Kundenmeinungen
Enttäuschender Abschluss, 12. Februar 2008
Es wurde bereits alles gesagt, was das Buch angeht.Allgemein streiten sich die Meinungen, wie üblich.Jene, die lange, ausufernde Erklärungen über ein und das Selbe mögen (oder gar brauchen) und überdurchschnittlich langatmig beschriebene Gegenden mögen (siehe Tolkien), werden das Buch weiterhin lieben.Auch wenn die Monologe der Protagonisten etliche Seiten umfasst, in denen die Antagonisten nicht einmal die Hand erheben und in aller Ruhe zuhören.Ob und warum Goodkind den Stil seines Meisterwerks "Wizards' First Rule" geändert hat, kann ich nicht sagen.Und keiner sollte das, denn wir wissen nicht, was in diesem eigentlich guten Author vor sich geht.Unbestritten jedoch ist, das man diese Serie hätte längst beenden können, ohne den Verlust von Kahlan als "Phantom", direkt nach Darken Rahl.Oder meinetwegen kurz danach mit den Chimes.Dieses Buch zieht sich in die Länge.Der Anfang fühlt sich wie dickflüssiger Teer an, in dem man längst bis über die Hüften gesackt ist.Danach wird man kurzfristig wieder gerettet, in Alkohol gebadet um dieses klebrige Zeug abzubekommen....und erhält einen Tritt um "Gesicht voran" in der Pampe zu landen.Wer die Serie unbedingt zu Ende lesen möchte, nur um zu wissen "wie" der Krieg und alles zu Ende geht: spart es Euch, wenn es geht.Die Guten gewinnen, das reicht schon.
Icarus, 31. Januar 2008
Der vorliegende elfte Band beschließt die Sword-of-Truth-Reihe von Terry Goodkind. "Endlich" ist man versucht zu sagen ob des Absturzes der Reihe. Was fulminant mit "Wizard's First Rule" begann, mit "Pillars of Creation" wenig unterhaltsam gestreckt wurde, erlebte mit den letzten vier Bänden einen traurigen Abschluss. Befeuert durch den ungeheueren kommerziellen Erfolg der Serie in den ersten Bänden, welche unbestreitbar gelungen sind, scheint der Autor einem derartigen Höhenflug erlebt zu haben, dass er sich auf einer Mission wähnt, seine "Ideologie", verbrämt in Fantasy-Romanen, verbreiten zu müssen. Damit wagt er sich in Höhen vor, die ihn unweigerlich haben abstürzen lassen.Zugegeben, vereinzelt blitzen auch im vorliegenden Werk Qualitäten früherer Episoden auf. So besticht die Schilderung des Ja-La-Spiels durch Spannung und Überraschungsmomente, das vom Titelhelden im ersten Band memorierte Buch ("Book of Counted Shadows") durch eine intelligent vom Autor integrierte "Relevanz" für den Abschluss der Geschichte. Dies vermag jedoch nicht die zahlreichen und schwerwiegenden Unzulänglichkeiten auch nur ansatzweise aufzuwiegen. Zunächst fällt die bereits aus anderen Bänden gefürchtete extensive Beschreibung von gänzlich Uninteressantem negativ auf. Immer noch finden sich seitenlange Beschreibungen der Umgebung, die man so schon oft vom Autor gelesen hat, sowie eine unglaubliche, fünfundzwanzig Seiten zählende Beschreibung wie Richard mit Nicci liest, lernt und zeichnet und dann wieder liest, lernt... Daneben stagniert die Handlung die ersten 300 Seiten nahezu völlig. In weiten Teilen sinnieren lediglich verschiedene Personen entweder über ihre prekäre Lage oder ihre große Bewunderung für Richard. Wenn sich dann doch mal etwas Wichtiges ereignet, wie beispielsweise der Diebstahl einer "Box of Orden", so berichten die Charaktere davon lapidar in drei Sätzen. Einen sonderlichen Unterhaltungswert kommt dem nicht zu. Über den Punkt, lediglich - neben dem Broterwerb - unterhalten zu wollen, ist der Autor aber allem Anschein nach sowieso längst hinaus. Ihm geht es offenkundig seit einigen Bänden eher um die Verbreitung seiner "Botschaft". Von missionarischem Eifer getrieben werden Zwiegespräche und Monologe der Protagonisten genutzt, um dem Leser auf doktrinäre Art und Weise einzutrichtern, was es so auf sich hat mit Liebe, Leben, Gerechtigkeit - um nur einige der schnell mal in einem Fantasyroman abhandelbaren Themen zu nennen. Da man bekanntlich am besten durch Wiederholung lernt, wird diese "Ideologie" dann auch immer wieder ausgebreitet. Doch damit hat es leider nicht sein Bewenden. Denn die pseudophilosophischen Ergüsse sind nicht nur ermüdend und deplatziert sondern propagieren zudem einige sehr fragwürdige "Wahrheiten" (für Zweifel ist kein Raum im Sermon des Autors). So wird ein Vernichtungskrieg gegen die unter Zwang dem Gegner zuarbeitende Zivilbevölkerung auf haarsträubende Art und Weise als Selbstverteidigung gerechtfertigt. Ein Sieg sei nur möglich durch die "...völlige Vernichtung der Anhänger des Glaubens des 'Orders'..." (Zitat!). Inter arma silent leges! An das Propagieren der Todesstrafe durch den Autor hatte man sich schon in einem früheren Werk gewöhnen müssen. Wenig verhohlen wurden deren gerechtigkeitsstiftende Funktion bereits zuvor durch den Titelheld verkündigt. Seinen diesbezüglichen Tiefpunkt erreicht Goodkind jedoch, als er Kahlen - hierbei Ankläger, Richter und Henker in Personalunion - nach einem unfreien Geständnis eine nunmehr gänzlich ungefährliche Person exekutieren lässt. Nun ja, (selbst-)gerechte Titelfiguren haben viele schwere Entscheidungen zu treffen.Insgesamt ergibt sich somit ein über weite Strecken ermüdender, langweiliger Fantasyroman, der den Leser immer nur dann aus seiner Lethargie weckt, wenn er ihm allen Ernstes weiszumachen versucht, Genozid oder die Todesstrafe seien die Speersptze der Gerechtigkeit.Nein Danke! Bitte nicht mehr davon!
