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Als ich ein kleiner Junge war.

von Erich Kästner

Dtv

Top-Preis: EUR 8.00

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30/Aug/2008 - 14:38




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine äußerst lesenswerte Selbstauskunft, 4. Februar 2008

Dieses Buch führt auf äußerst unterhaltsame Art und Weise zu den sozialen
und kulturellen Wurzeln des 1899, in Dresden, geborenen Erich Kästner -
Sachsen hatte zu dieser Zeit noch amtierende Könige, das Deutsche Reich
unterstand Kaiser Wilhellm II., beide Weltkriege und somit die Zerstörung
des sog. "Elbflorenz" waren zu jenem Zeitpunkt unkomponierte
Zukunftsmusiken...

Vielfach wird von der engen Bindung zwischen Mutter und Sohn berichtet,
spätestens ab Kapitel 11 wird dem Leser verdeutlicht, dass es nicht nur
Liebe, sondern durchaus auch ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und
Loyalität gewesen sein muss, welche Kästner all die Jahre mit seiner Mutter
verband.

In diesem Buch ist ebenso zu erfahren, wie der Autor einst auf die Idee kam
nach dem Lehramt streben zu wollen und welches Ereignis ihn letztlich einen
anderen Weg hat einschlagen lassen, wobei, "Lehrer" ist Kästner doch immer
irgendwie geblieben, auch wenn ihm der "Unterricht" von den Nazis
-vorübergehend- untersagt wurde - aber das ist eine andere Geschichte und
gehört eigentlich nicht hierher....

In der Dresdner "Villa Augustin", seit dem Jahr 2000 ist dort das
Erich-Kästner-Museum untergebracht, ging damals schon der kleine Erich ein
und aus - dort war er jedoch nicht einfach nur bei Onkel und Tante zu
Besuch, vielmehr erledigte er bereits in jüngsten Jahren diverse Botengänge
für diesen vermögenden und nicht immer unkomplizierten Teil der
Verwandschaft - vielleicht wächst der Mensch ja tatsächlich an seinen
Aufgaben?

Fazit: Wer sich für den Menschen Kästner interessiert, wird an diesem
autobiographischen Buch wohl kaum vorbeikommen - zudem, die Lust, Dresden
zu besuchen, die ist nach diesem Buch gewachsen, auch wenn Kästners
Geburtsstadt durch die folgenschweren Bombennächte, 13., 14. und 15.
Februar des Jahres 1945, manche Narbe zurückbehalten hat....

Verfolgen Sie Kästners Werdegang von 1907 bis 1914 - aus erster Hand!

HINWEIS:
Wenn Sie Illustrationen wünschen, sollten Sie nach einer Ausgabe mit
Illustrationen von Horst Lemke Ausschau halten - hier finden Sie "nur"
Text.... - wobei es einem der bekannte und bewährte Schreibstil Kästners
leicht macht, das Kopfkino zu starten....


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Sehr liebenswert, 1. Februar 2008

Wer Kästner mag, wird um dieses Kleinod nicht herumkommen. Mit viel Liebe und außergewöhnlichem Sprachwitz erzählt der große alte Mann von seiner Familie und seiner Kindheit. Liebens- und lesenswert.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einfach genial, 15. November 2007

Dieses Buch ist einfach genial. Schon das Vorwort macht Lust auf MEHR!
Das Buch ist so schön einfach geschrieben. Selbst "Lese-Anfänger" können dieses Buch nur verschlingen. Es ist phantastisch geschrieben mit viel Wortwitz und schönen Anekdoten. Erich Kästner beschreibt seine Kindheit in Dresden so liebevoll, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Schnell durchgelesen wünschte man, das Buch wäre doppelt so dick. Unbedingt lesen! Ihr werdet es nicht bereuen!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  "Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen"..., 25. Oktober 2006

Erich Kästner hatte die Stadt seiner Kindheit und Jugend stets im Herzen und er hat ihr wohl kein schöneres Denkmal gesetzt als in seinen Kindheitserinnerungen.

1899 wird Kästner in der Dresdner Neustadt geboren, als Kind des Sattlermeisters Emil Kästner und seiner Frau Ida Augustin, die ihren Mann niemals geliebt hat. Erst nach Erich Kästners Tod enthüllte der Kabarettist Werner Schneyder, dass nicht Emil Kästner Erichs biologischer Vater war, sondern der jüdische Hausarzt der Familie. Letztlich lässt es die bescheidene, warmherzige und gründlich-fleißige Charakterstärke des Emil Kästner nur in noch glänzenderem Licht erscheinen, denn das Ida Kästner ihren Mann stets spüren ließ, dass sie und ihr Augapfel Erich eigentlich etwas Besseres verdient hätten, blieb auch dem kleinen Jungen Erich nicht verborgen. Herzzereißend sind Kästners Schilderungen von den Weihnachtsabenden, an denen die Eltern sich einen stillen Kampf um die Gunst Erichs in der Auswahl der Geschenke lieferten.

