Kundenmeinungen
Teuflischer Genuß, 29. Dezember 2007
Wen interessiert, das Evas Apfel in der biblischen Originalfassung noch eine Feige war und der Apfel erst im Mittelalter deswegen verteufelt wurde, weil er das Pentagram in sich trägt und ausserdem im Keltentum das Göttliche symbolisierte (unverantwortlich gekürzt von mir ;), für den wird dieses Buch ein gefundenes Fressen sein.
Das Kannibalismus in Europa erst nach einem Konzil unter Strafe gestellt wurde, warum Hindus keine Kühe essen, warum Fisch zur vegetarischen Ernährung gehört (für manche), dass Hitler strikter Vegetarier war aber diese Vereinigungen ebenso strikt verfolgte, warum in den USA Kopfpreise für (in Haiti lebende) Hausschweine ausgesetzt wurden ... und vieles mehr über verbotene und geheiligte Speisen, wie schnell das eine ins andere schlagen kann und noch ein paar Rezepte dazu.
Solltet ihr dieses Buch irgendwo entdecken unbedingt lesen! (wenn nicht sogar kaufen ;) )
Beruhigend am Rande für mich: alles kann gegessen werden, vom Schwalbennest (China) über den Hund (Kalifornien) zum Blut/Milch-Cocktail (Afrika) nur eines ist offensichtlich überall tabu: Katzen!!
Na dann - Mahlzeit!
Spannende Kulturgeschichte, 17. Dezember 2005
In Teufels Küche hätte ein staubtrockenes Sachbuch werden können, wenn es nicht von einem so weit gereisten, belesenen Autor wie Stewart L. Allen stammte. In einem schwindelerregenden Parforce-Ritt durch alle Kulturen und Epochen erzählt er von verbotenen Genüssen und tabuisierten Speisen, geordnet nach den sieben Todsünden und garniert mit ausgesucht kühnen Rezepten. Es ist eine spannende Kulturgeschichte vom letzten Abendmahl bis zu Mitterands letztem Willen, von der Entstehung des Ketchups bis zur Geburtsstunde des Kartoffelpürees, von heiligen Kühen, zauberhaften Kannibalen und dem Fleisch der Gerechten. Wundersam wie ein Märchen und prickelnd wie ein Thriller.
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