Kundenmeinungen
Blind theorizing, 9. Juli 2008
Dawkins writes that "the argument of this book is that we, and all other animals, are machines created by our genes" (p.xxi) and that "We are survival machines - robot vehicles blindly programmed to preserve the selfish molecules known as genes" (p.xxi). Yet, according to him, this book "is not science fiction; it is science" (p.xxi)! Dawkins contrives to overlook the twin discoveries that: 1. the observable traits of organisms are mostly conditioned by the interactions of many genes; 2. most genes have multiple effects on many of these traits. Dawkins transfers characteristics with which he is familiar from human behaviour on the macro-level to the inanimate components, "genes", of which we are physically constructed. He then proceeds to argue that these impersonal entities, which he imagines to possess characteristically human traits, infallibly generate the same unpleasant traits in human behaviour on the macro-level. So he writes: "The gene is the basic unit of selfishness" (p.36). The absurdity is evident in that genes or other nonconscious entities cannot be either selfish or unselfish. They cannot "compete" against anything or "choose" anything. If Dawkins were right, what would be the point of declaring, as he does: "Let us try to *teach* generosity and altruism, because we are born selfish" (p.3)? For if we really were machines, as he believes, even these very concepts would be meaningless to us. And certainly his oratory could have no effect whatever on our actual behaviour. In fact genes do not force us to behave in any particular way. Neither can they possess the ability to direct or to comprehend all that is required to adopt a course of either heartless selfishness or heartfelt, sacrificial compassion.
Thoughtful, 10. Februar 2008
This is one of those books that make perfect sense. It is like somewhere deep inside you already knew things were the way Dawkins describes them, but "The Selfish Gene" perfectly presents, elaborates and systemizes those ideas. A great reading which i highly recommend for everyone.
Dawkins' Erstlingswerk - Nun als 30th Anniversary Edition, 5. April 2006
Mit diesem Buch, das zum ersten Mal im Jahre 1976 erschienen ist, hat Richard Dawkins seinen Ruf als einer der maßgeblichen Evolutionsbiologen und als einer der besten Wissenschaftsautoren aller Zeiten begründet. Seit 1995 hat er die - eigens für ihn geschaffene - Charles Simonyi Professur For The Public Understanding of Science an der Oxford University inne. Selbstverständlich ist er Mitglied der Royal Society und der Royal Society of Literature. Ebenso selbstverständlich hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten: 1987 den Royal Society of Literature Award und den Los Angeles Times Literary Prize, 1990 den Michael Faraday Award of the Royal Society, 1994 den Nakayama Prize, 1997 den International Cosmos Prize for Achievement in Human Science, 2001 den Kistler Prize und 2005 den Shakespeare Prize. Wann endlich wird er den Nobelpreis bekommen?Schon allein das Inhaltsverzeichnis der 1976-er Ausgabe zu lesen war ein Vergnügen:1. Why are people?2. The replicators3. Immortal coils4. The gene machine5. Agression: stability and the selfish machine6. Genesmanship7. Family planning8. Battle of the generations9. Battle of the sexes10. You scratch my back, I'll ride on yours11. Memes: the new replicatorsIn der Ausgabe von 1989 wurden noch die beiden folgenden Kapitel angefügt:12. Nice guys finish first13. The long reach of the geneKapitel 12 präsentiert und diskutiert die Computersimulationen, die der Politikwissenschaftler Robert Axelrod durchgeführt hat, um die »Evolution der Kooperation« zu erhellen. Dawkins gelingt es auf wunderbare Weise, die Axelrodschen Untersuchungen durchsichtig darzustellen.Kapitel 13 stellt eine Kurzfassung von Dawkins' zweitem Buch, »The Extended Genotype« dar, ein Buch, das er selbst für sein bestes hält. Außerdem wurden die Kapitel 1 bis 11 durch Endnoten ergänzt, erläutert oder aktualisiert.Die 30th Anniversary Edition enthält zusätzlich eine 8 Seiten umfassende Einleitung, in der Dawkins unter anderem den anthropomorphischen Buchtitel, der ihm oft genug vorgeworfen wurde, diskutiert und verteidigt. Er räumt ein, dass Titel wie »The Immortal Gene«, »The Cooperative Gene« oder »The Altruistic Vehicle« möglicherweise weniger Fehldeutungen provoziert hätten. Richtig besehen geht es Dawkins darum, »the gene's eye view«, die Perspektive des Gens, darzustellen. Populär und als Frage formuliert: Was täten Sie, wenn Sie ein Gen wären?Was macht nun die spezifische Pointe dieses Buches aus? Abgesehen davon, dass es durchgängig eine brilliante schriftstellerische Leistung ist - »They are in you and me; they created us, body and mind; and their preservation is the ultimate rationale for our existence. They have come a long way, those replicators. Now they go by the name of genes, and we are their survival machines.« - zeichnet es sich durch eine geglückte Synthese aus Evolutionsbiologie, Genetik und Spieltheorie aus. Unter Rückgriff auf Ideen von George C. Williams, William D. Hamilton, John Maynard Smith und Robert Trivers, die damals, im Jahre 1976, einem größeren Publikum noch weitgehend unbekannt waren, behandelt Dawkins Phänomene wie »inclusive fitness« oder »kin selection«, »reciprocal altruism«, »parental investment«, »parent-offspring conflict« und »Evolutionarily Stable Equilibrium« (ESS). Ironischerweise hat das 11. Kapitel, »Memes: the new replicators«, eine modische Forschungsrichtung, nämlich »Memetics«, zu etablieren geholfen, von der sich Dawkins später eher distanziert hat. Ein Mem, z. B. eine Idee, wird von ihm verstanden als eine Einheit kultureller Evolution, die sich analog zu einem Gen, durch Replikation erhält oder ausbreitet. Einer der prominentesten Verfechter dieses Gedankens ist der Philosoph Daniel C. Dennett. Weniger gut durchdacht scheinen die Überlegungen der Psychologin Susan Blackmore (»The Meme Machine«) zu sein. Dass aus der Memetik jemals eine Wissenschaft vom Range der Molekulargenetik entstehen könnte, ist höchst zweifelhaft, die Unterschiede zwischen biotischer und kultureller Evolution sind schlicht und einfach zu groß.Von diesem Buch gibt es auch eine deutsche Übersetzung (»Das egoistische Gen«), die einigermaßen gelungen ist. Aber das englische Original ist eindeutig nicht zu übertreffen. Wer die englische Sprache liebt - immerhin die Sprache von Shakespeare, Hobbes, Chaucer, Thackeray und Austen - sollte unbedingt zum Original greifen.
