Kundenmeinungen
Heilung durch Erkenntnis, 9. Oktober 2007
Die beiden Verfasser arbeiteten während der 80er Jahre intensiv zusammen und schufen mit diesem Werk einen hervorragenden und leicht nachvollziehbaren Abriss des psychosomatischen Beziehungsgeflechts im menschlichen wie im kosmischen Organismus. Die Autoren verfügen dabei über unterschiedliche Herangehensweisen, die sich im Buch allerdings zu einer homogenen Entität vereinen. Thorwald Dethlefsen zählt zu recht zu den inspiriertesten esoterischen Schriftstellern, seine einschlägigen Schriften fesselten ein Millionenpublikum und eröffneten ihm eine völlig neue Sicht der Welt. Dethlefsen zeigt unter anderem auch in diesem Buch, dass ernsthaft betriebene Esoterik auf ehernen Grundsätzen beruht und festen Gesetzmäßigkeiten folgt.
Das Problem der zeitgemäßen Esoterik beruht ja gerade auf dem teils überhandnehmenden Wildwuchs, der ihr teilweise erhebliche Kritik einbrachte. Dethlefsen hingegen zeigt anschaulich, dass es hinter der sichtbaren Welt Ordnungsprinzipien gibt, die genauso zuverlässig und zwingend sind wie die physikalischen Naturgesetze. Der Grund für ihre geringe Bekanntheit liegt in der allgemeinen Dominanz der rationalen Wissenschaft. Dethlefsen weist mit bestechender Klarheit darauf hin, dass das wissenschaftlich-analytische Denken nur dem Weltbild der linken Gehirnhemisphäre und damit dem linearen, deduktiven Denken folgt. Anhand der Polaritätslehre zeigt er, dass es zum rational-wissenschftlichen Denken auch noch den Gegenpol des nicht minder bedeutsamen ganzheitlich-bildhaften Denkens gibt.
Während ersteres dem vertikalen, also geradlinigen Denkmodell folgt, denkt die Esoterik einschließlich aller Disziplinen in analogen, qualitativen und morphologischen Dimensionen. Es bringt Wesensqualitäten unterschiedlichster Betrachtungsebenen alleine aufgrund ihrer inhaltlichen Verwandtschaft miteinander in Beziehung. Den Bezugsrahmen dieses Denkens bilden Wesensarchetypen, die uns in der hermetischen Lehre, also in der traditionellen Esoterik, als "Planetenkräfte" begegnen. Die Gesamtheit aller beobachtbaren Phänomene lässt sich also einem dieser Planetensymbole zuordnen. Daraus ergeben sich verschiedene analoge Verwandtschaftsverhältnisse, die sich nicht durch materielle, sondern durch inhaltlich-qualitative Ähnlichkeit ergeben (Wesensverwandtschaft).
hier zwei Beispiele:
Sonne = männlich, Tag, Bewusstsein, Verstand, elektrisch, sauer
Mond = weiblich, Nacht, Unterbewusstsein, Gefühl, magnetisch, alkalisch
Es ist müßig, darauf hinzuweisen, dass gerde recht verstandene Astrologie und Homöopathie diesem analogen oder "senkrechten" Weltbild folgen. Durch ihren völlig unterschiedlichen Ansatz sind sie mit wissenschaftlich-rationalem Denken nicht in Übreinstimmung zu bringen - sie bilden in ihrer Systematik eben gerade den Gegenpol zum analytisch-sezierenden Charakter der "klassischen" Naturwissenschaften. Astrologie, Homöopathie, Spagyrik und Magie denken in Bildern, Entsprechungen und Gesamtzusammenhängen, unabhängig von der jeweils gewählten Bezugsebene (Sternenhimmel, Gemütslage, menschliches Sozialverhalten etc.). Deshalb sind sie aber nicht weniger systematisch, logisch oder gesetzmäßig als ihre wissenschaftlichen Penadants, sie werden jedoch meist schon vom Ansatz her falsch verstanden.
Echte, esoterische Astrologie beruft sich auch niemals auf fragwürdige "Gestirnseinflüsse", sie versucht lediglich das irdische Geschehen anhand der gesetzmäßigen Bewegungen auf der planetarischen Ebene analog zu deuten, sie projiziert somit die Verhältnisse der einen, gut beobachtbaren Ebene auf die andere, verworren und undurchsichtig erscheinende. Dieses Vorgehen folgt dem fundamentalen hermetischen Grundsatz der da lautet "wie oben, so auch unten".
