Kundenmeinungen
Keine überzeugende Fortsetzung, 23. Januar 2008
Ein Jahr lang hat der Leser von "Das Geheimnis der Hebamme" auf die Fortsetzung der Geschichte von Christian und Marthe gewartet, nun ist sie da.
Das Ergebnis ist wieder ein anschaulicher historischer Roman, der aber dennoch nicht recht begeistert. Fand man im ersten Buch noch alle paar Seiten eine Vergewaltigungsszene, so dass dieses Szenario abgenutzt ist, hat sich die Autorin nun anscheinend auf Liebesszenen spezialisiert. Da freut man sich als Leser schon fast, wenn endlich wieder etwas Hass und Gewalt ins Spiel kommen.
Davon abgesehen ist die Handlung nicht wirklich spannend. Man fiebert zwar mit, aber wenn dann eine Gefahr überstanden ist, fällt man wieder in ein Loch der Spannungslosigkeit, bis die nächste Entführung eintritt. Die Handlung beschränkt sich stark auf die Feindschaft zwischen Randolf und Christian und den Blüten, die diese treibt, erst gegen Ende findet der Leser wieder politische Themen und Überlegungen, die wahrscheinlich auch im dritten Band eine Rolle spielen werden.
Der Leser trifft viele bekannte Figuren aus dem ersten Band wieder, sowohl Freunde als auch Feinde. Neue Personen werden wenige eingeführt und diese hauptsächlich in Nebenrollen. So hat man von fast allen Charakteren schon eine feste Meinung, diese wird auch nicht geändert, sondern von der Autorin höchstens noch weiter ausgebaut. Es ist schade, dass dies an manchen Stellen nicht durch wirkliches Handeln, sondern durch mehr oder weniger ungeschickte Liebesbeziehungen getan wird. Manche der Figuren hätten durchaus noch Potenzial, so zum Beispiel Hedwig, die Frau des Markgrafen Otto. Doch während sie im ersten Band noch eine starke Frau war, die ihren Mann politisch beriet, wird sie nun auf eine Liebhaberinnenrolle beschränkt.
Leser, die den ersten Band gern gelesen haben und wissen möchten, wie es mit Christiansdorf weitergeht, sollten dieses Buch lesen. Allen anderen sei geraten, sich lieber nach einem anderen historischen Roman umzusehen, diese gibt es ja momentan in Hülle und Fülle.
Es bleibt zu hoffen, dass der im Oktober 2008 erscheinende Nachfolger "Die Entscheidung der Hebamme" wieder mehr überzeugen kann.
Enttäuschend, 17. Januar 2008
Nachdem ich Band 1 verschlungen hatte, freute ich mich schon riesig auf den zweiten Teil. Jedoch ist die Fortsetzung leider enttäuschend. Vieles wird vom ersten Teil wiederholt, was meiner Meinung nach überflüssig ist. Auch sonst ist die Geschichte diesmal nicht sehr gekonnt. Rettung durch einen Feind, Hexenverfolgung 200 Jahre früher usw. Die Autorin hat einen sehr guten Schreibstil, nur passte diesmal der Inhalt überhaupt nicht. Den dritten Teil werde ich nicht mehr lesen.
ich kann es kaum aus der hand legen..., 10. Januar 2008
der erste Teil war schon sehr spannend, wenn der anfang auch eher schlepend war doch der 2. Teil hat mich von Anfang in den Bann gezogen..
voller emotionen und Gefühle..lesenswert..aufjedenfall!!!
Ein Muss für alle Leser von "Das Geheimnis der Hebamme", 8. Januar 2008
Ich finde das Buch vom Anfang bis zum Ende spannend, am Anfang nerven nur die immer wieder eingebauten Erklärungen der Vorgeschichte, wer Teil 2 liest soll doch bitte zuerst Teil 1 lesen.
Ein bisschen muss ich mich der vorherigen Kritik anschließen (deshalb nur 4 Sterne), wenn mans realistisch betrachtet ist es schon unglaubwürdig, was Marthe alles passiert, ein bisschen weniger wäre vielleicht mehr.
Trotzdem fesselt das Buch durch die wirklich gut geschilderte Lebenssituation im Mittelalter, man hat das Gefühl selbst mitzuerleben, wie unfrei diese Menschen quer durch jeden Stand doch in Ihrem Leben gefesselt waren - ohne jegliche Wahl.
Marthe wird hier der Hexerei angeklagt, was ich im Gegensatz zu anderen Kritikern durchaus realistisch finde, denn auch zu diesem Zeitpunkt gab es Hexenverfolgung, die großen Masseninquisitationen waren erst einige Jahrhunderte später, darauf weißt die Autorin auch hin.
Insgesamt spannend geschrieben, wenn auch Teil 1 besser war.
spitze!!, 3. Januar 2008
Es ist immer schwierig eine Fortsetzung über ein Buch zu schreiben, was kaum zu toppen ist. Doch hier finde ich, ist es super gelungen! Ich war sofort wieder gefangen in der Geschichte der Marthe und hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der Schluss schreit gerade nach einem 3. Teil. Wir können gespannt sein... Der 1. Teil war zwar noch etwas spannender, was aber das Buch in keinster Weise schlechter macht.
Ich wundere mich über einige Rezensionsschreiberinnen und verstehe nicht, wie ich zu historischen Schmökern greifen kann, wenn mich dann Inquisation und Hexenverbrennungen im Mittelalter oder in diesem Fall in der Neuzeit nerven?!? Wer dieser Meinung ist, der sollte dann die Finger von diesem Buch lassen.
Was ich noch anmerken möchte, was mir in vielen historischen Büchern fehlt: Ich finde es sehr gut, dass im vorderen Teil des Buches jede Person nochmal beschrieben wird. Im hinteren Teil des Buches findet sich eine "Übersetzung" damals zeitgemäßer Worte in unsere "Sprache" und eine geschichtliche Auflistung wichtiger Geschehnisse.
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