Kundenmeinungen
Top Reiseführer, 22. Mai 2008
Ein sehr tolles Buch: ein Reiseführer getarnt als Roman. Kaminer versteht es, ironisch und mit sehr guter Beobachtungsgabe Berlin und seine Einwohner zu beschreiben. Er gibt Insidertipps, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer stehen. Zum Schluss ist alles noch mal mit einer kleinen Erklärung und Öffnungszeiten aufgelistet.Toll!!!
ein Wahlberliner charakterisiert die Berliner mit viel Gefühl, 22. Mai 2008
Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren, lebt seit 1990 in Berlin.Das Multitalent Kaminer gehört mittlerweile zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren in Deutschland. Um die Berliner so zu beschreiben, wie Kaminer dies macht, muss man Berlin und die Eigenheiten der Berliner schon sehr in Herz geschlossen haben. Beim Lesen des Buches kommt man aus dem Schmunzeln oder Lachen nicht heraus. Obwohl Kaminer kein geborener Berliner ist, gehört er zu den populärsten und bekanntesten Einwohner unserer Hauptstadt. Der Autor erzählt u.a. etwas über die Geschichte Berlins, über Großereignisse, den Berliner Dialekt, das Shoppen, die Gastronomie, die Bildung, seine Touristen usw. Ein gelungener Spass und im Grunde eine Liebeserklärung an Berlin. Ein gutes Geschenk für alle nicht Berliner und eine Lesespass für Berliner, die sich noch nicht als Berliner kennen.
Das Geheimnis seines Erfolges..., 18. Dezember 2007
... herauszufinden, ist gar nicht so schwierig: Er schreibt, als wolle er sagen: "Ich bin Russe, und mein Standpunkt ist kein anderer als der eines Außerirdischen. Also wenn mir etwas komisch erscheint im deutschen Hauptstadtleben, es gibt keinen Grund, das nicht auch auszusprechen." Ein Außenstehender, sei er Russe oder Außerirdischer, darf das - ein Eingeborener mit dem gleichen Sujet käme sich wahrscheinlich bieder, unangesagt oder gar provenziell vor, gäbe er zu, daß auch er sich wundert über: ein Tiergarten ohne Tiere, Berge mit der beachtlichen Höhe von 120 Metern oder der Umgang mit Fußball und anderen Begleiterscheinungen des täglichen Lebens. Kaminer schreibt, was wir anderen alle schon immer hatten sagen wollen, aber weder ausdrücken können nur uns sagen trauen. Und da er ein excellenter Beobachter ist und das Beobachtete messerscharf auf den Punkt bringt, ist das Ergebnis einfach nur großartig.
Hauptstädte und ihre Macken..., 23. November 2007
Dies Buch war mein erster Kaminer, den ich um Pfingsten rum auf einem 5 tägigen Tripp nach Berlin gelesen habe. Und ich muss sagen ich war und bin vollkommen begeistert, da vieles was Kaminer schreibt auf Berlin und seine Bevölkerung passt wie die Faust aufs Auge. Selbst wenn man "nur" Tourist ist, so bekommt man schnell einen Blick für das was Wladimir Kaminer in einer liebevoll witzigen Art beschreibt!
Humor für Touristen und Einheimische, 4. Oktober 2007
"Wenn die Deutschen im Ausland gelobt werden, dann stets von den Falschen und für Taten, die das Land selbst am liebsten schnell vergessen würde. Die Iren verlieren manch gutes Wort über die Deutschen, weil sie einst England bombardiert haben; die Araber würdigen sie für den Versuch, die jüdische Bevölkerung auszurotten; die Japaner sehen den Deutschen gerne im Fernsehen beim Jodeln zu; und die Russen halten die deutschen Pornofilme für die härtesten der Welt. Ich habe sie selbst nicht gesehen, man hat es mir erzählt."In diesem Zitat steckt alles was das Buch ausmacht: die Ironie, die humorvolle Darstellung der Deutschen (Geschichte), die Anspielungen auf seine Vergangenheit in Russland und Vergleiche mit anderen Ländern dieser Welt.Wladimir Kaminer vermag selbst die schlechtesten Aspekte der Deutschen in einem humorvoll ironischen Ton irgendwie "vertretbar" zu machen, also auch für Nichtberliner geeignet! Natürlich haben Berliner oder Leute die eine Bindung zu Berlin haben einen besseren Zugang zu Kaminers Darstellungen, welche ironisch originalgetreu über das Leben und Zusammenleben in Berlin berichten.Im Anhang zu jedem Kapitel finden sich Tipps zu jedem zuvor beschriebenen Ereignis. Wer sich jetzt von diesem Buch einen typischen Reiseführer erhofft wird jedoch enttäuscht. Kaminer berichtet nicht über die Top-Sehenswürdigkeiten für Foto-Touristen, eher über die Orte an denen man typisches Berliner Verhalten finden kann. Also kein Reiseführer über Berlin sondern über Berliner.Allgemein lässt sich sagen, dass Wladimir Kaminers "Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen" für jeden Berlininteressierten geeignet ist und durch seine humorvolle Art nett zu lesen.
|