Der Mensch als Genmaschine, 18. Januar 2006
"Replicators began not merely to exist, but to construct for themselves containers, vehicles for their continued existence. The replicarors that survived were the ones that built survival machines for themselves to live in" (19).Dawkins These ist also, dass die Replikatoren, sprich die Gene, Maschinen für ihr eigenes Überleben konstruiert haben. Maschinen wie einfache Zellen, Pflanzen, Tiere und den Menschen.In klarer Sprache für ein Laienpublikum geschrieben und dennoch auf einem intellektuell atemberaubenden Niveau, beantwortet der Oxfordprofessor die Fragen, die uns alle umtreibt: Woher kommen wir? Was ist der Sinn des Lebens?Als einer der leidenschaftlichsten Kämpfer für die Evolutionslehre analysiert und bewertet Richard Dawkins die überwältigende Menge an Indizien und Beweisen, die belegen, dass wir das nicht-zielgerichtete Produkt eines auf natürlicher Auslese beruhenden Prozesses sind. Das wiederum bedeutet aber eben nicht, dass der Mensch ein rein zufälliges Produkt ist. Natürliche Selektion hat nichts mit Zufall zu tun. Sie bevorzugt die Eigenschaften, die sich in der Praxis bewährt haben, das Überleben eines Organismuses zu sichern. Nichts könnte weniger mit Zufall zu tun. Es gibt auch zufällige Veränderungen des Genmaterials, die sogenannten Mutationen, die, wenn sie sich als tauglich erweisen, von der natürlichen Selektion bevorzugt werden. Es ist jedoch absolut notwendig, diese beiden Mechansimen, natürliche Selektion und Zufallsmutationen, auseinanderzuhalten. In seinem Buch "The Blind Watchmaker" formuliert Dawkins folgenderweise: "Natural selection, the blind, unconscious, automatic process which Darwin discovered, and which we now know is the explanation for the existence and apparently purposeful form of all life, has no purpose in mind" (Dawkins, Richard. The Blind Watchmaker. London: Penguin, 2006 [1986], 5).Dass "The selfish gene" mittlerweile zu einem absoluten Klassiker geworden ist, liegt an dem von Dawkins eingeführten Begriffs des "meme". Ein meme ist "a unit of cultural transmission, or a unit of imitation" (192). Ein meme ist also das geistige Gegenstück zu einem Gen und enthält nicht das biologische sondern das kulturelle Erbgut des Menschen. Ein meme kann alles sein: Kleidung, Essen, Frisuren, Musik, Fernsehen, Kino, Tänze usw.Als besonders hartnäckiges und gefährliches meme hat sich, so Dawkins, die Religion erwiesen. Mit Mitteln der Wissenschaft kämpft er gegen den Wahrheitsanspruch der Religionen, welche diesen mit nichts anderen als uralten Mythen für sich in Anspruch nehmen und sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass sämtlich in der Bibel aufgeführten Erklärungsmodelle bereits einwandfrei widerlegt worden sind: "God exists, if only in form of a meme with high survival value, or infective power, in the environment provided by human culture" (193).Fazit: "The selfish gene" ist ein Klassiker! Richard Dawkins gibt den Menschen eine Stimme, die fassungslos mit ansehen müssen, wie der religiöse Fundamentalismus in Amerika und zunehmend auch in Deutschland die Errungenschaften der Wissenschaft und der Aufklärung bekämpft. Aber mit intellektuellen Vorreitern wie Dawkins braucht keiner die anstehenden Debatten zu fürchten.
One of the books you must have read, 1. Dezember 2005
Recommending this book is like carrying coals to Newcastle. Many books about evolution, sociobiology and etology make references to it. The modern theories of evolution are explained in a comprehensible way, the book is interesting right from the start up to the end. There are many intersections between evolution and other special fields like etology and economics (game theory). The book is and will remain part of a basic of science literature destined for the general public.
|