Kundenmeinungen
Gut gegoogelt, 25. Dezember 2007
Alle sind versammelt: die Politiker, die Journalisten, die Philosophen, die Kleriker,die Dichter,die Hochstapler beiderlei Geschlechtes,die Psychologen,Hirnforscher und sonstige Geschichtenerzähler. Alle zusammen im Dienste der Lüge.Skandal überall.
Gefeiert und skandalisiert.
Geschichte reiht sich an Geschichte- das ganze im Stil von " Noch Fragen,Kienzle" - zwei Journalisten konträrer Couleur beharkten sich zur Freude des Publikums im ZDF. Bei Willemsen und Hildebrandt geht es ein wenig gesitteter zu, aber im gleichen Stil.
Dieser äusserst bunte Strauss lässt einen verwirrt zurück. Nicht deswegen verwirrt, weil man irrtümlich an die Kraft der Wahrheit glaubte, sondern weil die Überfülle an Aspekten und Zitaten keinerlei Linie ausser einem mäandernden Duett erkennen lässt, der Strom fließt mal hier, mal dort.
Ausser der Zerstörung der oben genannten Illusion, wenn man sie denn hatte, und man nicht die Erkenntnis, der Mensch lüge zweihundert Mal am Tag für wahr hält, wird man nicht um viele Erkenntnisse bereichert.
Trotz aller Zitate geht es nicht um Aufklärung, sondern um Unterhaltung. Der - sich auch gegenseitig ein wenig zwackende-Witz steht im Vordergrund.
Zitate über die Notwendigkeit der Wahrheit stehen unverbunden neben solchen über die Funktion der Lüge.
Durch die Überfülle an Zitaten wird eine Aufklärung suggeriert, die letztlich nicht stattfindet, denn man liest es dann doch nicht als Studienbuch,sondern als Unterhaltung. Die Empörung über die Lüge,wenn es eine gab, wird angesichts der Fülle er Geschichten, des ubiquitären Auftretens auch in sich zusammenfallen.
Was solls ? Zwei Medien-bekannte Köpfe waren geist-reich. Google sei Dank.
ehrenwort!, 23. Dezember 2007
das vorliegende werk ist gut geworden, wenn es mich auch nicht an meinen sessel gefesselt hat. ich habe 2 anläufe gebraucht es fertig zu lesen. an manchen stellen herzhaft gelacht an manchen tierisch gelangweilt. kurz um, gut aber nicht überragend.
Nett, aber nicht wirklich anspruchsvoll, 22. Dezember 2007
Witzig und nett geschrieben wartet das Buch mit sehr vielen zum Teil obskuren Geschichten auf, die aufrüttelnd, anregend aber auch abstoßend wirken bzw. wirken sollen. Doch der Nachhall des Buches ist nicht wirklich langlebig.
Wie bei einem informations-überbordenden Fernsehbericht fühlt man sich durch das geistreiche Wortgeplänkel sehr angenehm und schlagfertig unterhalten, doch ein wirklicher Nachhall stellte sich zumindest bei mir nicht ein.
Nett, aber nicht wirklich anspruchsvoll, was man von den Herren Willemsen und Hildebrand eigentlich erwartet hätte.
Die Weltgeschichte der Lüge, 30. Oktober 2007
Alles Lüge, von vorn bis hinten, alles erstunken und erlogen, so oder so ähnlich lässt sich der erdachte Dialog zwischen Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen zusammenfassen und dabei geht es ja um die LÜGE an sich. In der Geschichte, in der Politik, in den Medien und in der heutigen Gesellschaft, überall und um uns herum.
Zuerst habe ich an eine Vertonung gedacht, denn das Buch ist wie ein immer weiter fortgeführter Dialog zwischen Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen aufgebaut, doch dann machte das Lesen immer mehr Spaß, wobei einem so mancher Witz im Halse stecken bleiben sollte.
Urkunden - gefälscht, das halbe Mittelalter erfunden, Ehernworte, nichts wert und Pressemeldungen gehen meist auf Kosten der Wahrheit an den Start.
Das Buch ist eine einzige Aneinanderreihung von groben Schnitzern der Geschichte, brutaler Demaskierung von Politikern und offener zur Schaustellung von Gier, Gewalt und Heimtücke.
Egal auf welche Seite man gerade blättert, es wird einem Angst und Bange.
Ziel erreicht, Patient tot - wollen Sie sich fürchten, dieses Buch ist zum Abgewöhnen, danach glauben sie niemand mehr ein Wort.
Sehr Empfehlenswert!
Lügen sind amüsanter, 22. Oktober 2007
.. als die Wahrheit und die Herren Hildebrand und Willemsen sind seit jeher Garanten für pointierten Schlagabtausch. Damit hat das Werk einen Vertrauensvorschuss für seine Unterhalterqualitäten und der wird nicht enttäuscht. Die Einsichten mögen oft genug obskur sein, witzig sind sie allemal. Frau Bünger hat den richtigen Tonfall für ihre beiden Helden gefunden und bringt frischen Wind in ein altes Thema.
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