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Tiziano Terzani: Das Ende ist mein Anfang

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Das Ende ist mein Anfang

von Tiziano Terzani

Dva

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13/Okt/2008 - 08:38




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Das Ende ist mein Anfang, 16. Juni 2008

aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und fehlende Bindung zu seiner Familie hatte TT schon früh das Bedürfnis auszubrechen. Aufgrund seiner sehr guten schulischen Leistung wurde es ihm ermöglicht höherwertige Schulen zu besuchen und sogar ein Studium zu absolvieren. Als Journalist des Spiegels geht er voll auf, er kann ein freies eigenständiges Leben führen, welches er nie als Arbeit ansah.TT erzählt seinem Sohn in Form eines Dialogs seine Lebensgeschichte.TT bringt es einem nahe auch mit einfachsten Dingen im Leben auszukommen, immerwieder sucht er die Ruhe zu sich selbst um den Sinn der Welt zu verstehen. Er glaubt zu tiefst an den roten Faden im Leben, der immer wieder zum Vorschein kommt. Als ich das Buch las, sah ich die Welt mit anderen Augen, man erkennt wie schnell das Leben doch vorrüber geht, man hat es selbst in der Hand und kann das Beste daraus machen. Ich bin sehr beeindruckt von seinem Leben und seinem Lebensstil. Er hat seine eigene Weltanschauung-sicher, aber jedem das Seine.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Zeugnis eines wahrhaft außergewöhnlichen Lebens. , 17. März 2008

Das Buch, welches schnell zum Bestseller wurde, beginnt mit dem Brief Terzanis an seinen Sohn, in dem er ihn auffordert, zusammen Rückschau zu halten. Sohn Folco fügt immer wieder "Zwischenspiele" ein und schildert die Situation in dem Haus in Orsigna. Offen erzählt Terzani dann in den darauf folgenden Kapiteln von den Stationen seines Lebens und teilt bereitwillig seine Lebensweisheit mit. Bis zu seinem Tod oder - wie er es nennt - bis er "seinen Körper verlässt". Der Tod ist für ihn ein Übergang - das Ende ist der Anfang von etwas Neuem. Der Leser wird Zeuge dieses reichen und außergewöhnlichen Lebens des populären Journalisten und ist eingeladen, die letzten Tage mit ihm zu verbringen. Das Buch ist auch ein Plädoyer gegen den Krieg und eine Kritik an der westlichen Lebensweise. Es ist faszinierend zu lesen, wie jemand den Mut hat, die vorgegebenen Wege zu verlassen, sich sein eigenes Leben zu erschaffen und dem bedingungslos zu folgen. Auch wenn dies Unsicherheiten mit sich bringt. "Die Wahrheit ist ein Land ohne Wege", sagt er. Sehr interessant sind auch die Fotos aus den jeweiligen Lebensabschnitten, welche die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise erzählen. Der begeisterte Journalist, bereit die Welt zu erobern, - und die Familie in Asien. Dann auf den letzten Bildern: das Gesicht mit den tief eingegrabenen Falten, die von den Härten des Journalismus und der Kriegsberichterstattung zeugen. Zuletzt der alte Mann - der vielleicht ein bisschen Frieden und Weisheit gefunden hat. Terzani spart auch nicht die Begebenheiten aus, die nicht unbedingt für ihn sprechen. Er zeigt uns manche Maske, von denen er hofft einige abgelegt zu haben. So erzählt er von den abendlichen Besuchen in einer Opiumhöhle genauso wie dem Spielkasino in Macao, der Egozentrik, der Depression. Er ist ein Mensch, "der tut, was ihm passt, fährt, wohin er will, schreibt, was ihm gefällt". Wenig erfährt man dann auch darüber, wie denn die Familie damit klar kommt."Das Ende ist mein Anfang" ist ein großartiges Buch über das Wagnis der Freiheit, den Mut, die Liebe, Krankheit und Trauer, und für jeden eine Bereicherung, der sich mit seinem Leben und sich selbst aktiv auseinandersetzt. Es ist das Zeugnis eines wahrhaft außergewöhnlichen Lebens.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine echte Bereicherung, 2. Januar 2008

