Kundenmeinungen
Ein Horrortrip der ganz besonderen Art, 4. Februar 2008
Inhaltlich wurde zum Roman "Furcht" ja schon einiges geschrieben, weshalb ich in meiner Rezension auch nicht spoilern, sondern vielmehr auf das Genre eingehen möchte. Sicherlich könnte man "Furcht" mit Fug und Recht als Horror-Roman bezeichnen, aber das ist er nicht nur. Bentley Little war es von jeher darum getan, und man verzeihe mir den etwas abgedroschenen Terminus, den "ganz normalen Wahnsinn" unseres Alltags aufzuzeigen und diesen in seiner ultimativen Grässlichkeit bloßzulegen. Littles Romane, so auch "Furcht", sind dabei jedoch noch ein Gutteil zynischer und misanthropischer als King es je gewesen ist. Und damit gewissermaßen auch "moderner" - und vielleicht gerade deshalb so erschreckend.
Und so ist "Furcht" nicht zuletzt deshalb ein Albtraum, weil wir alle uns tagtäglich selbst in den oftmals absurden Niederungen gesellschaftlichen Zusammenlebens wiederfinden und uns mit den Konsequenzen von Regulierungswahn, Obrigkeitshörigkeit, Mitläufer- und Duckmäusertum herumschlagen müssen.
Angst ist die Triebfeder für alles. Selten zuvor hat ein Spannungsautor dieses Grundprinzip auf so unterhaltsame wie fesselnde Weise zu seinem Thema gemacht wie Bentley Little. Kurz: Dieser Roman ist einfach erschreckend gut!
Furchteinflößend gut ..., 31. Januar 2008
...ist dieses Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde.
Der Vergleich Bentley Littles mit Stephen King ist mehr als treffend, weitere Werke erwarte ich mit Spannung...
Die Story beginnt harmlos: Barry und Maureen, ein glückliches junges Paar aus der Großstadt, suchen ein Haus im Grünen, um mehr Ruhe zu haben und endlich mit der Familienplanung zu beginnen. In Bonita Vista, einer geschlossenen Wohnanlage, finden sie ihr Traumhaus. Günstig, wunderbar gelegen, einfach perfekt... Schnell ist der Kaufvertrag unterschrieben, der Umzug erledigt und die Freude über das neue Heim groß.
Doch bereits an ihrem ersten Tag in Bonita Vista wird Barrys Freude durch einen ekelhaften Fund in seinem Briefkasten getrübt. Um wenigstens Maureen ihre Freude nicht zu verderben, behält er die Sache für sich und verdrängt sie erfolgreich.
Die Bekanntschaft mit den neuen Nachbarn wird schnell geschlossen und von ihnen erfährt das Ehepaar auch von der Willkür und der ominösen Satzung des Eigentümervereins, der Bonita Vista sozusagen regiert. Zuerst nehmen Barry und Maureen die Schauergeschichten nicht ernst, doch als sie selbst betroffen sind, wandelt sich ihre Ungläubigkeit schnell in Wissen und dann tiefe Furcht. Niemand widersetzt sich den Regeln des Eigentümervereins, egal wie absurd sie erscheinen. Niemand.
Ein Geduldsspiel mit nervenaufreibenden Regeln beginnt und am Ende geht es um Leben und Tod.
"Furcht" lehrt einen wahrlich das Fürchten. Littles Schreibstil unterstützt sein Talent, wahren Horror zu vermitteln und macht es trotz der bedrückenden Geschehnisse schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Schonungslos deckt er die düstere Seite der Menschen auf, von der wohl jeder denkt, sie nicht zu besitzen. Doch entspricht das wirklich der Wahrheit?
Ein gelungenes Werk, das ich gern weiter empfehle. Wer starke Nerven und einen stabilen Magen hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen...
Stephen Kings geistiger Sohn -- Genial!, 12. Dezember 2007
Auf der Rückseite des Buchs steht, dass Stephen King der Mentor von Bentley Little ist -- das merkt man dem Roman in der Zeile an. Ich lese schon lange Horror und habe ebenso lange nach einem Autor gesucht, der es mit dem King aufnehmen kann. Little hats geschafft -- bisher war noch kein anderer Autor so dicht an King dran.
Die Geschichte fängt in bewährter King Manier harmlos an und steigert sich dann zu einem irrsinnigen Albtraum. Ich freu mich schon auf Littles nächsten Horrortrip. Absolut zu empfehlen!
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