Kundenmeinungen
Ein Lesevergnügen!, 28. November 2008
Der Roman beschreibt die Ereignisse Englands ANNO 1455 als zwischen den rivalisierenden Adelsgeschlechtern Lancaster und York heftige Auseinandersetzungen um den Königsthron entbrennen. Diese sind als Rosenkriege in die Geschichte eingegangen.In die Wirren des Krieges geraten auch die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham. Je entschlossener sie ihre politischen Überzeugungen vertreten und sich in ihren persönlichen Lebeneinstellungen behaupten, desto gefährlicher wird es für die beiden.Rebecca Gable wurde als Königin der historischen Romane gefeiert. Meiner Meinung nach, ist es ihr in diesem Buch auch hervorragend gelungen fast 30 Jahre englischer Geschichte, mit teilweise komplexen Zusammenhängen, zu erzählen.Ein fabelhaftes Buch für alle historisch interessierten Leser!
Dritter Teil der Waringham Saga , 14. November 2008
Mit diesem Werk legt Rebecca Gablé nach Das Lächeln der Fortuna und Die Hüter der Rose den dritten und - vorläufig(?) - letzten Teil der Saga rund um die Waringhams und deren Nahebeziehung zum englischen Königshaus vor. In diesem hier wird nun der junge Julian Waringham zum neuen Lord von Waringham und gerät so mitten in die Rosenkriege. Nicht überzeugt von Heinrich VI. unterstützt er dennoch die Königin und ihren Stammhalter. Seine Schwester Blanche lebt als Geliebte von Jasper Tudor, der bekanntlich eine wesentliche Rolle bei der Machtergreifung Heinrich VII. spielte.Wie gewohnt liefert Gablé einen sehr genau recherchierten Roman, der eine herausragende Geschichtslektion über ein sehr interessantes Kapitel der englischen Geschichte bietet. Schade, dass sie sich der Regierungszeit von Heinrich VII., seines Sohnes und dessen Nachfahren nicht mehr widmen möchte - aber wie sagt sie selbst: Sag niemals nie, und so bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung.In diesem Werk sind die tatsächlich existenten historischen Figuren von überragender Bedeutung und Gablé hat sich bemüht diesen eine glaubhafte - deren historischer Beurteilung entsprechende - Persönlichkeit zu geben. Sprachlich ist es immer ein Vergnügen Gablé zu lesen und stilistisch gab es auch nichts mehr was sie noch dazulernen hätte können.Wie gewohnt also eine unbedingte Empfehlung für Liebhaber der englischen Geschichte, diesmal an der Grenze zwischen Mittelalter und Neuzeit.
Ein Roman wie er sein muss!!, 31. Oktober 2008
Rebecca Gablé schafft es immer wieder ! Auch wenn der Vorgänger der Warningham-Saga schon etwas älter ist, ist man nach der ersten Seite schon wieder mitten im Geschehen.Ein wunderbares, herrlich dickes Buch,das vermag historische Fakten zu vermitteln, ohne zu langweilen - geschweige denn an Spannung zu verlieren.Auch wenn sich ihre Hauptakteure in allen Büchern immer ein bisschen ähnlich sind, sieht man Dank der umfangreichen Handlung und der vielfältigen und tiefen Charaktere gerne darüber hinweg.Ich hoffe nicht, dass dies das Ende der Saga ist, wie die Rezensionen hier behaupten ??!! Es wäre schön, wenn uns die Waringhams noch ein bisschen erhalten bleiben und uns noch so ein toller Roman über Heinrich den VIII und Queen Elisabeth vergönnt wäre!Für ist Ken Follet zwar immernoch der beste Schriftsteller,was den historischen Roman angeht, aber Rebecca Gablé ist ganz nah dran.Für alle die wirkliche historische Romane mögen und sich gerne ins frühe England entführen lassen möchten uneingeschränkt empfehlenswert!
