Kundenmeinungen
Schnelle Lektüre für zwischendurch, 28. Januar 2008
Das Buch lässt sich leicht und schnell herunterlesen, da es ohne großen Anspruch daher kommt. Sicher, es gibt Stellen, in denen Geralt über Moral nachdenkt, doch geht das Nachdenken nie in die Tiefe. Das hätte auch nicht zu der Handlung gepasst, sofern man von "Handlung" sprechen kann. Mehrere kleine Geschichten sind lose miteinander verknüpft worden, ein "roter Faden" fehlt mir irgendwie. Der Roman ist nicht ganz unwitzig, und Geralt ist ein durchaus interessanter Charakter - wenn auch nicht so interessant, dass ich als Leser unbedingt wissen muss, wie es mit ihm weitergeht.
Man begegnet vielen Sagen- und Märchenfiguren, die jedoch alle eine eigene Note bekommen, so dass der Ansatz der Originalität - aber eben nur ein Ansatz - gegeben ist.
Die Sprache ist relativ gewöhnlich, wobei es dem Autoren an der einen oder anderen Stelle gelingt, Stimmung aufzubauen.
Für einen unterhaltsamen Nachmittag ist das Buch gut geeignet, jedoch würde ich es nicht noch einmal lesen wollen.
Fazit:
Wer einen Nachmittag Abstand nehmen will von der Realität, ist gut bedient, wer sich aber in einem Buch und seinen Figuren verlieren und den Roman immer wieder zur Hand nehmen will, ist mit diesem Buch an der falschen Stelle.
Absolut zu Empfehlen - eine 5 Sterne Fantasy, 20. Januar 2008
Schon beim Lesen des Vorwortes glitt mir ein kalter Schauer meinen Rücken hinuter.
Der Autor beschreibt in ausfühlicher Form bestimmt Handlungsabläufe, oder die Personen die der Hexer Geralt auf seinen Wegen trifft.Dies sorgt für ein gutes,räumliches und gut vorstellbares Bild der Geschichte.Die schnellen Dialoge sorgen dafür das dem Leser nicht zu Langweilig wird und fordern auf, zum weiterlesen.
Ich persönlich freue mich auf weitere Bänder dieses, für mich, wirklich erstklassigen Autors.
Ich hoffe das euch das Buch genauso gefällt wie mir.
Zusammenfassend kann ich sagen:"Ich Liebe diese Buch".
Kurzweiliges Fantasy-Abenteuer, 10. Januar 2008
Ich kannte den Hexer bisher nur aus dem 2007 erschienenen PC-Spiel "The Witcher", dessen Erzählweise und Atmosphäre mich so begeisterte, dass ich auch den Ursprung des polnischen Machwerks ergründen wollte.
Und schon war "Der letzte Wunsch" gekauft!
Wer das Spiel kennt und sich dafür schon begeistern konnte, der wird auch an der Romanvorlage seinen Spaß haben. Die Atmosphäre stimmt zu 99% mit dem Spiel überein.(Der Barde "Rittersporn" kommt im Buch weit besser weg, als im Spiel, und ist hier weniger Klamauk-Charakter, sondern wirklicher Freund und Wegbegleiter Geralts.) Die Dialoge sind knackig und auf den Punkt gebracht. Die Schlagfertigkeit der Charaktere weiß auch einen alten Fantasykenner noch zu überraschen. Der Charme und Witz des Hexers kommen, wie im Spiel, auch hier voll zum Tragen.
Überrascht haben mich die Einflüsse einiger Märchen der Gebrüder Grimm, oder Themen, die auch Walt Disney schon bearbeitet hat. Zum Beispiel: "Die Schöne und das Biest", "Schneewitchen und die sieben Zwerge" usw. - jedoch enden die Geschichten meist etwas anders als im Original. ;) Sapkowski wusste den vorhandenen Stoff gut einzuflechten, ohne die Geschichten aufgesetzt wirken zu lassen, und sie humorvoll und mit einem Augenzwinkern nach seinem Gusto zu gestalten.
Auch Freunde rasanter Action kommen bei "Der letzte Wunsch" nicht zu kurz. Schließlich ist der "Weiße Wolf" Geralt ein Hexer, ein Monsterschlächter, und so werden auch in diesem Buch häufig die Klingen gekreuzt und das eine oder andere Monster erschlagen... ;)
Kurzum:
Wer hochtrabender Fantasy-Geschichten mit epischen Ausmaßen - á la Herr der Ringe - überdrüssig ist, wen es nach "erwachsenerer" Unterhaltung mit einem Hauch ad absurdum geführter Kindermärchen gelüstet, und wer sich für teils derbe und durchweg flotte Dialoge begeistert: Der ist beim Hexer Geralt genau richtig! Zugreifen!
