Kundenmeinungen
Harter Tobak..., 2. Februar 2008
...um sein Leben nach diesem "Leitfaden" umkrempeln zu wollen, bedarf es sehr viel Mut und Enthusiasmus.Habe das Buch bzw. "einige schwer verdauliche" Passagen, wie die Empfehlung gegen Ende gegeben wurde, des Öfteren gelesen, es hat sich mir aber leider nicht bis in die letzte Faser meines Seins erschlossen, tut mir leid, aber ich scheine wirklich in den Mittdreissigern noch nicht "Reif" zu sein für diese Zeilen.
Trotzdem 3 Sternchen für so einige einleuchtende Metaphern, auf die ich trotz aller Simplizität niemals gekommen wäre...vielleicht gerade deshalb !!! Aber habe trotzdem gerade das zweite Werk begonnen, vielleicht werde ich dessen Geheimnis gewahr ?!!!
"Gib' Dich selbst auf u. es ist egal wen Du heiratest...", 14. Januar 2008
OK, die von mir gewählte Überschrift ist eine etwas satirische Überhöhung, aber für mich ist das mehr oder weniger der "Subtext" oder die "Metaebene" des Buches.
Der Titel dieses "Werkes" ist ja schon wirklich absolut "dümmlich", denn mal im ernst, es ist doch wohl nie egal wen man/frau heiratet, das müßte selbst dem schlichtesten Gemüt einleuchten, soviel mal vorneweg.
Ansonsten kann ich nur sagen, mir kommt es so vor, als hätten die Zurhorsts mal schnell aus ihrer eigenen Krise Kapital geschlagen, sorry !!! Daß das Ehepaar Zurhorst selber seine Krise bewältigt hat u. zusammengeblieben ist, kann aber noch lange kein Grund dafür sein, daß man einen Ratgeber daraus macht, der dem geneigten Leser/IN vermittelt "hauptsache Du bist bei Dir u. liebst Dich selber, dann ist es auch egal mit wem Du zusammen bist u. wie derjenige sich Dir gegenüber verhält, es gibt ja noch die Beziehungsarbeit, die dann alles wieder rausreißt", tja, so einfach ist es eben nicht. Was mir an dem Buch nicht gefällt ist, das irgendwie die Message rüberkommt, egal wie unzufrieden du mit deiner Beziehung /mit deinem Partner bist, bleib' mit ihm zusammen u. alles wird gut, wenn Du nur daran arbeitest. So einfach ist es eben nicht. Ich meine, ist Frau Zurhorst vielleicht mal auf die Idee gekommen, das etliche Leute sich trennen, weil sie ihren Partner schlicht u. ergreifend nicht mehr lieben oder keine Lust darauf haben, wenn sie vielleicht schon zum zweiten oder dritten Mal an ein ähnliches Partnerexemplar geraten sind, noch weiter mit jemandem zusammenzusein, der ganz einfach nicht zu einem paßt, weil sich nach einer Weile herausgestellt hat, das die Charaktere/Interessen eben doch Welten trennen. Warum in aller Welt soll man an so einer Partnerschaft mit aller Gewalt festhalten, das ist doch vergebene Liebesmüh u. was noch viel schlimmer ist, sinnlos vertane Lebenszeit, die man vielleicht schon mit dem wirklich "richtigen" Partner, wenn man denn "frei" gewesen wäre, hätte verbringen können. Ich bin bestimmt niemand der schnell u. leichtfertig etwas abbricht, aber ich bin immer noch der Meinung "lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende", oder wem das zu theatralisch ist, wie wär's dann hiermit "hoffen u. harren macht so manchen zum Narren". Die "Erkenntnisse" des Buches u. gut gemeinten Ratschläge ("Ratschläge sind auch Schläge" heißt es ja bekanntlich) sind mir zu schlicht, zu simpel u. gehen ein ganzes Stück weit an der Lebensrealität vorbei, weil hinter ihnen der Wunsch steckt, das es doch schön wäre, wenn es klappen würde, aber welche Wünsche gehen schon in Erfüllung, ja wohl die wenigsten, auf so etwas kann man nicht sein Lebensglück aufbauen. Da viele Leute auch gerne den falschen Partner heiraten, ist es auch kein Wunder, wenn sie dies über kurz oder lang auch feststellen u. die Konsequenzen daraus ziehen u. sich wieder trennen, das ist doch eine sehr sinnvolle Sache u. für beide Teile das Beste. Wer kennt sie schließlich nicht die Leutchen aus dem eigenen Bekanntenkreis, die immer wieder die gleichen Partnerschaftshorrormeldungen im "Gepäck" haben, da sind z.B. betrogene Ehefrauen, die sich ja eigentlich nur ein bißchen schicker kleiden müßten u. etwas gefälliger insgesamt rüberkommen müßten u. schon würde der gute Gatte gar nicht mehr fremd gehen, selber schuld !!! Ja, wenn das so einfach wäre, der Ratgeber von Frau Zurhorst macht glauben, das es genau so einfach ist, arbeite an deinen eigenen Fehlern u. der Partner re-agiert dann darauf u. alles wird schlußendlich gut (höchstwahrscheinlich). Wieviel Elend u. Leid allerdings damit verbunden sind bis man die Krise gemeinsam überwunden hat oder ob man nur seine Leidenszeit künstlich verlängert, überlasse ich Ihrer Phantasie. Wer sagt denn eigentlich, das es falsch ist, mehrere Partner im Leben gehabt zu haben, u. das nur der berühmte eine der alleinseligmachende gewesen wäre, das ist mir zu dogmatisch. Ich finde die Vorstellung jedenfalls nicht sehr verlockend mit dem falschen Partner zusammenzubleiben, weil viele Fehler in einer Partnerschaft, doch nie ganz verschwinden, egal wie sehr man/frau daran arbeitet, sondern sie suchen sich häufig nur andere Ausdrucksweisen u. verschieben sich, da Menschen nun mal so sind wie sie sind u. ändern tun sich nur die allerwenigsten. Sagen wir mal so, ob diejenigen, die nicht an ihrer unglücklichen Beziehung festgehalten haben am Ende glücklicher sind als diejenigen die an ihrer Beziehung unter Umständen jahrelang gearbeitet haben u. zusammengeblieben sind, das weiß ich auch nicht, aber eins weiß ich ganz sicher, sie hatten unter Garantie mehr Abwechslung u. damit mehr Lebendigkeit u. Spaß am Leben, weil sie weniger Streit hatten, wetten ?!!!
