Kundenmeinungen
Interessanter Hintergrund, 6. Januar 2008
Leas Vater und älterer Bruder sterben auf einer Reise bei einem Pogrom. Um die Familie davor zu bewahren, mittellos aus der Stadt vertrieben zu werden, schlüpft sie in die Kleider eines Mannes und tritt als ihr Bruder auf, der nun Hoffaktor des Markgrafen ist. Da ihr jüngerer Bruder schwer verletzt wurde, muss Lea jahrelang als Familienoberhaupt auftreten und sowohl den Reichtum der eigenen Familie mehren, wie auch die dreisten finanziellen Forderungen des Markgrafen erfüllen. Dabei muss sie verhindern, dass sie als Frau erkannt wird und dass "Samuel" und Lea verheiratet werden. Als sie dann auch noch in geheimer Mission nach Spanien reist, um eine dortige jüdische Familie vor der Inquisition zu retten, verkleidet sie sich nicht nur als Mann, sondern auch als Christ; alles Dinge, auf die harte Strafen stehen. Schafft "Samuel" es, unentdeckt zu bleiben und in die Rolle als Lea zurückzufinden?
Ich habe schon viele Bücher von Iny Lorentz gelesen und befürchtet, dass sich die Geschichten immer mehr gleichen. Dieses Buch hebt sich jedoch wirklich von den anderen ab und bietet einen interessanten Hintergrund. Dass es Judenverfolgungen schon im Mittelalter gab, lernt man ja in der Schule. Aber das Ausmaß und die europaweite Verbreitung dieser Praktik wird einem durch diesen Roman sehr anschaulich gemacht. Und auch die Tatsache, dass eigentlich beide Seiten nicht aufeinander zugehen wollen. Erschreckend ist dabei jedoch die Ausweglosigkeit der damaligen Juden, denn wohin hätten sie fliehen können, wenn ganz Europa die Juden aus ihrem Land vertreiben will? Die Situation der Juden im Mittelalter war sehr prekär: zum einen waren sie beliebt, um die Wirtschaft der Region anzukurbeln und die ewig bankrotten Landesherren zu finanzieren. Andererseits liefen sie Gefahr, dass man ihnen den Wohlstand neidete und sich auf übelste Weise ihrer entledigte, wenn man das Geld nicht zurückzahlen wollte.
Dieses Buch war sehr spannend und die Charaktere weitestgehend überzeugend. Allerdings war das Ende dann wiederum ein typisches Iny-Lorentz-Ende: oberflächliches, zu kurz geratenes Happy End, bei dem sich auch die emanzipierteste Frau freudestrahlend in die ihr zugedachte weibliche Rolle fügt.
Schicksale im Mittelalter, 25. November 2007
Nachdem ich in letzter Zeit verschiedene historische Romane gelesen hatte, ist dieser mir am besten im Gedächtnis geblieben. Iny Lorentz versteht es wirklich, den Leser zu fesseln. Die Geschichte in diesem Buch schildert das Schicksal einer jungen Frau, die sich gegen viele Hindernisse durchsetzen muss und deren Weg von harten Rückschlägen überschattet wird. Trotzdem verliert sie nie den Mut und die Bereitschaft zu kämpfen. Sehr detailliert und anschaulich werden auch Sitten und Gebräuche der damaligen Epoche dargestellt, vor allem die Nöte der verfolgten Juden. Ein schöner, unterhaltsamer historischer Roman!
Die Goldhändlerin----> gut !!!, 11. November 2007
VON DISER AUTORIN ABE ICH BISGER 3 BÜCHER GELESEN UND SIE HABEN MICH IMMER NUR AM ENDE ETWAS ENTEUSCHT...in diesem Buch ging es mir auch etwas zu schnell am ende als sie sich in seinem elternhaus trafen...gefreut hätte es mich wenn ihre Geschwister bei ihr auf getaucht wehren und sich wenigstens entschuldigt hätten...aber ansonsten war das Buch großartig ich liebe Bücher über robuste Frauen die sich als männer verkleiden und im leben klar kommen müssen !!! ^^
ich hoffe das es noch viele Bücher rauskommen werden über dieses Thema und natürlich gut ausgehen XD
Toller historischer Roman mit Action, Spannung und Hintergrundwissen, 19. August 2007
.....Wer histroische Romane aus dem Mittelalter oder Spätmittelalter liebt muss dieses Buch lesen. Es ist sehr unterhaltsam und vermittelt viel Hintergrundwissen über das jüdische Leben in dieser Zeit. Insgesamt eine runde Sache, ich hab mir gleich danach die "Wanderhure" gekauft. Ich meine natürlich den anderen Roman von Iny Lorentz ;-))
Ein gut lesbares Buch für kurzweilige Stunden, 6. Mai 2007
Nach der Wanderhure und der Kastellanin war die Goldhändlerin das dritte Buch, das ich von Iny Lorenz gelesen habe.
Ich fand es recht spannend und flüssig zu lesen. Einzig das Verhalten Ihrer Geschwister die den Progrom überlebt hatten, vor allem das Ihrer Schwester, war für mich absolut nicht nachvollziehbar. Der Schluss war leider etwas kurz gehalten. Ich hätte gerne noch mehr über das gemeinsame Leben gelesen, nachden Lea nach vielen Abenteuern endlich zu Orlando gefunden hatte.
Dieses Buch ist zwar nicht einer der besten historischen Romane, die ich gelesen habe aber dennoch eine schöne Lektüre für Leseratten die gerne historische Romane und insbesondere auch Bücher von Iny Lorentz lesen.
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