Kundenmeinungen
Interessante Informtationen - etwas dröge Darbietung, 13. Januar 2008
Giorgio Basile hat seine kriminelle Karriere sowohl in Kalabrien, wie auch im Ruhrgebiet vorangetrieben und hat es dabei sehr weit gebracht, bevor er verhaftet wurde und sich als ein Kronzeuge in ein Zeugenschutzprogramm der italienischen Justiz begab. Dieses Buch zeichnet seine "Karriere" anschaulich nach, wobei allerdings der Autor gelegentlich vergisst, welche Personen er seiner Leserschaft bereits vorgestellt hatte. Außerdem werden häufig eher überflüssige biographische Informationen von Kriminellen und Ermittlern eingefügt, die den Lesefluss etwas hemmen.
Von diesen handwerklichen Schwierigkeiten abgesehen, ist dieses Buch aber mit Bezug auf das Thema interessant und sollte zur Ergänzung der Berichterstattung des letzten Jahres von Interessierten durchaus wahrgenommen werden.
Kann man sich sparen, 16. Oktober 2007
Ich habe dieses Buch meinem Freund geschenkt, weil er sich (wie eigentlich alle Männer) sehr für die Mafia à la "Der Pate" interessiert. Und mit diesem Buch habe ich gehofft, ihm zu zeigen, wie es wirklich zugeht in der ehrenwerten Gesellschaft. Tja, war wohl nix.
Es kann natürlich sein, daß ich von dem Inhalt so enttäuscht war, weil ich es ein paar Wochen nach dem Sechsfachmord von Duisburg gelesen habe und so durch die Berichterstattung schon einiges über die Ndrangeta wußte. Jeder, der sich für die Geschehenisse vor der Pizzeria interessiert hat, weiß in etwa so viel über die Strukturen der kalabresischen Mafia, wie jemand, der "Das Engelsgesicht" gelesen hat.
Über die angeblich 30 Morde, in die die Hauptperson verwickelt gewesen sein soll erfährt man nur wenig bis gar nichts. Dafür aber umso mehr über Nebensächlichkeiten wie die extravagante Kleidung eines Polizisten, der nur sehr kurz vorkommt (ungelogen, seine Kleidung, sein Benehmen und sein Verhältnis zu seinen Kollegen wird ohne Sinn und Verstand über mehr als zwei Seiten ausgebreitet). Daran merkt man, daß der Autor eigentlich gar nicht so viel Material hatte, um ein wirklich informatives Buch zu schreiben. Viele wichtige Fragen bleiben unbeantwortet, z.B. warum alle Mafiosi ausgerechnet nach Mühlheim gehen. Was hat diese Stadt, die andere nicht haben?
Wen das nicht abschreckt, der stört sich vielleicht an dem hier schon häufiger kritisierten Schreibstil, in dem der Text verfasst wurde. Der ist so schlecht, daß man in das Buch beißen möchte. Das ist kein Witz. Der Journalist Andreas Ulrich hat ein Buch für Erwachsene im Stile eines Erstklässler-Lesebuchs geschrieben. Nur Hauptsätze, keine Nebensätze und nur etwa jeder dritte Satz geht über zwei Zeilen. Kleines Beipiel gefällig?
"Im Juni 1984 wird De Cicco aus der Haft entlassen. Sobald er auf freiem Fuß ist ruft er Giorgio in Mühlheim an. "Ich muß verschwinden. Hol mich ab!", befiehlt De Cicco. In Corigliano ist ein Mafia-Krieg ausgebrochen, Carelli, der neue Machthaber, läßt seine Gegner umlegen. De Cicco hat nicht den Mut, Carelli zu sagen, daß er ihn in dieser schweren Zeit verlassen will."
Und das war zur Abwechslung eine spannende Stelle. Dass sie aus der Mitte des Buches stammt und ich vielleicht etwas verraten könnte, beunruhigt mich nicht. Kein Leser hat die Chance die Namen im Buch bestimmten Personen zuzuordnen. Dazu sind es zu viele Namen, die zu ähnlich sind.
Eine Freundin von mir hat das Buch ebenfalls gelesen und fand es großartig. Ihr macht das schlecht geschriebene "Engelsgesicht" nichts aus. Wer so ist wie sie und wer die letzten Monate im Koma gelegen ist oder generell keine Nachrichten verfolgt, kann dieses Buch ruhig aus der Bibliothek ausleihen. Kaufen würde ich es aber auf keinen Fall.
Leider zu früh gefreut, 13. September 2007
Durch die Kommentare und Berichte, die ich im Vorfeld schon gelesen habe, hab ich mich richtig auf dieses Buch gefreut.
Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich ziemlich enttäuscht davon bin. So sagt Basile, Filme wie "Der Pate" oder "Scarface" seien reine Fiktion, aber seine Geschichte stellt sich nach wenigen Seiten als genau die selbe heraus.
Was einem aber den Spaß am lesen nahezu komplett nimmt, ist der Schreibstil. Da erwartet man von einem Autor, der Redakteur beim Spiegel ist, deutlich mehr! Die benutzte Sprache kann man meinetwegen in einem Kinderbuch verwenden, aber nicht in einer Biographie, die ernstgenommen werden will.
Was die ganze Sache auch vereinfach würde, wär am Anfang ein kleines Personen- und Ortsrgeister. Es spielen doch sehr viele Personen mit, bei deren Namen ich leider mit der Zeit den Überblick verloren habe.
Uninteressant, 7. September 2007
Man erfährt nicht mehr, als was man auch auf 3 DIN A 4 Seiten hätte zusammenfassen können.
Eine langweilige Vergangenheitsbetrachtung, die aus einer Aneinanderreihung von Verbrechen besteht.
Nicht lesenswert!
Muss man nicht lesen, 29. Juli 2007
Das Buch "Das Engelsgesicht. Die Geschichte eines Mafia-Killers aus Deutschland" hat mich sehr enttäuscht. Erwartet habe ich natürlich brennende Insider-Berichte, geschrieben in seriösem Stil.
Leider habe ich jedoch erfahren, dass das Buch in einem sehr starken Boulevard-Stil verfasst wurde und die Glaubwürdigkeit der Erzählungen bei mir sehr stark nachgelassen hat, bei jeder weitere Seite welche ich gelesen habe.
Ich kann das Buch daher nicht empfehlen. Obwohl es einen interessanten Titel hat, verbirgt sich dahinter leider kein spannender, informativer Tatsachenbericht.
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