Kundenmeinungen
Bachman oder King - Hauptsache SPANNUNG, 28. Juli 2008
Nachdem mich die Stephen King Romane der letzten Jahre alle miteinander nicht vom Hocker gerissen haben war ich erfreut festzustellen, dass es noch ein älteres bisher nicht veröffentlichtes Werk unter seinem früheren Pseudonym gab und siehe da: Das Buch ist Unterhaltung und Spannung vom feinsten, auch wenn es an die ganz großen Knaller nicht heranreicht. Es wird die Geschichte eines Außenseiters erzählt und das war schon immer eine Stärke von Stephen King (man denke z. B. an Carrie oder die Kinder in "It"). Blaze, der nach schweren Misshandlungen durch seinen Vater bleibende Schäden davonträgt und in einem Heim landet hat zumindest Glück, dass er Gleichaltrige um einiges an Größe und Stärke überragt wodurch er sich bei den anderen doch einen gewissen Respekt verschaffen kann. Er schließt nur sehr wenige Freundschaften und dummerweise geben diese Personen alle bald den Löffel ab. Blaze, wieder einmal auf sich allein gestellt und mittlerweile auf die schiefe Bahn geraten, beschließt den Plan seines letzten Kumpels George in die Tat umzusetzen und das Baby einer reichen Unternehmerfamilie zu kidnappen. George, obwohl seit zwei Monaten tot, meldet sich immer wieder in seinem Kopf um ihm Ratschläge zu erteilen oder ihn für seine Fehler die ihm während seiner Coups unterlaufen zu tadeln.Die Geschichte ist so aufgebaut, dass Blaze's Kindheit und Jugend immer in Rückblenden zwischen der Kidnapping-Story erzählt wird was den Spannungsbogen insgesamt noch erhöht. Vor allem die Entführungsszene ist sehr packend geraten, obwohl es schon sehr spät war konnte ich das Buch nicht auf die Seite legen ohne sie zu Ende gelesen zu haben. Ausgesprochen unterhaltsam war die Szene wo er sich in einem Kaufhaus mit diversen Babyartikeln eindeckt ("He felt like he'd landed on Planet Baby"). Hoffentlich gibt es noch mehr unveröffentlichtes Material wie dieses.
Einfach nur gut... King at its best., 1. März 2008
Laut Prolog hat King das Buch schon vor über 30 Jahren unter seinem Alias Bachmann geschrieben und erst jetzt verlegt.Er erzählt eine Kidnappinggeschichte aus der Perspektive des Kidnappers. Dabei schafft er es soviel Sympathie für Blaze (den Kidnapper) zu entwickeln, dass einem beim Lesen des Buches irgendwie immer etwas komisch und falsch vorkommt. Blaze ist zurückgeblieben, unterhält sich mit seinem toten Freund George und entwickelt darüberhinaus eine Beziehung zu seinem "Opfer". Tja, am Ende gewinnen doch die Guten (so wie es sein soll) aber ein eigenartiger Nachgeschmack bleibt.Seit Langem hat mich kein Buch mehr von King so gefesselt, wie dieses. Die Geschichte ist von Anfang an spannend aufgebaut und erzählt, immer wieder mit zeitlichen Rückblicken auf die Jugend von Blaze.Auch wer in den letzten Jahren immer weniger King gelesen hat, weil sich irgendwie alle Geschichten wiederholen, sollte hier zugreifen. Es lohnt sich.
Der alte King - einfach nur gut !, 6. Februar 2008
Genau wie ich vor wenigen Tagen in meiner Rezension für "The Mist" schrieb, sind die alten Werke von Bachmann/King so gut, daß man eigentlich nur heulen kann, wenn man seine heutigen Romane damit vergleicht. In seinen "frühen" Autorenjahren - circa 1970-1980 - schrieb er sehr sehr viele gute, spannende, gruslige und auch nachdenklich machende Thriller, die durchaus Tiefgang hatten. So auch diese Novelle, die jahrzehntelang vergessen in einer Truhe lag und die von "Blaze" berichtet, einem zurückgebliebenen jungen Mann, der in jungen Jahren von seinem Vater mehrmals die Treppe hinuntergestoßen wurde, so daß aus dem intelligenten und belesenem Kind ein zurückgebliebener Junge wurde, welcher im Waisenhaus aufwuchs und auf die schiefe Bahn gerät. Míthilfe seines Freundes George plant er die Entführung eines Millionärs-Babys. Da George jedoch vorher stirbt, will Blaze die Entführung alleine durchziehen - allerdings hört er regelmäßig die Stimme seines Freundes, die ihm bei der Vorbereitung hilft, da Blaze sehr viel und schnell vergißt..... Das Buch hat, wen wundert's, ein trauriges Ende. Es ist aber eine schöne Novelle, traurig, aber mit auch lustigen und berührenden Momenten.Ein wirklich empfehlenswerter Roman. Nicht verpassen - und auch mal wieder die alten "Schinken" wie "Thinner" oder "Carrie" herausholen. Es lohnt sich !
the man knows how to tell a story, 25. Juni 2007
Just finished Blaze yesterday, and luckily I was not disappointed with what King has written some 35 years ago and nearly forgotten until now. I like the Bachman books a lot, and I can see traces of King's old writing in there - Blaze talking to George in his mind, like the main character in Roadwork did, for example. But also, it reminded me of his more recent work, Love. Blaze's childhood, what his father did to him... Nevertheless, the book is strong enough to stand on its own. Predictable, of course. You know quite early on what is going to happen, it is inevitable. No happy ending for Blaze. But still, I wanted to keep reading and just couldn't put the book down until I was finished with it. At the end, one is ready to shed a tear or two for Blaze - what had me crying almost also was a short passage, a sidenote only, about Blaze's child (one he never knew of), adopted by a nice couple and growing up to be an intelligent young man - a glance of how Blaze's own life could have been, hadn't his father thrown him down the stairs one too many times when he was a child. Great book! Can't wait to read Duma Key, which will be King's next book - at the end of Blaze, you will find a short story called Memory for good measure, which is connected to Duma Key. A happy constant reader :-)I kill with my heart.
A beautiful tale of a desperate mind, 2. Juni 2007
Blaze is helpless and retarded and still tries to go ahead with the last plot he worked out with his late partner George: kidnap a baby and get away with the ransom money of one million dollars ...Blaze is just like a white John Coffey (from 'The Green Mile') - you can't help but like him, feel and suffer with him when he blunders along, leaving traces a blind man couldn't miss. His dreams of wealth are soon blown apart and his only goal is to keep the baby he has grown to love.Blaze is not alone: His dead partner George now resides in his head, giving him advice or scolding him for his stupidity. As he knows things Blaze cannot possibly know, this connection is obviously of the supernatural kind, but will it be enough to save Blaze, who within hours after the kidnapping, is on the run with baby Joe?A gripping tale unlike anything you are used to when reading King, ''Blaze'' will not let you go before his flight is over.Bonus: Kings short story 'Memory' is also republished in this volume!
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