Kundenmeinungen
Ein sehr gut dargestellter Einzelfall, 2. Februar 2008
Als Mutter eines Asperger-Kindes habe ich das Buch mit größtem Interesse gelesen und ich muss sagen: Das Buch ist schon etwas Besonderes. Die Art, wie der Autor seine Sicht der Welt darstellt, trifft das Wesentliche. Eine hervorragende Übersetzung aus der Sprache der Autisten in die der sogenannten Normalen - so hervorragend, dass ich kaum fassen kann, dass der Autor eine solche Distanz zu sich selbst entwickeln konnte. Ein Beispiel dafür, dass Autisten oft mit einem hohen Maß an Intelligenz und Tapferkeit ihre eigene Behinderung kompensieren. Das Buch macht die Störung sehr anschaulich und hilft, Verständnis zu entwickeln.
Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Autismus - oder auch Asperger Autismus - ein weiteres Feld ist. Es gibt sehr unterschiedliche Erscheinungsformen. Was für Axel Brauns gilt, wird bei vielen anderen Autisten ganz anders sein. Mein eigenes Asperger-Kind habe ich nur an wenigen Stellen wiedergefunden.
Der Blick in eine andere Welt, 18. Januar 2008
Ich habe dieses Buch mit großem Eifer gelesen und es hat mich keineswegs enttäuscht.
Was mir jetzt besonders am Herzen liegt...das könnte jeder über seine Kindheit erzählen (bezug auf eine Rezension)?Nein das kann längst nicht jeder,denn längst nicht jeder von uns ist Autist!
Wir haben selber einen kleinen Jungen in der Familie der eine abgeschwächte Form vom Autismus hat und es ist einfach wunderbar zu lesen,wie Axel Brauns sein Leben beschreibt und uns einen Einblick in seine Welt gewährt.
"Der Dachs ist doch nur auf den Friedhof umgezogen",den Tod seines Vaters beschreibt er so gefühlvoll und schön,obwohl er es sicherlich nicht in dem Maße begreifen kann,wie andere trauernde Menschen.
Dieser Satz wird mich wirklich auf ewig begleiten "einfach umgezogen"
WUNDERVOLL!!
Eines der interessantesten deutschen Bücher dieser Jahre..., 15. Oktober 2007
.... wenn es schon nicht eins der besten Bücher ist, so steht dieses Werk von Axel Brauns doch für zehntausende von stummen Autisten in Deutschland, gibt einen Einblick in die Gefühlswelt und in das Leben eines Jungen, der so anders ist als seine Umwelt. Mit dem Film Rainman zusammen ist dieses Werk Pflichtwissen für alle, die aus der Nähe oder aus der Ferne mit Autisten zu tun haben. Über die Lektüre dieses mit sehr viel Sensibilität geschriebenen Buches taucht man in die Gedankenwelt von Axel ein, der den Leser immer wieder mit originellen Ausdrücken und Satzstellungen verblüfft. Gewiss ist es das Rezit einer ganz normalen Kindheit in Hamburg, doch verschafft es unvergessliche Eindrücke und der Leser stellt sich immer wieder die Frage, ob er nicht auch selbst autistische Züge an sich erkennen kann, so nahe ist Axel Brauns an unserer "Normalität".
Axel Brauns arbeitet heute als qualifizierter Angestellter bei einem Steuerberater, schreibt Bücher und ist seit kurzem sogar erfolgreicher Filmemacher. Buntschatten & Fledermäuse ist sein bekanntestes Werk, das auch in mehreren Sprachen übersetzt worden ist. Wie schon eingangs gesagt, ein wichtiges, aussergewöhnliches Werk der deutschen Literaturszene!
Wunderbar für betroffene Eltern!!!, 25. August 2007
Ich haben das Buch, als Mutter eines 8 jährigen Asperger-Jungen, in den Sommerferien gelesen. Zuerst hatte ich Zweifel, so eine Lektüre mit an den Strand zu nehmen. Ich brauchte aber nur einige Seiten um Antworten auf die vielen Fragen und Gedanken, die unser tägliches Leben begleiten, zu bekommen. Das Buch ist sehr gut "wegzulesen". Axel Brauns berichtet von den immer wiederkehrenden Ritualen, die für uns oft nicht sichtbar sind. Wiederholungen, Geräusche und Oberflächen, die das Leben von Aspergern begleiten. Auch die Schilderung der eigentlich sehr emotionalen Situationen in seinem Leben. Das ist sehr, sehr gut zu verstehen, wenn man selbst mit einem Asperger zusammenlebt!
Dieses Buch hat mir mehr Aufschluss über unseren Sohn gegeben, als die Fachlektüre, die man üblicherweise empfohlen bekommt.
Sehr zu empfehlen!
Tut mir leid..., 15. Juni 2007
... aber ich bin nicht über Seite 142 hinausgekommen. Was ist an diesem Buch so packend? Letzlich ist es doch dasselbe, was jeder über seine eigene Kindheit erzählen könnte: Spiele zu Hause und im Kindergarten, Geburtstagsfeiern, Sandkastenfreunde, gelegentliche Unfälle usw.
OK, der Autor hat seine eigene Weltsicht und eine originelle Sprache, aber die ständigen Wiederholungen sind ermüdend. Ich hatte immer den Eindruck, als hätte der Lektor zu ihm gesagt: "Höchste Zeit, dass du mal wieder das Bild mit der Dampfwalze einbaust."
Dazu kommt die nette Familie, der loyale Bruder, die vielen Freunde - all das ist ja wirklich schön für einen Jungen, der es sonst noch viel schwerer hätte - aber ist es auch lesenswert?
|