Au weia, 24. Oktober 2008
England 1455. Die Häuser Lancaster und York streiten über das Recht auf den Thron. Der derzeitige König liebt die Kirche mehr als sein Land und so pflegt er kirchliche Gebräuche sowie seine Schwermut, anstatt sich um die Belange Englands zu kümmern. Nicht gerade hilfreich ist seine französische Frau, die beim Volk sehr unbeliebt ist. So nutzt Edward seine Chance in der Schlacht von Towton und besteigt den Thron. Doch die Lancasterianer kämpfen weiterhin für ihren König Henry und schaffen es, ihn ein zweites Mal auf den Thron zu bringen, was jedoch nicht lange gut geht. König Edward IV. übernimmt abermals die Regierungsgeschäfte, der später aber einer Intrige seines eigenen Bruders zum Opfer fällt. Henry Tudor, ein Opfer der Yorkisten, die ihn mehrere Jahre lang als Geisel in Wales hielten, schwört Rache, unterstützt von seiner Familie, die ihn auf dem Thron sehen will. Doch bis dieser seinen Triumph genießen kann, vergeht viel Zeit und die Rosenkriege beherrschen alles. Julian, überzeugter Lancasterianer, steht wie eine Eins hinter dem König und sogar hinter der umstrittenen Königin Margarete von Anjou. Doch dieser Glaube wird erschüttert, ein erbitterter Streit mit seinem Vater führt zum Zerwürfnis, doch Julian muss schon bald einsehen, dass sein Vater Recht hatte...Und auch Julians Schwester Blanche hat mit dem Schicksal zu kämpfen, ihr Ehemann schlägt sie immer wieder und als er dies einmal massiv übertreibt, schlägt ihm Blanche im Affekt die Hand ab und flüchtet. Fortan lebt sie auf der ständigen Flucht vor dem Gesetz und lernt so Jasper Tudor in Wales kennen und lieben. Da jedoch beide noch verheiratet sind, steht diese Liebe unter keinem guten Stern. Zwischen all diesen Intrigen und Ränkespielen müssen Blanche und Julian ihre Prinzipien vertreten und um ihr Leben kämpfen, die Rosenkriege haben sie alle im Griff...Der dritte Teil ist wohl der stärkste, mit vielen historischen Persönlichkeiten, viel mehr Politik und Intrigen, die Liebe tritt dieses Mal fast völlig in den Hintergrund. Es ist ein grandioser Abschluss der Trilogie, die ihren einzigen Makel in der Wahl der Sprecher hat. Martin May las hervorragend und fesselnd die zwei Vorgängerromane der Waringhamtrilogie. Diesen dritten Teil hier lesen Rebecca Gablé sowie Detlef Bierstedt abwechselnd. Bierstedt oder Gablé allein lesen zu lassen, wäre die bessere Lösung gelesen, da beide den Figuren ganz andere Nuancierungen geben, so dass man noch angestrengter zuhören muss, wer nun gemeint ist. Bierstedt liest nahezu ebenso fesselnd und mitreißend wie Martin May und ist ein gelungener Ersatz. Rebecca Gablé liest teils sehr verkrampft, wie abgelesen, zu schnell und mit wenig Gefühl. Schade. Der Abschluss der Waringhamtrilogie hätte etwas besseres verdient...Das Hörbuch braucht so einen äußerst gewillten Zuhörer, der bereit ist, sich auf die gesamten 22 Stunden einzulassen. Das Spiel der Könige ist eine inszenierte Lesung auf achtzehn CDs mit einer Gesamtspielzeit von 1330 Minuten. Besonders schön ist die liebevolle Gestaltung als Pappbox gelungen, der noch ein Stammbaum im Posterformat der Waringham-Familie zugefügt ist.
Rebecca Gablé: Die Göttin der historischen Romane, 21. Oktober 2008
Die gesamte Trilogie über die Familie Warringham gehört zu den absolut lesenswertesten Büchern, die mir jemals in die Finger gerieten. Jedes einzelne ist mit einer besonderen Feinfühligkeit für Charaktere und dankenswerterweise auch mit hinreichend Erklärung für viele höchstkomplizierte geschichtliche Fakten ausgerüstet. Verschlungene Familienverhältnisse, die auf den ersten Blick undurchschaubar erscheinen (jeder schien mit jedem in irgendeiner Art und Weise verwandt zu sein) werden aufgedeckt und auch an geeigneter Stelle nochmal wiederholt, damit man nicht neben dem Lesen Stammbäume führen muss.Alles in allem ein spannendes und geschichtlich lehrreiches Buch, da gibt man gerne 5 Sterne.
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