Spiegel der abgespaltenen Gefuehle bei anderen, 11. Januar 2008
Ich habe das Buch nicht von A-Z durchgelesen; sondern nur die Kapitel; die mir entsprachen. Vor allem hat mich schockiert, dass genau die Leute; wie z.B. mein Mann; deren gewisse Eigenschaften oder Verhaltensweisen ich verabscheue, ein Teil meiner abgespaltenen Gefühle sind, z. B. Aggressionen. Immer wieder stoße ich auf unfreundliche aggressive Menschen, mit denen ich schwer umgehen kann. Mir ist nun richtig klar geworden ist; dass ich Wut und Aggression selbst nicht ausdrücken kann, d. h. meine aggressiven Gefühle auszudrücken ohne den anderen anzugreifen oder herumzuschreien. Es ist wirklich interessant; in anderen den Spiegel seiner "vergrabenen" Gefühle zu sein.
Nicht gefallen; daher keine 5 Sterne hat mir der recht lange Kapitel über Gott mit den von Frau Zurhorst aufgeführten extremen Beispielen; wie beinahe erschossen in Südafrika; mit dem Bus beinahe abgestürzt, etc., der sie zum Glauben gebracht hat, ganz davon abgesehen; dass diese Beispiele nicht dem üblichen Alltag in Europa entsprechen.
Die abgespaltenen Gefühle zu integrieren ist natürlich ein schwieriger Prozess und rettet nicht sofort die Ehe, aber hilft seinem eigenen Selbstgefühl.
Insgesamt fand ich das Buch sehr lesenswert, da auch einfach und ansprechend geschrieben.
Nur für Ausgewählte? Und 300 Seiten zuviel, 26. Dezember 2007
Den Ansatz fand ich sehr überzeugend. Er hat auch mir sehr geholfen. Warum dann nur 2 Sterne?
Minus 1 Stern für den Ausschluß von Homosexuellen und Nicht-Christen.
Minus 1 Stern für die endlose Ausbreitung des Themas. Mir hätten 50 kompakte Seiten gereicht, anderen sicher 150. Zumal kaum konkrete praktische Hilfen beschrieben werden.
Minus 1 Stern für den Schlenker zur Religiösität. Ich habe den Eindruck, diese ihre Überzeugung musste noch untergebracht werden. Den Schlenker weg zu lassen, hätte an der Behandlung des Themas Beziehung wenig geändert - oder treffen die Inhalte nur für gläubige Chirsten zu?
Empfehlenswert, 26. Dezember 2007
Ich habe dieses Buch bei einem Überraschungspaket erhalten und dachte mir zu erst "Was ist denn des für ein Sch...". Somit wanderte es im Bücherregal, um zu verstauben. Dachte ich- jedoch falsch gedacht. Als sich in meiner Beziehung eine ziemliche Krise in Gang gesetzt hatte und ich nicht mehr ein noch aus wusste und im Kopf sich schon das Ende der Beziehung manifestierte, fiel mir dieses Buch ein (da stand es bereits seid über einem Jahr im Bücherregal). Ich dachte mir, mehr als totaler Blödsinn kann da auch nicht drin stehen. Doch mit jeder Seite die ich lass, wuchs mein Wunsch diese Beziehung nicht aufzugeben, sondern ernsthaft darum zu kämpfen. Ich muß dazu sagen, das ich eigentlich jemand bin oder besser gesagt war, der vorher, sobald ernsthafte Probleme in einer Beziehung auftauchten, meine Koffer packte und mich verdünisiert habe. Ich kann wirklich jeden nur dieses Buch empfehlen, wenn man an und in seiner Beziehung wachsen will und sich ehrlich beobachtet, denn das Buch arbeitet mit der Spiegelgesetzmethode. Ich habe mir heute den zweiten Teil bestellt und hoffe, noch weiter wachsen zu dürfen.
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