Grandiose Fantasy, 30. Dezember 2007
### Zum Inhalt ###
Geralt von Riva, ein Hexer, ein professionelle Ungeheuertöter durchstreift die Lande auf der Suche nach Arbeit und erlebt dabei zahlreiche Begegnungen mit Monstern, nicht selten menschlicher als Menschen oder Menschen, die mehr Monster gleichen...
Dabei ist es mehr als nur ein Beruf. Damit Hexer es mit den Ungeheuern aufnehmen können, werden sie von Kindesbeinen an nicht nur einem harten Training, sondern zahlreichen teils magischen, teils genetischen Veränderungen unterzogen. Geralt erwies sich in dieser Hinsicht als besonders resistent und man unterog ihn einer stärkeren Behandlung, in deren Folge er seine Haarfarbe verlor aber auch über weitaus stärkere Fähigkeiten verfügt als andere Hexer.
Geralts Beruf wird im Land nicht sonderlich geachtet. Die Leute schätzen zwar seine Dienste, fürchten sich aber vor den Hexern, da sie genetisch manipulierte Menschen sind, die übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Aus diesem Grund gerät Geralt immer wieder in Konfrontationen, die durch seine Fremdartigkeit ausgelöst werden.
### Kritik ###
Streng inhaltlich gesehen handelt es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von sieben Kurzgeschichten, die durch kleinere Zwischenkapitel mehr oder weniger lose in Zusammenhang gebracht werden.
Ethik spielt eine sehr große Rolle. Geralt, durch seine Mutationen übermenschlich stark, kann weder Mensch noch Monster sein und muss die Erfahrung machen, dass er in der Gesellschaft mehr geduldet, als respektiert wird.
Die Welt, in der das Buch spielt, ist durchzogen von Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit, von brutalen Despoten und Skalverei. Das Volk besteht größtenteils aus Analphabeten und die Königshöfe und die Kirchen beanspruchen die Macht über die Bauern für sich. Dadurch bewegt sich die Geschichte zum Glück fernab von ausgetretenen Fantasy-Pfaden, die oft leider nur aus langweiligen Standard-Welten bestehen.
Es handelt sich um eine durchweg erwachsene Geschichte, voller Brutalität, schwarzem Humor und diversen Anspielungen auf Märchen oder Fantasy-Klischees.
Der Schreibstil ist nicht sonderlich beeindruckend, aber durchweg flüssig, leicht zu lesen und mit einem genialen Humor ausgestattet, über den man hier tunlichst nicht viel verraten sollte. Wahrscheinlich bemerkt man einen großen Teil der zahlreichen Anspielungen beim ersten Lesen nicht einmal.
### Fazit ###
Ein gelungenes Buch, dass sich durch seinen episodenhaften Erzählstil (den ich persönlich übrigens sehr schätzen gelernt habe) eine einzigartige Atmosphäre schafft. Die moralischen Konfrontationen des Protagonisten geben den Geschichten eine Klasse, um die sich andere Autoren auch schon bemüht haben, aber (fast) allesamt gescheitert sind.
Für erwachsene Leser absolut zu empfehlen!
Grandios, 17. Oktober 2007
Seit langer Zeit hat mich kein Buch so sehr gefesselt. Das "Der Hexer" - Universum unterscheidet sich in mehereren Punkten von sonstiger Fantasy-Literatur:
1. Einzigartiges Setting: Wunderbare Phantasiewelt mit Märcheneinschlag(aber nicht negativ), trotzdem hart und erbarmungslos
2. Sehr difficil und komplex ausgearbeitete Charaktere, die extrem glaubwürdig sind. Der Held ist sowieso herrlich: Sagt meist nur kurze, prägnante Sätze, oft mit ironischem und sarkastischem Einschlag
3. Action, Action, Action: Eine so wunderbare, detaillierte und ausführliche Beschreibung von Kampf und Konfrontation habe ich noch nie gelesen. Man kann sich alles wunderbar bildlich vorstellen
4. Schreibstil: Prägnant, einfach zu lesen und trotzdem nicht primitiv. Des weiteren wird reger Gebrauch von Schimpfwörtern und Aussagen unter der Gürtellinie gemacht. Nicht nur deswegen ist das Buch auch nicht unbedingt für Kinderhände gedacht.
Wie schon einige Vorredner bin auch ich durch das baldig erscheinende Computerspiel "The Witcher" auf Andrzej Sapkowski's Buchreihe gestoßen.
Der einzige Kritikpunkt, der mir zu diesem Buch einfällt sind die manchmal zu lang geratenen Dialoge.
|