Dieses Prinzip lässt sich allerdings auch auf die vermeintlichen Gegensatzpaare "innen" (Seele) und "außen" (Körper) oder Mikrokosmos (Mensch) und Makrokosmos (Weltganzes) anwenden. In diesem esoterischen Weltbild fehlt also das in der rationalen Naturwissenschaft zwecks Nachweisbarkeit obligatorische "Kausalverhältnis", statt dessen gilt das Prinzip der Synchronizität, also der Grundsatz der Gleichzeitigkeit, der sich auf faszinierende Weise auch in der modernen, vom Lehrgebäude der klassischen Physik abweichenden Quantenlehre zeigt.
Ausgehend von esoterischen Gesetzmäßigkeiten und Grundtatbeständen, wie sie in allen Kulturen und Weisheitslehren existieren, erläutert Dethlefsen die Methode des Hinterfragens von Krankheitsbildern. Er veranschaulicht, wie innere (emotionale, spirituelle, mentale) mit äußeren (körperlichen, habituellen, sozialen) Erscheinungen in Verbindung stehen und erläutert anhand dessen eine von alters her bewährte psychosomatische Heilkunde. Dabei enthüllt er den hinter allen Krankheitssymptomen stehenden "Sinn", also die Kernaussage, Botschaft oder Bedeutung, die sich hinter jedem Krankheitsbild verbirgt.
Wie schon erwähnt, vermittelt dieses Buch ein Verständnis des ganzheitlichen Denkens. Darunter fallen auch Themen wie Gut und Böse, Sünde, Polarität und Einheit. Sünde wird in der Esoterik als Abweichung von der ursprünglichen Harmonie begriffen, als Störung des Gleichgewichts der allem innewohnenden Polarität, wie man sie beispielsweise auch in der Elektrizitäts- und Schwingungslehre findet. Die hinter der Polarität stehende Einheit oder "Ewigkeit" im Sinne von Zeitlosigkeit benötigt zum Zwecke der Manifestation und Erkenntnis ein bipolares Bewusstsein, um Zeit und verschiedenartige Seinszustände wahrzunehmen und in ihrer Unterschiedlichkeit zu "erkennen".
Dieses Buch behandelt darauf aufbauend auch die Prinzipien von Licht und Schatten. Dabei geht es um den auch in der Tiefenpsychologie bekannten seelischen Schatten, der ins Unbewusste verdrängte und nach außen drängende Persönlichkeitsanteile umfasst, die laut der psychosomatischen Lehre das Bestreben haben sich zu somatisieren, die also körperliche, sichtbare Symptome erzeugen, um ihrer Verdrängung zu "entkommen". Dethlefsen geht mit faszinierender Klarheit und Anschaulichkeit vom Transzendenten zum Sinnfälligen und Konkreten und bedient sich dabei einer nüchternen, einfachen und verständlichen Sprache.
Die spirituelle Lehre sieht in jeder seelisch-körperlichen Störung die Manifestation eines inneren Ungleichgewichts bzw. einer mitunter ernsthaften Entwicklungskrise, die richtig gedeutet schon den Hinweis auf die rechte Therapie beinhaltet, welche nicht zuletzt in einer Bewußtseins- und Verhaltensänderung besteht. Diese Bewusstseinsveränderung setzt allerdings einen Erkenntnisprozess voraus, zu dem dieses Buch in leicht verständlichen Schritten verhelfen will. Heilung bedeutet demnach nichts anderes als "Ganzwerdung", wozu die Erkenntnis verdrängter Bewusstseinsinhalte und die Integration überfälliger Lernschitte verhelfen will. Die hier gelehrte korrekte Deutung der körperlichen und seelischen Symptomsprache soll diesen mitunter folgenschweren Erkenntnisprozess erheblich befördern bzw. initiieren.
Neben dem allgemeinen Teil Dethlefsens (Theoretische Voraussetzungen zum Verständnis von Krankheit und Heilung) beinhaltet das Buch einen sehr ausführlichen speziellen Teil Dethlefsens und Dahlkes (Deutung und Be-Deutung der Krankheitsbilder), der die Anwendung der Lehre in der Praxis nachvollziehbar erläutert. Dieses Buch liest sich von vorne bis hinten spannend wie ein guter Kriminalroman.