Der Journalist Tiziano Terzani trifft sich kurz vor seinem Tod mit seinem Sohn Folco, um ihm von seinem Leben zu erzählen. Vater und Sohn führen über ein paar Wochen hinweg sehr intensive und offene persönliche Gespräche, die sie aufzeichnen. Folco Terzani hat 2006, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters, aus diesen Gesprächen ein Buch zusammengestellt, das in einzelnen Kapiteln die Lebensstationen seines Vaters beleuchtet. Das Buch ist in Dialogform geschrieben: Der Sohn Folco fragt - der Vater Tiziano erzählt. Zwischendurch beschreibt Folco mit kurzen Nebenbemerkungen Vorkommisse oder eigene Gedanken und Beobachtungen während dieser Gespräche. Durch diese Form wird das Buch zu einer persönlichen Begegnung mit Vater und Sohn: Wir erleben Tiziano Terzanis ärmliche Kindheit in Florenz, seine Flucht aus diesen Verhältnissen und den Beginn seiner journalistischen Tätigkeit. Wir begleiten ihn nach Vietnam, Kambodscha, China, Japan, Indien - lernen eine Menge über die politischen und geschichtlichen Verhältnisse dieser Länder und erfahren einiges über Terzanis Lebensstil, seine Motivation und Weltanschauung. Zum Schluss erleben wir seine Abkehr vom Journalismus und nehmen durch seine Gespräche mit Folco an beider Suche nach dem Sinn des Lebens und Ziel des menschlichen Handelns und ihrer Auseinandersetzung mit Sterben und Tod teil. Ich hätte das Buch nach den ersten Seiten frustriert weggelegt, wenn ich es nicht von Freunden geschenkt bekommen hätte. Die Dialogform des Buches erschien mir zu persönlich, die ganze Situation aufgesetzt: Ich befürchtete eine Zur-Schau-Stellung von vermeintlichen Lebensweisheiten. Dementsprechend hatte ich Schwierigkeiten, mich auf Form und Inhalt des Buches einzulassen, und empfand die Gedanken Terzanis zu Sterben und Tod im ersten Kapitel als pseudo-intellektuell überfrachtet. Während des zweiten Kapitels über seine Kindheit hatte ich noch mit meiner inneren Ablehnung zu kämpfen war aber gleichzeitig, gewissermaßen wider Willen, bereits davon gefesselt. Danach gab es kein Halten mehr: Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen. Besonders hat mich beeindruckt, wie dabei die Geschichte Asiens für mich lebendig wurde, wie sich historische Begebenheiten und persönliche Begegnungen und Erfahrungen plötzlich zu einem anschaulichen Bild verflochten haben. Mit dem letzten Teil des Buches, Terzanis persönlichen spirituellen Erfahrungen und Einstellungen, hatte ich wieder Schwierigkeiten. Allerdings wurden mir seine Gedanken nun wesentlich verständlicher als zu Anfang des Buches. Viele der geäußerten Gedanken habe ich mir angestrichen, fand sie ausgesprochen tiefsinnig und beachtenswert. Andere konnte ich nicht teilen; sie haben mich zum Widerspruch gereizt und waren dadurch vielleicht auch wieder eine Bereicherung. Mit der Dialogform und den persönlichen Kommentaren Folcos stand ich bis zum Schluss etwas auf Kriegsfuß: Einerseits erschien mir diese Form zu distanzlos (gegenüber mir als Leserin) andererseits hat auch gerade dieses Persönliche, Emotionale seinen Reiz, der mich so sehr an das Buch gefesselt hat, dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte.Fazit: "Das Ende ist mein Anfang" gehört zu den Büchern, die ich mit großer Faszination gelesen habe und die für mich eine echte Bereicherung waren.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Vom Kommunisten zum Esoteriker: Die Reise nach Absurdistan, 24. Dezember 2007

