Kundenmeinungen
Spannend und glaubwürdig, 13. Dezember 2008
Eigentlich wollte ich das Buch kapitelweise lesen - es besteht aus kurzen Augenzeugenberichten, geordnet nach den Phasen des Zombie-Krieges, die sich dafür gut anbieten würden. Aber am Ende bin ich bis tief in die Nacht aufgeblieben und habe es in einem Rutsch durchgezogen. Brooks erzählt die Geschichte des Kriegs aus der Sichtweise von Menschen aus verschiedenen Staaten, Kulturen und Gesellschaftsschichten. Der Verlauf des Konflikts wird dabei nur Stück für Stück bekannt, weswegen es immer spannend bleibt. In den einzelnen Episoden ist Gesellschaftskritik eingewoben. Bei den Abschnitten über die US-Politik kommt dabei leider der Holzhammer zum Einsatz. Diese Teile sind die schwächsten des Buchs: Etwas weniger offensichtliche Kritik an der Bush-Regierung hätte dem Werk gut getan und zukünftigen Generationen nicht unnötig den Zugang erschwert. Lob verdient der Versuch, möglichst vielfältig die Orte und Umstände des Kriegs zeigen zu wollen, von den Tiefen des Ozeans bis zu Bergen Tibets. An dem Abschnitt zu Deutschland sieht man, dass Brooks seine Hausaufgaben gemacht hat, denn der dort gezeigt Konflikt ist spezifisch deutsch. Brooks beschreibt Blut und Gemetzel dabei nur dort, wo es sich aus der Situation logisch ergibt. Einige der schaurigsten Episoden - wie Nordkorea - kommen völlig ohne aus. Am Ende erreicht "World War Z" sein Ziel, erschreckend glaubwürdig zu wirken. Bis auf die überzynischen Abschnitte zum Verhalten der US-Regierung werden Situationen beschrieben, die so lebensnah wirken, wie es mit Millionen von Untoten überhaupt möglich ist. Wer nur ein Buch über Zombies liest, sollte sich für dieses entscheiden.
Furchterregend gut, 9. Dezember 2008
Dieses Buch ist mit Abstand eines der furchterregendsten, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Mit "furchterregend" meine ich besorgniserregend, angsteinflößend. Aber ich greife vor...Das Buch spielt in der Zukunft und beschreibt die Arbeit eines Autors, dessen Aufgabe es war, den weltweiten Krieg gegen die Auferstehung von Toten ("Zombies") zu erfassen und niederzuschreiben. Seine offizielle Version wurde stark beschönigt und gekürzt und das vorliegende Buch beinhaltet die Passagen, die keinen Einzug in die offizielle Version gefunden haben. Der Untertitel ist "An oral history of the Zombie war" und sagt schon, dass es sich um Augenzeugenberichte handelt. Und genau so ist das Buch aufgebaut: Eine kurze Einführung, mit wem der Autor gerade spricht, und dann wird der Bericht aus Sicht des Interwiewten dargelegt.Die Interviews sind den Ereignissen chronologisch zugeordnet: Beginnend mit den ersten Ausbrüchen der Seuche, über eine Phase der "großen Panik" bis hin zum organisierten Widerstand der Menschheit gegen ganze Heerscharen von Untoten werden jeweils die Geschichten von einzelnen Menschen berichtet.Der Aufbau des Buchs, die sehr unterschiedlichen Augenzeugen und der Schreibstil von Max Brooks erzeugen eine enorm düstere Atmosphäre. Gerade die Schilderung von Einzelschicksalen durch Interviews mit einzelnen Personen wird eine enorme Authentizität geschaffen. Nach nur wenigen Interviews war ich so gefangen von den Berichten, dass ich mich ertappte, in den Nachrichten auf Hinweise der Seuche zu achten. Dazu kam, dass ich das Buch nur Vormittags lesen konnte: Abends bereitete mir die ganze Geschichte tatsächlich Alpträume.Natürlich weiß man, was auf einen zukommt. Aber das tut meiner Ansicht nach der Geschichte keinen Abbruch: Im Gegenteil ist man gespannt, wie es weitergeht, wie man der Seuche Herr werden konnte.Fazit: Ein enorm dichtes, gut aufgebautes Buch. Genau so würde sich die Geschichte abspielen, sollte es einmal eine solche Seuche geben. Uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Die Aufmachung verspricht mehr als das Buch haelt, 22. Oktober 2008
Langeweile!! Ich habe es kaum geschafft dieses Buch zu Ende zu lesen. Es war teilweise sehr anstrengend und ich habe es nur zu Ende gelesen weil ich für das Buch Geld bezahlt habe. Meine Kritik in einigen Punkten. 1. Selbst ein amerikanischer Schriftsteller sollte wissen das Russische Truppen nicht mit T-34 und Mosin-Nagant gegen Untote kämpfen würden, das nur als ein Beispiel. 2. Der Schriftsteller schafft es kaum eine Atmosphäre aufzubauen, es ist größtenteils mangelhaft recherchiert und ich zumindest hab mich sehr darüber geärgert. 3. Einige Erzählungen der Überlebenden sind nicht schlecht aber er schafft es einfach nicht einen zu erschrecken oder zu fesseln. Im Grossen und Ganzen gebe ich einen Stern weil dieses Werk, meiner Ansicht nach, wirklich nicht mehr verdient hat.
One of the most boring books ever, 16. Februar 2008
The first rule in writing is to show and not to describe things. If you're not able to do this and if you don't know how to write a proper dialogue or even to develop a character than you write a book like World War Z. People telling you in retrospective what has happened. No need for dialogue, no need for characters, no need for a real proper story. I barely made it to page 100 and then I just gave up because I was soooooo bored. And all I wanted was to be scared. If anybody wants to read a good book about zombies, read "I am legend". 50 years ago Matheson wrote about zombies in a way Brooks never ever will be able to.
Zombies überall .. und was dann ?, 31. Mai 2007
Kein Wunder, daß sich gerade Brad Pitt sich die Rechte für die Verfilmung dieses Buches gleich wenige Wochen nach der Veröffentlichung gesichert hat. Und ich denke an den "Fight Club"-Brad Pitt. Was hier beschrieben wird, deklassiert sämtliche Zombie-Filme. Max Brooks legt dem Zombie-Niveau nicht nur eine Schippe drauf: Er setzt dem Szenario ein ganzes Stockwerk drauf!Mir wurde schwindelig. Was passierte nachdem alle Mitmenschen zu Untoten wurden ? Max Brook erzählt es in diesem Buch haarklein. Aus jedem Blickwinkel. Was passierte in Hamburg? Was passierte in Paris? Sibirien? Was passierte in Los Angeles ? Und was geschah 5 Jahre später? Die Weltwirtschaft zerfiel. Ausgerechnet Süd-Afrika, Kuba und Israel profitierten von "Zack" (Der Name "Zombie" wird im Buch kaum noch verwendet, aus Gründen, die er innerhalb des Buches erläutert).Ein großartiges Buch! Das Englisch ist recht leicht - man benötigt das Wörterbuch nicht oft. Max Brooks benutzt einen kargen Grundwortschatz - ausreichend für Abiturienten. Fazit: Wenn das Buch nicht irgendjemand mal schnell ins Deutsche übersetzt, dann ...
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