Der Hauptverfasser Thorwald Dethlefsen hat sich in den 90er Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, während sein Koautor Dahlke dessen Vermächtnis weiterpflegt und von Veröffentlichung zu Veröffentlichung eilt. Trotz der thematisch eng verwandten Nachfolgewerke gelang es dem Mediziner Dahlke nicht, an die spirituelle Tiefe und die schlichte, bestechende Weisheit Dethlefsens anzuknüpfen. Kein zweiter vermag die Grundsätze des esoterischen Weltbildes so bildhaft und einleuchtend zu erklären wie er.
Dieses Buch über die seelisch-körperlichen Beziehungen ist in seiner Wirkung bisher unübertroffen und einzigartig. Wer sich noch tiefer in die theoretischen Grundlagen der Analogielehre einarbeiten will, sollte auch die anderen Bücher Dethlefsens lesen, insbesondere "Schicksal als Chance", "Ausgewählte Texte" und "Ödipus der Rätsellöser". Die Dethlefsen-Schüler Rüdiger Dahlke und Nikolaus Klein verfassten das Buch "Das senkrechte Weltbild. Symbolisches Denken in astrologischen Urprinzipien", das umfangreiche Entsprechungstabellen für alle Analogieebenen enthält.
Ein sehr hilfreiches Werk ..., 18. April 2007
... zumindest war es das für mich Ende 1989, als ich es zum ersten Mal las und damals an sehr heftigen Hautveränderungen litt, die dermatologisch als "Neurodermitis" abgestempelt und mit Kortison unterdrückt wurden. Als ich nach vier Jahren dieser "Behandlung" durch den wohlwollenden Hinweis eines anderen Hautarztes das Kortisonpräparat absetzte, blühte die Haut heftig auf. Ich stellte auch fest, dass ich auf so ziemlich alles, was man so essen konnte, allergisch (also mit verstärktem Juckreiz) reagierte. Ich las in dieser Zeit das Kapitel über Allergien in "Krankheit als Weg", das mich (zusammen mit der Anwendung klassischer Homöopathie und bioenergetischer Körperübungen) von meinen Allergieschüben befreite, als ich verstand, dass ich mir die Allergien selbst erschaffen hatte.
Das war für mich ein kraftvolles Schlüsselerlebnis, das mein Leben privat und beruflich bis heute entscheidend zum Positiven geprägt hat. Dieses Buch lädt dazu ein, Eigenverantwortung für seine Krankheiten zu übernehmen. Natürlich wird den Menschen in vielen Arztpraxen und Pharmaforen eingeredet, sie empfingen dort "Respekt", wenn man sie in ihrer Opferhaltung der Machtlosigkeit gegenüber Krankheit bestärkt.
Dieses Buch tut genau das nicht. Dieses Buch liefert Gedankenanstöße zur Eigenverantwortung, die durch die gute Kombination der Autoren die Bereiche tiefen angewandten esoterischen Wissens (Thorwald Dethlefsen) und mitfühlender ganzheitlicher Medizin (Dr. Rüdiger Dahlke) beinhalten. Ergänzend empfehle ich noch "Schicksal als Chance" zur Einführung in echtes esoterisches Denken von Dethlefsen und "Krankheit als Sprache der Seele" zur Vertiefung und Erweiterung der esoterischen Deutung verschiedener Symptome von Dahlke.
Gefährliche Vulgärpsychologie, 9. März 2007
Bei vielen Krankheiten ist die Ursache klar - z. B. bei Lungenkrebs, über den sich ein Kettenraucher nicht wundern darf.
Aber was ist mit Krankheiten, deren Ursachen (noch) nicht bekannt ist? Oder Krankheiten, die sich simplen Erklärungen entziehen?
Hier treten Leute wie Dahlke und Co. auf den Plan und finden bzw. ERFINDEN psychische Ursachen. Die beiden lassen keine Krankheit aus, von Schnupfen bis Aids ist alles vertreten.
Ein Beispiel: Warum werden Leute kurzsichtig? Antwort: Weil sie etwas in ihrem Leben nicht sehen wollen. Und was wollen sie nicht sehen? Sich selbst!
Sie lachen? Die Autoren meinen es aber ganz ernst.
Was für Ursachen hat Akne? Laut Dahlke liegt es an einem verkrampften Verhältnis zur Sexualität - und deshalb hätten Jugendliche so oft unreine Haut. Klar, alle Teenager haben Premierenängste, und viele von ihnen leiden unter Akne - aber der Zusammenhang ist dennoch reine Spekulation. Zwei Dinge, in diesem Fall Akne und Angst vor Sex, treten gleichzeitig auf, und prompt wird das eine zur Ursache des anderen erklärt.