Auf den ersten Blick handelt es sich bei diesem Werk um eine anrührende Geschichte. Der vom Krebstod gezeichnete Journalist Tiziano Terzani ruft seinen Sohn Folco zu sich in die toskanischen Hügel, um mit ihm auf sein Leben zurückzublicken und gleichzeitig langsam Abschied zu nehmen. Die Gespräche wurden von Folco während eines dreimonatigen Zeitraums, die er intensiv mit seinem Vater bis zu dessen Tod verlebte, aufgezeichnet und in diesem Buch dokumentiert.Tiziano Terzani, der den überwiegenden Teil seines Berufslebens als Spiegel-Korrespondent in Asien verbrachte, will seine Botschaft verstanden wissen "als Hymne auf die Eigenständigkeit, auf die Möglichkeit zu sein, was du willst." Dass ihm dies trotz Familie mit zwei Kindern immer gelang, lag an seinem starken Ego und einer sich wohl ständig unterordnenden Frau. Sie erscheint in diesem Buch als treue Gefährtin durch 47 Ehejahre, aber ohne eigenes Profil. Die Kinder wurden, obwohl es internationale Schulen gab, auch mal in eine chinesische Schule mit ideologischem Drill gesteckt. Eigenartig erscheint während der letzten Gespräche mit seinem Vater die oft kindlich-naive Fragestellung des Sohnes Folco, der zu diesem Zeitpunkt immerhin ein Mitdreissiger war.Terzani, antiamerikanisch bis zu seinem letzten Atemzug, war überzeugter Kommunist. Er bejubelte den Sieg der Vietcong und war begeisterter Anhänger von Maos Kulturrevolution. Erst durch den Massenmord der Roten Khmer in Kambodscha kam er ins Grübeln, was ihn allerdings auch auf dem Totenbett nicht davon abhielt, die Opferzahl mit einigen Hunderttausenden beschönigend darzustellen, obwohl während des Pol-Pot-Regimes zwischen 1,5 und 2 Millionen, also fast ein Viertel der gesamten Bevölkerung Kambodschas, zu Tode kam! Schließlich brachte ihn das Wüten der chinesischen Kulturrevolution vom Maoismus ab. Natürlich betrachtete er später das Streben der Chinesen nach Wohlstand als noch schlimmere Alternative: "Siehst du, was aus ihnen geworden ist? Banditen!" Im Falle Birma ist Terzani im Zweifel, ob das brutale Militärregime besser wäre oder eine demokratische Regierung unter San Suu Kyi, "der man mit den üblichen politisch-opportunistischen Manövern sogar den Friedensnobelpreis zugeschanzt hat." (!!!) Mit einer Öffnung des Landes kämen ja "Nutten, Bordelle (die Terzani in Asien selbst ausgiebig benutzte), Profit, Marlboro, Coca Cola, Blue Jeans" ins Land.Dem Leser bleibt völlig die Spucke weg, als Terzani sich dazu versteigt, die islamistische Terrororganisation al-Quaida als Nachfolger des Marxismus-Leninismus, der für die Unterdrückten und für eine bessere Welt gekämpft hatte, sieht.Nach seiner Ausweisung aus China (eine Spiegelserie missfiel dem kommunistischen Regime) verbringt Terzani einige Jahre als Korrespondent in Japan. Dort gerät er in eine Krise und wird depressiv, da er erstmals in seinem Erwachsenenleben Bekanntschaft mit einer, von ihm an diesem geographischen Ort nicht erwarteten, westlich orientierten Gesellschaftsordnung macht, die in seinen Augen per se verwerflich ist. Als Synonym für alle marktwirtschaftliche Verderbtheit gelten ihm alle Bankangestellten, die er an verschiedenen Stellen des Buches diskreditiert. Möglicherweise hat "Der Spiegel" all die Jahre sein Honar in bar in einen Umschlag gesteckt?!Schließlich wendet sich Terzani von der Politik ab und verbringt mehrere Wochen und Monate zuerst in Indien im Ashram und später in einer einsamen Hütte im Himalaya. Er zieht sich zurück auf das Studium seines Geistes. Leider sei, so beklagte er, die starke Beziehung zum Göttlichen in der westlichen Gesellschaft verloren gegangen. Allerdings war seiner Meinung nach das Mittelalter "eine der interessantesten Epochen unserer Kultur." (!!!)Schließlich ist Tiziano Terzani friedlich und mit sich völlig im Reinen im Kreise seiner Familie verstorben. Dass eine freiheitliche Demokratie möglicherweise die beste aller Gesellschaftsformen darstellen könnte, auf diese Idee ist Terzani Zeit seines Lebens nicht gekommen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein schönes Buch für Menschenfreunde, 11. November 2007

