufer sprach von einem Hammer-Buch.
Naja, nachdem ich es fertig gelesen habe, muß ich sagen so grausam wie es teils dargestellt wird (eine Freundin hat's nicht weitergelesen.....zu grausam), kann ich leider nicht bestätigen, natürlich ist es sehr schlimm wenn Kinder auf nimmerwiedersehen verschwinden (mich bitte nicht falsch verstehen).
Aber die Story ist durchschaubar und am Ende taucht "einer" auf, von dem man vorher nur kurz etwas gehört hatte.....
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