Kundenmeinungen
Ein hervorragendes Buch! Kompetenter Autor. Sehr gute Ausdrucksweise., 17. September 2007
Ein Buch, das sich von den meisten anderen Büchern, die sich ebenfalls mit der Frage nach einem Gott (im Sinne der großen monotheistischen Religionen) auseinander setzen, weit hervorhebt. In erster Linie dadurch, dass es der Autor schafft, auch komplizierte Theorien und schwer verständliche Argumente in einer verständlichen Sprache zu vermitteln. Er bleibt dabei stets sachlich (anders als andere Autoren) und zeigt die Schwachstellen einiger Argumente mit juristischer Logik auf. Die Kritik eines Rezensenten "Alter Wein in neuen Schläuchen" kann ich daher nicht nachvollziehen. Richtig ist, dass die Argumente nicht neu sind. Ein ähnlich gutes Buch zu der gleichen Thematik ist mir jedoch nicht bekannt.
Kurz und bündig, 24. Juli 2007
Norbert Hoerster lehrte Rechts- und Sozialphilosophie und ist Autor und Herausgeber einiger Schriften, die sich kritisch mit dem Thema Religion auseinandersetzen.
Das vorliegende Büchlein setzt sich kurz und bündig, aber souverän mit allen gängigen Gottesbeweisen auseinander und stellt deren Argumentationen zumindest gründlich in Frage. Der klassische theologische Notnagel, dass die Religion zumindest aus moralischen Gründen notwendig sei, wird schlüssig widerlegt - Gott kann und muss man nicht widerlegen, aber die gängige Analogie von Atheismus und Nihilismus, wie sie letztlich auch von Küng vertreten wird, hält keiner ernsthaften Prüfung stand.
Natürlich schimmert in Teilen Mackies "Das Wunder des Theismus" durch, doch erspart Hoerster dem Leser dessen teils anspruchsvolle Anleihen bei Wahrscheinlichkeitsrechnung, Syllogistik und Wissenschaftstheorie.
Alter Wein in neuen Schläuchen, 14. Juli 2007
Norbert Hoerster ist als glaubens- und kirchenkritischer Philosoph bekannt. In diesem Buch stellt er die "Frage nach Gott", wobei jedem, der die anderen Schriften des Autors kennt, von vornherein klar ist, wie er diese Frage beantworten wird. Der Leser wird denn auch nicht enttäuscht. Hoerster trägt mit großem Fleiß die altbekannten Argumente zusammen, die vom Atheismus gegen den Gottesglauben vorgebracht werden. Folgerichtiges Denken kann diese Argumente zwar leicht widerlegen und die Vernünftigkeit des Gottesglaubens aufweisen, doch richtet sich das Buch primär an Leser, die in metaphysischem Denken ungeschult sind. Es ist daher leider zu befürchten, daß es bei diesen ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Allerdings kann ein gläubiger Leser aus der Lektüre dieses Buches wenigstens die tröstliche Erkenntnis mitnehmen, daß den modernen Gottesleugnern offenbar keine neuen Argumente mehr einfallen.
Sehr sachliche Aushebelung des Gottesglaubens, 4. Juni 2005
Norbert Hoerster greift hier ein (seltsamerweise) nur selten behandeltes Thema auf: Kann man heute noch an Gott glauben, wenn man alle Pro- und Kontra-Argumente zusammenträgt? In einer Zeit des Gefühlstaumels rund um den reaktionären Papst und wiedererstarkendem religiösen Fundamentalismus rund um den Globus kommt Hoerster nach einer sehr fairen und unaufgeregten Abwägung zum einzig rationalen Schluss: Der monotheistische Gottesglaube ist angesichts zahlloser inhärenter und anderer Widersprüche praktisch widerlegt. Dieses Buch hilft, diese Realität, die eigentlich in einer aufgeklärten Gesellschaft selbstverständliches Allgemeinwissen sein sollte (eigenartigerweise aber überhaupt nicht ist) klar und schnörkellos ins Bewusstsein zu rufen. Wichtig und empfehlenswert. Also: Statt zum nächsten religiösen Großereignis zu fahren: Lieber mal den Hoerster lesen!
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