Kundenmeinungen
Spannender Beginn, enttäuschendes Ende, 7. Oktober 2007
Kommissär Bärlach, den man aus "Der Richter und sein Henker" kennt, liegt totkrank im Hospital. Sein Arzt weckt bei der Betrachtung eines alten Bildes aus einem Konzentrationslager in Bärlach einen folgenschweren Verdacht, der alte Polizist stürzt sich noch einmal in eine gefährliche Untersuchung.
Am Anfang ist der Krimi spannend, man wird sehr neugierig darauf, ob sich der Verdacht, der auf dem Bild abgelichtete KZ-Arzt könnte überlebt haben und nun in der Schweiz sein Unwesen treiben, bewahrheitet.
Im Verlaufe der Handlung aber wird die Spannung gebremst durch recht verstiegene philosophische Einschübe über moderne Ideologien und Nihilismus, die meiner Meinung zu lang und spitzfindig geraten sind. Im Vorgängerkrimi sind diese Passagen knackiger gewesen. Das Ende dann ist einigermaßen vorhersehbar und konventionell. Gelungen sind die intensiven Beschreibungen der Personen und des düsteren Krankenhausambientes.
Zwerge, Riesen und Henker, 5. April 2007
Ich habe das Buch auf einen Schlag ausgelesen und mich geärgert, dass es nur 120 Seiten hat! Dürrenmatts Stil ist einfach wunderbar flüssig zu lesen, nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht oberflächlich. Er versteht es, Spannung aufzubauen, die gegen Ende des Buches ihren Höhepunkt erreicht. Besonders gut gefallen haben mir die "Feinheiten", z.B. die Figur des Gulliver. Für mich steht "Der Verdacht" auf einer Stufe mit seinem Vorgänger "Der Richter und sein Henker" und bekommt damit von mir fünf Sterne.
Kompliziert, aber gelungen, 22. November 2006
Auch ich habe, wie der ganze zehnte Jahrgang an unserer Schule, "Der Verdacht" gelesen.
Ich finde das Buch sehr gelungen. Was mich stört, sind die langen Monologe und Gedankengänge der einzelnen Personen. Mann muss sich beim Lesen sehr konzentrieren, so dass der Spaß an der Lektüre irgendwie abhanden kommt. Zu der großen Notwendigkeit von Konzentration führen auch die oftmals bis zu sieben Zeilen lange Sätze, bei denen der Sinn verloren geht.
Jedoch ist "Der Verdacht" eine angemessene Lektüre für die zehnte Klasse. Sie ist spannend aufgebaut und enthält immer wieder neue Überraschungen. Im Nachhinein mag alles ziemlich unwirklich erscheinen, ein Riese ein Zwerg... Märchenfiguren in einem Krimi. Doch Dürrenmatt hat diese Unwirklichkeit als Mittel zur Spannung und einem positiven Ende genutzt, und das, wie ich finde, sehr gelungen.
Meisterwerk, 7. Februar 2006
Ich habe mir am Freitag dieses Buch in einer Bücherhandlung angeschafft, in der Hoffnung, in diesem Werk Dürrenmatts eine dem Roman "Das Versprechen" gebührende Fortsetzung lesen zu können und wurde zu meiner Befriedigung bei weitem nicht enttäuscht,ja sogar bin ich gewillt zu sagen, es sei das gewaltigste Buch einer hohen literarischen Klasse, das ich jemals gelesen habe. Dieses Buch fesselt und überzeugt vor allem durch seine hohe sprachliche Qualität und dem komplexen Gedanken, die das Werk strukturieren. (Zu oben: Obgleich ich weiß, dass "Der Verdacht" eine Fortführung des Romans "Der Richter und sein Henker" ist, so verwies ich doch auf ein anderes Werk Dürrenmatts, "Das Versprechen", da sich diese in einigen Punkten ähneln). Euer Franz
Super Geschichte!!!, 7. Februar 2006
Von mir gibt es ganz klar 5 Sterne!!!In diesem Buch wird eine Figur aus dem Buch, Der Richter und sein Henker nocheinmal aufgegriffen. Das Buch mit Komissär Bärlach war schon ein Meisterwerk und Der Verdacht steht diesem Buch in keinem nach, indem Komissär Bärlach wieder die Hauptrolle spielt. Wer schon ,,Die Physiker" und ,,Der Richter und sein Henker" gerne gelesen hat, der wird dieses Buch auch lieben. Dürrenmatt überzeugt mal wieder durch eine super Story, einen klasse Schreibstil und einer gar nicht mal so fremden und unrealistischen Geschichte.
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