Manches ist einfach nur unfreiwillig komisch, z. B. die tiefenpsychologische Erklärung für Übelkeit in der Schwangerschaft. Die Mutter will das Baby loswerden, weil sie es (oder ihren Mann) ablehnt (unbewußt natürlich). Aha, jetzt wissen wir's - alle Frauen mutieren also zu Beginn einer Schwangerschaft urplötzlich zu Männer- und Kinderhasserinnen, gewöhnen sich das aber glücklicherweise schnell wieder ab, denn die Übelkeit verschwindet ja meistens bald. Was für ein Unsinn! Daß sich schwangere Frauen oft übergeben müssen, liegt wahrscheinlich daran, daß der Embryo in den ersten Monaten gegen bestimmte Stoffe empfindlich ist und diese daher so schnell wie möglich ausgeschieden werden müssen - eine sehr einfache Erklärung und auch für naturwissenschaftliche Nieten wie mich leicht begreiflich!
Zum Lachen ist auch der angebliche Zusammenhang zwischen der Nase eines Mannes und dem, na, Sie wissen schon. Ein gewisser Unterhaltungswert ist daher nicht abzustreiten.
Leider ist nicht alles so lustig, vieles ist pure Infamie.
Müttern kleiner Kinder und Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, sollte dieses Buch nicht in die Hände fallen!
Mütter sind NATÜRLICH an sämtlichen Krankheiten ihrer Kinder schuld, z. B. an Milchschorf - laut Dahlke reagiert das Kind damit auf Kälte und Lieblosigkeit der Mutter! Eine Gemeinheit ist das - auch liebevoll behandelte Kinder können Milchschorf bekommen, ich habe es selbst erlebt beim Kind einer guten Freundin. Hier wird Schuld eingeredet, wo keine Schuld ist!
Noch schlimmer ist die Erklärung für Fehlgeburten - die betroffenen Frauen hatten nämlich angeblich auch den unbewußten Wunsch, das Baby loszuwerden - und der Körper ist dem Wunsch folgsam nachgekommen und hat das Baby hinausgeworfen!
Asthma ist laut Dahlke ein Zeichen für Besitzgier - die Kranken können nicht richtig ausatmen, und das bedeutet angeblich, daß sie nichts hergeben wollen - sie sind gewissermaßen zu geizig, um eingeatmete Luft wieder rauszulassen. Das ist doch absoluter Blödsinn!
Ja, und Blindheit und Taubheit haben natürlich auch seelische Ursachen!
Ein gutes Beispiel dafür, wie belastend diese fehlgeleitete Ursachenforschung ist, bietet das Buch "Der Klang von fallendem Schnee" von Bonnie Poitras Tucker - die Autobiographie einer Gehörlosen.
Tucker schreibt, "(...) dass (...) mein Onkel Maurice der Meinung war, meine Taubheit habe rein psychische Ursachen. Als angehender Kinderarzt hatte er die Theorie, dass ich unter irgendeinem emotionalen Trauma litte und es nur verarbeiten müsse, um wieder hören zu können. (...) Ich weiß noch, wie meiner Mutter die ständigen versteckten Anspielungen zu schaffen machten, dass mein noch nicht behobenes psychisches Problem eine fürchterliche Schande sei. Und ich erinnere mich an die Schuldgefühle, die mich beschlichen, dass ich etwas getan hatte (...), das mich daran hinderte zu hören."
Auch Krebs hat laut Dahlke und Dethlefsen psychische Ursachen. Das glauben wirklich viele Leute, aber diese Annahme beruht m. E. auf einem Denkfehler.
Beispiel: Ein Psychologe spricht mit Krebskranken und stellt fest, sie sind traurig und verängstigt. Daraus zieht er den voreiligen Schluß, Traurigkeit und Ängste hätten den Krebs verursacht - und kommt nicht auf die Idee, daß die Kranken vielleicht erst seit der schockierenden Diagnose traurig und ängstlich sind!
Vielleicht ist es ja genau umgekehrt - vielleicht macht nicht Traurigkeit krank, sondern Krankheit macht traurig! Vielleicht verhilft ein positives Körpergefühl eher zu guter Stimmung als ewiges Kranksein.