Der dem Tod nahe TT erzählt seinem Sohn Folco in den letzten Tagen, was er ihm schon immer sagen wollte: die Quintessenz seines Lebens. Ich möchte hier nicht in die üblichen Superlativen verfallen, aber dieses Buch von TT hat mich in besonderer Weise berührt. Ein alter gebrechlicher Mann, von seinem Körper - von dem er sich schon losgesagt hat - immer wieder gequält, gibt seinem Sohn seine Gedanken über sein Leben und das Leben überhaupt weiter. Einfach schon dieses Thema ist wunderschön. Dass man dabei viel aus dem spannenden Leben TTs erfährt und selbt jede Menge an Anregungen über den Sinn oder Unsinn des Lebens erhält, macht die Lektüre spannend. Die einfache Wortwahl, wunderschöne Gleichnisse (z.B. der Marienkäfer als Bild des Menschen der zunächst von Grashalm zu Grashalm und dann ohne Angst in die Unendlichkeit in Form einer hunderte Meter tiefen Schlucht fliegt ...) der Lebensbogen, der sich von Europa nach Asien spannt, mit einer fundierten Kritik der Konsumwelt der Gegenwart und der Hoffnung, dass da in Zukunft mehr Spiritualität wachsen wird, machen das Buch wertvoll. Besonders eindrucksvoll fand ich als Mensch, der Zeitnot nur zu gut kennt, den Gedanken, eines indischen Weisen, den TT wiedergibt: Wenn der Sinn des eigenen Lebens erkannt ist und das eigene Leben gelebt wurde hat man Zeit, unendlich viel Zeit, die man anderen schenken kann. Es sind keine neuen Gedanken, die TT spinnt. Aber das ist ihm auch gar nicht wichtig. So verweist er auf die alten, nicht gehobenen Schätze der europäischen Geisteskultur. Man muss nicht unbedingt nach Asien pilgern. Auch Europa hatte seine Weisen. Doch es stellt sie ungelesen in die Bücherregale und nimmt sie allenfalls in der Schulzeit vorübergehend zur Kenntnis. TT bekennt sich zur Freiheit und erkennt, dass Freiheit ohne Leid nicht zu haben ist. Wie überhaupt das vom "Konsumismus" als wertvoll suggerierte Gegenwarts-Leben mit Urlaub und Spass so oberflächlich ist, dass derjenige, der den Sinn seines Lebens sucht, ihn in der westlichen Gegenwartskultur nicht finden kann und in ihr unfrei bleibt. TT empfiehlt, nach Innen zu gehen und dort im Innern die eigene Stimme zu hören, die vielen die Stimme Gottes ist.Beeindruckend ist die ungekünselte, direkte Sprache des Buches, die mit viel Lebenshumor gewürzt ist. TT stellt drei der vier entscheidenden Fragen im kantischen Sinne, wobei die geschilderte asiatische Sicht der Zeit auch erkenntnistheoretsiche Züge hat: Wie soll ich leben? Was darf ich hoffen? Wer bin ich? Dabei stellt er das Leben in einen kosmischen Zusammenhang und gibt seine Gottgläubigkeit zu erkennen, wobei sein Gott ein Allgott im Sinne des Pantheismus ist und wir Menschen eben Teil dieses Allgottes sind. Gott ist überall in den Steinen, in den Pflanzen, in jedem Menschen.Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Es gibt wohl Bücher, die mich mehr gepackt haben oder die tiefsinniger sind, keine Frage. Aber ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben, wenn auch eine gewisse Selbstverliebtheit von TT und andere Punkte kritisiert werden könnten. Aber es muss ja kein perfektes Buch sein. Das wäre m.E. schon wieder zu viel verlangt. Man kann ja auch kein perfektes Leben leben.Das Buch kann jedem weiterempfohlen werden, der sich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens beschäftigten will. Mit seinen in einfacher Sprache verfassten Dialogen (die in Wirklichkeit ein in Dialogform gebrachter Monolog TTs sind), seiner menschenfreundlichen Art, vielen wegweisenden Bildern und seinem Vertrauen in die Sinnhaftigkeit unserer Existenz, aber auch seiner grudlegenden Kritik des Menschen, ist es eines der Bücher, die in meinem Bücherschrank dauerhaft stehen bleiben werden. Ich werde dieses Buch sicherlich ein zweites Mal lesen.




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