Kundenmeinungen
Unterhaltsam bis zur letzten Seite, 20. Juli 2007
Eine Verwechslungskomödie, die auf amüsante Weise Klassenunterschiede aufs Korn nimmt. Trotz der vielen Ungerechtigkeiten, die in dem Roman geschehen, kam ich dank Kästners Humor aus dem Schmunzeln nicht heraus.
Dieses Buch war das pure Lesevergnügen,originell und viel zu kurz!
Einfach herrlich, 10. Mai 2007
Kästner, neben Fontane, Hesse und Verne mein Lieblingsautor, zu loben, fällt mir nicht schwer.
Ein wunderbares Buch. Eine herrliche Geschichte aus der guten alten Zeit voller Witz und Humor. Ein Buch voller Leichtigkeit mit Charakteren, die den Leser mitreißen, mitleiden und fühlen lassen. Ein Buch, dessen Sprache den Leser einfängt. Und auch ein Buch als Kritik an alten verhärteten Gesellschaftsvorstellungen.
Tobler(Schulze), Hagedorn und Kesselhuth. Drei Männer, die man gern kennenlernen möchte.
Was mich immer wieder fasziniert an Kästerns Büchern ist die Tatsache, daß man von der ersten Seite an Spaß hat, von der ersten Seite an hat man Lust auf mehr, auf alles, auf das ganze Buch ohne es wegzulegen.
Unterhaltsam!!, 2. Dezember 2006
Der Millionär Herr Tobler gewinnt- als armer Herr Schulze- bei einem Preisausschreiben seiner eigen Firma den zweiten Platz.Er und der Gewinner des ersten Platzes, Herr Hagedorn, fahren in ein Luxushotel. Herrn Toblers Tochter Hildegard jedoch ruft im Hotel an und warnt den Direktor vor, dass ein Multimillionär als armer Mann verkleidet kommen wird.Allerdings hält man Herrn Hagedorn für den Millionär und Herr Tobler muss in einer nicht geheizten Dachkammer mit schrägen Wänden schlafen. Was Herr Kesselhuth,der Diener von Tobler,der sich als Schiffslinienbesitzer ausgibt, entrüstet als unzumutbar abstempelt.
So kommt es zu einem lustigen Verwechslunchsspiel, in dem häufig Bemerkungen vorkommen, über die man sich totlachen könnte.
Eines von zehn für die einsame Insel!, 24. September 2006
Spätestens bei den ersten Anzeichen von Grippe, grauem Herbstwetter oder Ungemach jedweder Art ist Erich Kästners Buch "Drei Männer im Schnee" eine Allzweckwaffe. Ein absolut tröstliches, zeitloses, herzerwärmendes Lesefutter, ein Buch, dass mich seit meiner Kindheit begleitet und dessen Lektüre mich jedes Mal wieder erfreut und die Laune, egal wie tief im Keller sie sein mag, schlagartig bessert.
Bei der Lektüre umweht einen fast so etwas wie großelterliche Geborgenheit, denn die Geschichte hat den Charme von längst Vergangenem, durchdrungen von Klischees und dem Kästner-typischen moralischen Zeigefinger, der jedoch nie störend wirkt!
Es ist eine heitere Geschichte voller markanter Typen, wie z.B. den Diener Johann - ein Faktotum, wie es heute wohl nirgends mehr zu finden ist, witziger Verwicklungen und Situationskomik, die sich aus einer Verwechslung ergeben.
Geheimrat Tobler gewinnt bei einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma ein paar Tage Skiurlaub in den Bergen. Er reist inkognito und will testen, wie es sich als armer Schlucker lebt. Die eiligst benachrichtigte Hoteldirektion verwechselt den Multimillionär jedoch mit dem tatsächlich mittellosen Dr. Hagedorn und so wird Tobler wirklich wie ein Habenichts behandelt, während Hagedorn in den unfreiwilligen Genuss einer Sonderbehandlung als Millionär kommt. Die beiden freunden sich an und das Unheil, dass sich schließlich als Glück erweist, nimmt seinen Lauf...
Kästners Geschichte, Anfang der Dreißiger Jahre entstanden, gehört zu seinen heiteren Romanen, die von der Literaturkritik nie ernstgenommen wurden und heute fast gänzlich vergessen sind. "Drei Männer im Schnee" wird jedoch bis heute verlegt und gelesen und das ist auch wirklich gut so, denn alle Talente des großen Kinderbuchschriftstellers und Lyrikers sind in diesem Buch zum Ausdruck gekommen. Es ist sanft ironisch und witzig, voller kluger - manchmal altkluger - Beobachtungen und zugleich voller Spitzen, die jedoch nicht wehtun, allerdings zum Nachdenken anregen! Sogar Kästners große Zuneigung zur Mutter spielt in diesem Buch eine nicht unwesentliche Rolle.
Fazit: Man kann dieses Buch wieder und wieder lesen, Langeweile kommt nicht auf. Bei der berühmten Frage nach den Büchern für die einsame Insel ist dieses in jedem Fall dabei!
spritzige, geistreiche und zeitlose Gesellschaftssatire , 2. September 2006
Auf dieses Buch kam ich durch den alten US-Film "Drei Männer im Paradies", von dem ich aufgrund seiner herrlich-bissigen und zeitlosen Gesellschaftssatire sofort begeistert war. Nach ein bisschen Recherche fand ich heraus, dass der Stoff von Erich Kästner stammt und unter dem Titel "Drei Männer im Schnee" erschienen ist.
Das Buch hat den Film bei weitem übertroffen!
Herr Tobler, reicher Konzerneigentümer, gewinnt als "armer Schlucker" namens Schulze den zweiten Preis eines Preisausschreibens einer seiner Firmen. Inkognito und abgerissen tritt er den Gewinn, eine Reise in ein Nobelskihotel, an. Er wird für arm gehalten, ein tatsächlich armer, aber kluger Mann dagegen für reich. Ganz im Sinne von "Kleider machen Leute" reagieren die Menschen nun zutiefst menschlich auf den vermeintlichen Millionär und den vermeintlichen armen Schlucker. Darüber hinaus spiegeln sich, wenn man die Vita Kästners etwas kennt, viele seiner Grundüberzeugungen wider (Kästner und die Frauen, "Liebe Kinder! Lasst Euch die Kindheit nicht austreiben!").
Auch die Nebenfiguren (Tochter Toblers, der Diener, die Hausdame) werden in die Verwechslungskomödie wunderbar mit eingebunden. Herrliche Charakterisierungen, zutiefst treffend, entlarvend, wirklich komisch - Gesellschaftssatire vom Feinsten und absolut zeitlos.
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