Ich empfehle einen Internet-Artikel, mit Google leicht zu finden: "Die Krebspersönlichkeit - Eine Mär hat ausgedient."
Nun bleibt noch eine Frage: Warum gehen so viele Leute Dahlke und ähnlichen Spinnern auf den Leim?
Zum einen ist es sicher der verständliche Wunsch nach Erklärungen, zum anderen wohl die vielgescholtene "Apparate-Medizin", die Kranke nur medizinisch versorgt, sie aber mit ihren seelischen Nöten im Stich läßt.
Natürlich sollten sich Ärzte auch um die Psyche ihrer Patienten kümmern! Man kann nicht zu jemandem sagen: "Übrigens, Sie haben Krebs, kommen Sie morgen zur Chemotherapie und tschüs" - klar, das geht nicht. Schwerkranke brauchen nicht nur Medikamente, sondern auch menschliche Anteilnahme.
Aber die zwanghafte Suche nach seelischen Ursachen für körperliche Gebrechen ist meistens nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich - sie macht Schuldgefühle, nach dem Motto: "Du hast falsch gelebt und falsch gedacht, deshalb wirst du krank - selber schuld!"
Liegt hier vielleicht der Hund begraben? Glauben die Leute: Wer eine gräßliche Krankheit bekommt, muß auch etwas Gräßliches getan haben?
Die vermeintliche Kenntnis der Ursachen gibt auch ein Gefühl der Sicherheit: Wenn ich immer richtig denke, werde ich nicht krank!
Auf diese Art glaubt man, alles im Griff zu haben.
Aber so einfach ist es eben nicht - man hat NICHT alles selbst in der Hand, und gegen gewisse Dinge ist man machtlos - manche schrecklichen Krankheiten können jeden aus heiterem Himmel treffen. Das zu akzeptieren, ist schwer, ich gebe es zu.
Nun ja, wir sind ja ein freies Land, jeder darf spinnen, wie er will! Und Erwachsene müssen selber wissen, was sie sich antun.
Zu bedauern sind aber Kinder, deren Eltern solchen Unsinn glauben. Vielleicht bekommt manches Kind keine Brille, weil seine Eltern meinen, sein Sehfehler sei irgendwie auf psychologische Weise zu korrigieren, und vielleicht verweigern manche ihrem Kind Medikamente, die es dringend bräuchte? Das kommt leider vor - Fälle von krebskranken Kindern, deren Eltern eine medizinische Behandlung ablehnten, haben ja schon deutsche Gerichte beschäftigt.
Fazit: Ein schlimmes Buch, das - wenn man es ernstnimmt - viel Schaden anrichten kann.
mehr als ein Buch über Krankheiten, 3. Februar 2007
Dieses Buch wurde mir empfohlen als Einstieg ins Thema Schmerzmanagement. Was ich vorfand war eine Anleitung zum totalen Umdenken meines Weltbildes. Ich bin noch gar nicht ganz fertig mit dem Buch, und empfehle es trotzdem schon aus vollem Herzen gerne weiter. Ich glaube es ist besonders für Menschen geeignet, die ihre Krankheiten als Strafe empfinden - und davon gibt es viel zu viele!
Hilfreiche Informationsquelle , 30. November 2006
Krankheit als Weg ist für mich immer wieder ein hilfreicher Ratgeber beim Erkennen der Sinnzusammenhänge zwischen den uns in unserer eher von kurzfristigen und oberflächlichen Themen bestimmten Zeit oftmals abhanden gekommenen intuitiven Wahrnehmung der eigentlichen, meist seelischen Ursachen von Krankheit und den nach außen sichtbaren, meist schmerzhaften, körperlichen Symptomen.
Aber allein das Wissen um die hinter einer Erkrankung stehende tiefer
liegende seelische Botschaft reicht meist nicht aus, um langfristige Heilung zu erreichen.
Hierzu sind oftmals eingehende, vor allem gerade bei chronischen Erkrankungen, langwierige Selbstanalysen, oft auch mit Hilfe eines guten Arztes, Therapeuten oder Heilers, nötig, um die in uns über Jahre wirkenden manifestierten Muster zu verändern, bzw. aufzulösen.
Dennoch stellt meines Erachtens das Buch von Dethlefsen und Dahlke eine hilfreiche und wichtige Informationsquelle für Betroffene und Interessierte dar, gerade in einer Zeit, die hauptsächlich von Verdrängung, Ablenkung und Symptomunterdrückung geprägt ist.
|