Kundenmeinungen
Informatives Buch von einem Aussteiger, 4. Februar 2007
Blick hinter die Kulissen der Psychosekte, geschrieben von einem Aussteiger - das ist es , was das Buch bietet. Informativ, wenn auch inzwischen etwas veraltet.
Deutliche Warnung, 19. Dezember 2006
Ein ganz normaler Mensch mit einem ganz normalen Leben gerät in die Fänge der Scientology-Sekte - wie und warum? Der Anfang ist harmlos, die Abhängigkeit kommt schleichend, ohne dass der Betroffene etwas merkt - und deshalb kann es wohl wirklich jeden treffen, egal wie "immun" er / sie sich fuehlt. Mir war das Buch eine deutliche Warnung.
Die Schilderung von Diana Hubbard - Ron Hubbards Tochter - hat mich allerdings zum Lachen gebracht ("Herzliche Gruesse von Dad - er liebt Deutschland ganz besonders, weil er in seinem frueheren Leben ein Deutscher war"), so idiotisch wirkte diese Frau, aber gläubige Mitglieder durften nicht einmal ihren Gesang kritisieren!
Norbert Potthoff ist schon auf dem Absprung, ist jedoch bereit, "ein bisschen Scientology" in seinem Leben zu akzeptieren, um die Ehe mit seiner 2. Frau Sabine zu retten. Dann jedoch erkennt er, dass Scientology Sabine buchstäblich in den Wahnsinn getrieben hat und hat endgueltig genug - Gott sei Dank!!! Ich habe aufgeatmet bei dem Satz: "Ich bin kein Scientologe mehr!" Sabine glaubte nämlich allen Ernstes folgendes: "Ich bin in meinem frueheren Leben Ron Hubbards Mutter gewesen, und die Fehler, die ich als Mutter gemacht habe, fuehren dazu, dass Scientology heute so angegriffen wird."! Kein Wunder, dass das Potthoff den Rest gegeben hat, hatte eine Gänsehaut beim Lesen! Unglaublich, wie weit man Menschen bringen kann. Mich wuerde interessieren, was aus Sabine geworden ist!
sehr fesselnd und informativ, 5. September 2005
Mich hat das Buch von Norbert Potthoff sehr beeindruckt. Ich habe mich schon recht intensiv über die Scientology Organisation informiert (als Kritikerin), habe einige Erfahrungsberichte und viele Fachartikel über diesen Psychokult-Konzern gelesen. Und im Vergleich zu anderen Erfahrungsberichten enthält das Buch von Norbert Potthoff sehr viele Detailinformationen (aber nicht so, dass er sich in Details verliert), also Hintergrundinformationen.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die genaue Schilderung einer seiner Auditing-Sitzungen. Bisher war "Auditing" für mich immer ein sehr abstrakter Begriff - die Sprache war von ständigem Wiederholen von Erlebnissen des ganzen Lebens, von Gehirnwäsche. Wie das aber genau abläuft, wie man sich dabei fühlt, was einem das ganze in dieser Situation bringt, etc. wußte ich bisher noch nicht. Norbert Potthoff hat dies sehr verständlich geschildert. Genauso rechnet er nicht nur mit Scientology ab sondern mit seinen eigenen Fehlern. Er erzählt selbstkritisch, nennt seine eigenen Trugschlüsse in den einzelnen Phasen. Das macht ihn zu einem sehr sympathischen Erzähler. Als er schließlich (inzwischen ein ranghohes Mitglied) erkennt, dass es in Wahrheit bei Scientology nur um Machtausübung und Geldmacherei geht, will er sich lösen. Doch bis das gelingt, vergehen noch Jahre. Hervorheben möchte ich noch den Unterschied der Erfahrungen von Norbert Potthoff zu denen von Elke Nietsche (ihr Buch: "Alptraum Scientology"). Obwohl beide bei Scientology waren (Potthoff jahrelang, Nietsche nur wenige Wochen) und in beiden Fällen die Härte von Scientology ähnlich war, gibt es in den beiden Fällen doch sehr große Unterschiede: Norbert Potthoff hatte in seiner hohen Stellung ganz andere Hintergrundeinblicke, er schildert mehr die psychologische Komponente, die Manipulation, die durch Scientologen betrieben wird. Elke Nietsche hingegen wird mit härtester "Straßenarbeit" und Schlafentzug an ihre körperlichen Grenzen gebracht. Sie hatte nie den Einblick, den Norbert Potthoff gewonnen hatte. Umso interessanter ist es beide Erfahrungsberichte gelesen zu haben, da man sowohl erkennt wie sich Scientology hohen Mitgliedern als auch hierarchisch "niedrigeren" Mitgliedern gegenüber verhält. Zu der anderen Rezension mit der Kritik, dass die Arbeit des Lektors in diesem Buch sehr schlecht war, kann ich nur sagen: So schlimm war es nicht! Und mir fliegen Rechtschreibfehler normalerweise aus Kilometer-Entfernung ins Auge. Da habe ich diesbezüglich schon viel schlimmere Bücher gelesen (z.B. Stern-Ausgabe von "Wir Kinder am Bahnhof Zoo").
Recht informativ, 25. November 1999
Ich gebe diesem Buch drei Sterne, da es viele Informationen enthält und sehr gute Einblicke in Scientology bietet. Jedoch, es gibt bessere, informative Bücher zum Thema Scientology, Bücher von Aussteigern, die mir hinsichtlich ihres Inhalts auch besser im Gedächtnis geblieben sind. Nichtsdestotrotz, das Buch ist schon lesenswert für jemanden, der sich kritisch mit Scientology auseinandersetzt und auch für den, der Einblicke darin erhalten möchte. Jedoch - wer war da bloß mit dem Lektorat betraut??? Das Buch strotzt nur so von Fehlern, vor allem dieser ständige vollkommen falsche Wechsel zwischen Präsens und Imperfekt, manchmal innerhalb eines Satzes, stößt mir sehr sauer auf. Dies wirft wirklich kein gutes Bild auf den Autor eines sehr kritischen Buches, und wenn die Scientologen davon Wind bekommen, können sie gleich wieder ihre Kritik loswerden, wobei sie da ja vollkommen Recht hätten.
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