Bester Abschluss einer Fantasy-Reihe seit Langem, 18. Januar 2008
Ich gebe zu, die Serie hatte Ihre sehr guten Bücher (speziell zu Beginn) und Ihre nicht so guten Bücher. Obwohl mir die Hauptgeschichte immer sehr gut gefallen hat wirkten die politischen Diskussionen und Moral-Predigten einiger Bände übertrieben und langweilig. Mit Confessor jedoch hat es der Autor wieder einmal geschafft diese Themen aufzunehmen aber nicht zu übertreiben. Das Resultat ist ein Buch, das an Spannung kaum mehr überboten werden kann! Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich das Buch gefesselt. Auf mich wirkte es wie ein 600 Seiten Finale das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.Zusammengefasst: Sehr gute Handlung, glaubhafte Charaktere und ein würdiges Ende der Serie. Schade, dass es zu Ende ist --> 5 Sterne von mir.
Hoffentlich nicht das Ende, 17. Januar 2008
Als langjähriger Fan der "Schwert der Wahrheit"-Reihe, der zu den englischen OV übergegangen ist, weil ich es nicht erwarten konnte, bis die deutschen Übersetzungen da sind, kann ich dieses Buch als absoluten Höhepunkt bezeichnen. Obwohl mir jedes einzelne Buch trotz mancher Langatmigkeit dennoch gefallen und mich auch so weit gefesselt hat, dass ich es relativ schnell ausgelesen habe, vereint dieses Buch das Ende einer weit zuvor begonnen Geschichte einfach perfekt.Es ist für ständige Leser dieser Serie sicher lesenswert, weil es keine zu starken und langen Politisierungen, Moralvorstellungen oder Kriegserzählungen enthält, das alles ist vorhanden, aber im richtigen Maß. Ab der Mitte des Buches hat man das Gefühl, dass die Zeit zu verfliegen scheint, eine Handlung die nächste jagt bis man im vollen Lauf am Ende angelangt ist - und sich da nur mehr fragt, wann das nächste Buch heraus kommt...Aber Achtung für diejenigen, die die Vorgeschichte nicht kennen: Dann wird die Geschichte zu verwirrend und die Personen vermengt, sodass der Lesespass sehr leidet. Eingefleischte Fans aber werden begeistert sein!
Hätte besser, hätte schlechter sein können..., 5. Januar 2008
Zu empfehlen ist dieses Buch wirklich nur treuen Lesern der "Sword of Truth"- Serie... Leider! Die ersten Bücher dieser Serie sind unterhaltsame, gut entwickelte und abenteuerreiche Fantasy-Geschichten mit überraschenden Wendungen und vielen neuen Ideen! Die Hauptcharaktere entwickeln sich ständig weiter und obwohl die Bücher in sich abgeschlossen sind, gibt es einen roten Faden für den größeren Zusammenhang. Ab ca. "Faith of the Fallen" bis zu diesem Buch wird explizit auf die Theologie der Order eingegangen. Was in "Faith of the Fallen" noch wie ich finde sehr gut beginnt entwickelt sich zu absoluter Selbstverherrlichung! Die unendlich laaaaaangen Passagen in denen immer wieder die Weltanschauungen dargelegt werden und die in teilweise drei Seiten langen Monologen gipfeln in denen sich ständig selbst wiederholt wird, sind ein bisschen viel... denn wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat... und was sollen die endlosen Erklärungen zu dem Spiel des Lebens? Wenn ich ein Buch über Football lesen wollte, dann hätte ich mir ein anderes gekauft. Wenn man sich erstmal durch die ersten 300 Seiten gekämpft hat kommt die Geschichte langsam wieder in Schwung und die Akteure fangen wieder an aktiv an dem Geschehen teilzunehmen. Doch obwohl die Geschichte wieder an Tempo aufnimmt bleiben einige Handlungsstränge unklar, andere irrelevante Handlungen werden bis zu Unendlichkeit ausgedehnt und erklärt und über einige wichtige Ereignisse wird einfach viel zu schnell hinweg gegangen!Also, nur lesen wenn man die Vorgeschichte kennt und endlich wissen will wie es ausgeht!
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