Kundenmeinungen
Brauchbar, wenn man die neuen Realms spielt, 14. November 2008
Auch hat der Vorrenzensent schon alles wesentliche gesagt. Die Regionalbeschreibungen finde ich aber gar nicht schlecht. Sie sind meines Erachtens besser als in dem Players Guide der 3ten Edition. Damit haben Spieler eigentlich eine gute Informationsmöglichkeit, sich die Welt ein wenig vorzustellen. Immerhin sollte die Vertiefung ja durch den Spielleiter kommen.Klar waren Kalamar oder Eberron ganz andere Kaliber, aber hier geht es ja um die Neuauflage und da finde ich diesen Band konform mit dem Campaignsetting.
Viel Regeln - wenig Realms, 18. September 2008
Die Playersguide zur (meiner Ansicht nach) ruinierten Welt der Forgotten Realms. Die Aufmachung entspricht dem Hauptbuch der 4th Edition Realms, ist aber nochmals einiges schmaler. Der Fokus liegt hier klar auf neuen Paragon Wegen sowie auf einen kulturellen Hintergrund für die Charaktere, was auf mich einen guten Eindruck macht. Natürlich ist auch die übliche Liste von Feats enthalten, 2 neue Klassen sowie eine Art Class Template (für Opfer der Spellplague), neue Zauber und kurze Beschreibungen der Hauptgötter. Vom Fokus her auf Spieler ausgerichtet ist die Gewichtung wirklich gelungen. Die neuen Klassen sind keine Überraschung - vor allem der schwertschwingende Magier musste wohl einfach in einer Forgotten Realms Players Guide auftauchen - gähn. Noch schlimmer: die Drow als Spieler Rasse, denn neben des Gefühls von Langeweile schleicht sich auch noch die Erkenntnis ein, dass den Spielern hier diese Rasse ganz nach neuer 4th Edition Regellesart an die Hand gereicht wird: ohne Nachteile. Noch nicht einmal ein Hinweis, dass Drows von allen anderen Rassen gehasst und gefürchtet werden findet sich in den wenigen Zeilen des Beschreibung.Die Paragon Wege sind zu 1/3 den Hauptgöttern angedient (was den grossen Nachteil mit sich bringt, dass nicht jeder der Götter in diesen Genuß der rollenspielerischen Tiefe gelangt) und zu 2/3 verschiedenen Regionen und Nationen. Dabei finden sich auch typische, wie die Purple Knights und War Wizards von Cormyr oder die Ranger des High Forest. Überraschend ist hier eigentlich nur, dass bei all der Zerstörung und Neuausrichtung der Welt diese Paragon Wege fast durch die Bank auch in den alten Realms zu spielen wären.Die Feats und Zaubersprüche sind die üblichen Bekannten- wie ausbalanciert die lange Liste ist, wird sich erst beim längeren Spielen erweisen. Kommen wie zu (zumindet meinem) Hauptaugenmerk: den Regionenbeschreibungen für die Spieler. Die Vorteile bei Auswahl sind minimal, grade im Vergleich zu den ansonsten rein auf Begegnungen ausgelegten Klassen- und Rassenkräfte. Die Texte selbst sind oberflächlich, geben meist Informationen des Hauptbuches wieder und sind hier in keiner Weise mit der Inhaltstiefe von Büchern wie der "Players Guide to Kalamar" zu vergleichen. Auch erfährt der Spieler zu wenig über charakterliche Eigenheiten, Äusseres der Bewohner, Vorlieben und Ängste, Hauptgottheiten, etc. Vielmehr legen die Texte auch hier ein Augenmerk auf "so war es früher - so ist es heute". Das schlechteste Kapitel rundet den Band dann quasi ab: die Götter. Hier fallen gleich alle ausser der Greater Gods unter den Tisch, Informationen zu Ritualen, besonderen Gewandungen, priesterlichen Aufgaben fehlen ganz, von den Specialty Priests der 3rd Edition ganz zu schweigen. Abschließend: dieser Band erreicht weit besser als das Hauptwerk, für was er erdacht wurde. Die Aufteilung der Kapitel ist gelungener, logischer. Aber das Hauptproblem bleibt bestehen: die Informationen sind oberflächlich, beliebig, austauschbar. Die Informationen haben keine Tiefe (wie auch, bei so kurzen Texten) und immer wieder schimmert der Versuch von Rechtfertigung für die Zerstörungswut an den Reichen zwischen den Zeilen hervor. Deutlich wird auch wieder mal, dass Greenwood wohl bei den Dalelands, Cormyr und Sembia den meisten Einfluss auf die neuen Realms nehmen konnte - denn hier erkennt man tatsächlich noch einmal politische und rollenspielerische Tiefe in den Beschreibungen.Ein besseres Buch als das Hauptwerk - regeltechnisch 4 Sterne, vom Versuch dass Setting näher zu bringen her aber höchsten derer 2. Alles in allem eine schwache 3. Vieleicht ist die Bewertung aber auch nur so hoch ausgefallen, weil ich gar nicht mehr viel zu den Realms von diesem Buch erwartet habe...
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