Doch trotz dieser melancholischen Grundstimmung und der manchmal bedrückenden materiellen Not, blickt Erich voller Wärme auf seine frühen Jahre zurück, denn es ist ein reiches Kinderleben! Idas große Verwandtschaft und natürlich Ida selbst sorgen dafür, dass es Erich an nichts mangelt. Er erzählt von den Spielen, von seinen Freunden und von der Schule, die er mit großem Ernst und Ehrgeiz als Musterschüler immer gerne besucht. Er erzählt von sommerlichen Wanderungen durch die sächsische Schweiz und von der Freiheit, die seine Mutter ihm in allen Entscheidungen ließ, da sie sich wiederum Erichs großer Zuneigung sicher sein konnte.

Ein Kinderbuch? Nein, eigentlich nicht! Ich glaube, dass heute nur noch wenige Kinder - die wenigstens elf, zwölf Jahre alt sein sollten, wenn sie dieses Buch lesen wollen oder sollen - einen Zugang zu diesem Buch finden. Aber es ist ein Buch für Menschen, die sich für Literatur interessieren, für alle Kästner-Liebhaber sowieso.
Mich hat die erste Lektüre dieses Buches seinerzeit mit sechzehn Jahren erschüttert und auch heute kann ich die Tränen an manchen Stellen kaum zurückhalten. Denn Kästner lässt den Leser tief in seine Seele schauen.
Ein Klassiker!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Hinreißende Liebeserklärungen, 19. Oktober 2006

Als Erich Kästner ein kleiner Junge war, war manches anders als heute, aber andererseits hat sich soooo viel auch wieder nicht geändert -- in vielen Details schon, aber nicht unbedingt im Wesentlichen. Daher verstehen heutige Leser auch auf Anhieb, was Kästner meint, wenn er über das Leben der "kleinen Leute" vor mittlerweile über 100 Jahren (erstmals erschienen ist das Buch 1957) schreibt und einem vieles anschaulich und detailreich vor Augen bringt.
Allein das hat schon Charme -- aber wenn ein Erich Kästner sich erinnert und das in seiner augenzwinkernden Sprache tut, warmherzig und absolut kitschfrei, dann wird die Lektüre doppelt so reizvoll. Mindestens.

Kästner erzählt -- von den Anfängen seiner Familie, den Kästners und den Augustins, und im dritten Kapitel schließlich erfährt man, wie seine "zukünftigen Eltern [...] sich endlich kennen[lernen]". Vordergründig entpuppt Kästner sich als charmanter Plauderer, der viel Interessantes zu berichten weiß -- sein Bericht jedoch ist dermaßen brillant, dass man vor lauter scheinbarer Einfachkeit überhaupt nicht bemerkt, wie ausgefeilt sein Stil ist. Jedenfalls steht "Als ich ein kleiner Junge war" Kästners Gedichten, Romanen (und Kinderbüchern!) in nichts nach. Der Meister der Neuen Sachlichkeit kann und will sich auch hier nicht verleugnen, und wer anders kann vor des Lesers Augen Szenen erstehen lassen wie die folgende: "Die Welt vorm Fenster war grauweiß und kahl, und der Wind fegte die Felder wie ein betrunkener Hausknecht"?
Überhaupt, Kästners ganz eigener, charakteristischer Stil, warmherzig und ironisch zugleich; diese Sprache, in der die Stunden schon mal "müde um den glühenden Kanonenofen herum" schleichen... Darüber könnte man Romane schreiben, aber man kann sie auch ganz einfach genießen, sich rühren lassen und manchmal auch ganz einfach loskichern, weil wieder mal eine Formulierung halt gar zu treffend ist.

Man lernt Kapitel für Kapitel die Welt des allmählich heranwachsenden Erich Kästner kennen -- und Kästners Rückblick ist nicht in verklärenden Nebel getaucht, im Gegenteil: Nicht selten schraubt er das Teleobjektiv vor die Erinnerung, und so erfährt man in "kleinen" Geschichten, etwa über die Untermieter der Familie, über Vater Kästners Liebe zum Handwerk oder die Schicksale von Kundinnen seiner Mutter, die als Haus-Friseuse die Haushaltskasse aufbesserte, sehr viel über die nicht immer "gute alte Zeit" und ihre Gepflogenheiten, und im Gegensatz zu manch anderer Schilderung vergisst man Kästners Darstellung bestimmt nie wieder.

Vor allem aber sind diese Erinnerungen eine Liebeserklärung Kästners: Zunächst einmal an seine Heimatstadt Dresden -- "Ich mußte, was schön ist, nicht erst aus Büchern lernen. [...] Ich durfte die Schönheit einatmen wie Försterkinder die Waldluft.", schreibt er einmal. Und tatsächlich schleicht sich in jene Passagen, in denen er "seine" Stadt schildert, eine leise Melancholie ein, eine leise, sympathische Melancholie.
Vor allem aber ist "Als ich ein kleiner Junge war" eine Liebeserklärung an seine Mutter -- eine Liebeserklärung, die auch dunkle Seiten nicht verschweigt und gerade deswegen so lebendig und glaubwürdig ist.

"Als ich ein kleiner Junge war" ist eines jener seltenen Bücher, deren Charme, Klugheit und Witz nicht nur zeitlos in allen Facetten schimmern -- es ist auch, unabhängig von Alter oder Interessen, ein echter Gewinn für jeden Leser.




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