Kundenmeinungen
Manifest des Atheismus, 19. Januar 2008
Richard Dawkins liefert in dem vorliegenden Buch ein Manifest des Atheismus, in dem er Religionen jede Existenzberechtigung abspricht und die Existenz Gottes stark anzweifelt. Dawkins schreibt, er wolle mit dem Buch Atheisten Mut machen, sich nicht zu verstecken, sich zu organisieren und die Macht der Religionen nicht wortlos anzuerkennen.
Gerade dies erscheint als wichtigster Aspekt von Dawkins Buch. Überzeugte Gläubige wird es kaum vom Glauben abbringen. Aber Dawkins wirft die Frage auf, wieso jedes noch so absurde oder fragwürdige Verhalten mit religiösen Motiven begründet werden kann - akzeptiert von der schweigenden Mehrheit. Er verweist hier z.B. auf die Frankfurter Richterin, die einer Muslimin das Recht einer sofortigen Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann absprach, da der Koran Gewalt gegen Frauen ausdrücklich erlaube.
Dawkins entwickelt verschiedene Argumente gegen Religion. So widerlegt er, dass Moral nur durch Religion entstehen könne. Auch befasst er sich mit den Wurzeln der Religion. Gegen Ende des Buches bestreitet er, dass nur Religion uns Hoffnung und Zuversicht geben könne und das Leben ohne einen Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod sinnlos sei.
Dawkins argumentiert überzeugend, schreibt gut lesbar, oftmals aber sehr weitschweifig. Auch argumentiert er meist gegen fundamentalistische Gläubige, schreibt aber, sein Buch richte sich gegen sämtliche (auch moderate) Religionen. Denn er sieht in jeder Religion das Potential für Fundamentalismus. Leider ignoriert er, dass viele Menschen dennoch ihren Glauben praktizieren, ohne sich zu extremisieren und ohne andere zu diskriminieren - bzw. blendet diesen Punkt in seiner Argumentation weitestgehend aus. Dies ist die größte Schwäche eines insgesamt dennoch überzeugenden und zu vielen Diskussionen anregenden Buches.
not well researched , 18. Januar 2008
The most astonishing fact about the book is that one of the critics on the flap calls it "fair". Well, it is anything but.
It is a polemic, brilliantly written, but not well reseached. The only chapter which really got me thinking was the one called "why there is almost certainly no God", which goes through the scientifc evidence of explaining the universe without God. Here Dawkins in on his home turf, and he knows what he is talking about.
The rest of the chapters are entertaining, interesting, enraging, but they are not well researched. Dawkins scorn is put on everything religious, but he often did not get his facts right. He is so intend to denounce religion, that he obviously did not had time for some research. It seems to escape his notice that there is something like a non-theistic religion, it seems to escape his notice that atheism is well able to atrocities etc.
So if you are an adherent to any religion, you will most likely be enraged, but not challenged, because it is too easy to dismiss his arguments. In some respects this is a pity....
Als Atheist bin ich mehr als enttäuscht, 12. Januar 2008
Eins vorweg, den Untertitel zum Thema "The belief in a personal god is intellectual high treason" kann ich voll und ganz unterschreiben und endlich schreibt einer der angeblich cleversten Köpfe dieses Planeten seinen Senf dazu.
Die Umsetzung allerdings ist schlichtweg "ernüchternd". Ich habe von diesem Werk erwartet, sachlich diskutierte und schlüssige Argumente vorzufinden, die als stabile Grundlage für Diskussionen mit gläubigen Menschen standhalten könnten. Kurz gesagt, ich hatte gehofft dieses Buch einigen guten Bekannten in die Hand geben zu können, um ihre "Wahnvorstellung" die sie Religion nennen, aus wissenschaftlicher Sicht zu entlarven.
Hätte ich dieses Buch weitergegeben, hätte ich wohl nur einige mitleidige Blicke geerntet und meine Glaubwürdigkeit als überzeugter Atheist aufs Spiel gesetzt (ja, so schlecht ist Dawkins Argumentation).
Nach diesem Buch bin ich einfach sprachlos. Ein Mann wie Dawkins, ein Superstars der Wissenschaft, eine echte Ikone, versaut eins der wichtigsten Themen die unserer Gesellschaft auf der Seele brennt.
Fazit: Der vielleicht fähigste General der Atheisten hat mit diesem Buch leider selbst Rufmord begangen. Unfassbar.
Dan Dennett bleibt damit (leider) die Referenz zum Thema.
Fanatisch, 4. Januar 2008
ich wollte mal unbedingt das Buch lesen aber ich muss sagen, ich bin sehr sehr enttäuscht. Ich bin kein Glaubiger in dem Sinn aber ich respektiere die Glaube anderen Menschen solang die nicht zu Fanatismus bringen.
Leider ist der "Glaube" von Dawkins einfach fanatisch, was er einfach kritiziert, ist er selber. Also für mich kein Unterschied.
Religion ist unnötig, 31. Dezember 2007
Der Autor wirbt in seinem Buch für den Atheismus und weist nach, dass Religion (zumindest heute) nicht nötig ist.
Religionen können nach Ansicht des Autors aus psychologischen Gründen entstanden sein. So ist das Gehirn von Kindern so angelegt, dass diese ihren Eltern und den Ältesten gehorchen. Das war bei den frühen Menschen, die in kleinen Gruppen durch die Wildnis zogen, sinnvoll; so konnten Wissen und Traditionen übertragen werden. Anscheinend arteten diese Traditionen dann in Kulte aus oder wurden von herrschsüchtigen Priestern zu Unterdrückungsinstrumenten umgeformt.
Wenn man über Gott und Religion forscht, erkennt man:
- die Evolution kann die Entstehung der Arten erklären, die Schöpfung nicht (wer hat Gott geschaffen?)
- trotz unterschiedlicher Religionen sind die moralischen Vorstellungen weltweit ähnlich
- religiöse US-Bundesstaaten weisen höhere Kriminalitätsraten auf
- Gottes Existenz ist äußerst unwahrscheinlich, kann aber weder bewiesen noch widerlegt werden
die biblische Moral widerspricht der unsrigen (z. B. Aufrufe zum Völkermord im Alten Testament; der "Nächste" im Neuen Testament war weder ein Ausländer noch eine Frau)
Mir hat das Buch seht gut gefallen, weil es alle angeblichen Gottesbeweise widerlegt und auf die negativen Gefahren der Religion (z. B. Kriege) aufmerksam macht. Zumindest heute sind Religionen unnötig. Man muss bei diesem bisweilen etwas polemischen Buch bedenken, dass es sich nur gegen monotheistische Religionen richtet; Buddhismus und Konfuzianismus werden als Philosophien betrachtet.
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