Kundenmeinungen
Sex, Drugs and Rock & Roll, 17. März 2008
Anfang der Neunzigerjahre waren Guns n' Roses die größte Rockband der Welt. Ihre "Use your illusion" Alben standen gleichzeitig auf den Plätzen 1 und 2 der amerikanischen Charts und sie unternahmen die größte Welttournee aller Zeiten, die sie zweimal um die ganze Welt führte. Guns n' Roses waren ganz oben, als es plötzlich zum totalen Absturz kam. Die genaueren Gründe für die Auflösung der Band wurden nie direkt von Mitgliedern der Gruppe erklärt, und so sprach man im Allgemeinen von kreativen Differenzen zwischen Sänger Axl Rose und Lead-Gittarist Slash Nun veröffentlicht Letzterer seine Autobiografie, und zum ersten Mal erfährt der Fan aus allererster Hand vom Aufstieg der "gefährlichsten Band der Welt", und von ihrem tiefem Fall.Wieder einmal kommt eine Autobiografie vollkommen überraschend auf den Markt. Bob Dylan, Eric Clapton und Slash sind zwar allesamt berühmte Musiker, jedoch sind sie ebenfalls dafür berühmt, die Öffentlichkeit lieber zu meiden und ihr Leben komplett vor dem Rampenlicht ihrer Karriere abzuschotten. Ausgerechnet diese Künstler schreiben nun einer nach dem anderen ihre Memoiren.Im Groben lässt sich die Biografie Dritteln: Da wären Kindheit und Jugend, Aufstieg mit Guns n' Roses, und schließlich die Jahre nach Gn'R.Die Jahre vor Guns n' Roses nehmen lediglich knapp 15 % des Buches ein, allerdings gelingt es Slash und seinem Co-Autor in diesem Teil ausgesprochen gut, die Entwicklung Slashs Persönlichkeit zu beschreiben. Dies beginnt schon früh bei seinen Erzählungen über seine Eltern, die beide als Künstler äußerst liberal lebten, bis hin zu seiner Beschreibung des urbanen Teils Hollywoods, in dem er mit seinen Freunden die Tage verbrachte. Dieser Abschnitt der Biografie bringt dem Leser Slashs Charakter so nah, dass man ihn für den Rest des Buches sehr gut einschätzen kann.Der Guns n' Roses Teil, der von den Findungsjahren, über die Jahre als Band bis zur Trennung rund 60 % des Buches einnimmt, ist ein Musterbeispiel des Sex, Drugs and Rock & Roll Lifestyles. Dieser Satz ist zwar immer schnell zur Hand, wenn eine Biografie über einen Musiker erscheint, jedoch hat er wirklich nur sehr selten so gut gepasst wie in diesem Fall. Die ganzen Jahre sind geprägt von einem Wechsel aus tiefster Drogensucht, gefolgt von extremem Alkoholismus, dem Aufnehmen eines Albums oder einer Tournee, und dem anschließenden zurückfallen in die Drogensucht, jede dieser Stationen begleitet mit mehr als genug Sex. Dieser Kreislauf wiederholt sich bis zum Ende dieses Teils immer wieder. Für den Fan ist in diesem Fall selbstverständlich die Entwicklung der Band interessant, und genauer die Entwicklung der Beziehung zwischen Axl und Slash. Die Darstellung beider gelingt sehr gut, wobei es besonders deutlich wird, dass Slash, gerade wenn es um Axl geht, äußerst um Objektivität bemüht ist. Dies drückt sich nicht zuletzt darin aus, dass er oft betont, dass das soeben geschriebene nur seine Sicht der Dinge sei, und sich ein Bericht Axls vermutlich anders, dabei jedoch genauso richtig darstellen würde. Dass seine Erzählungen nicht immer vollkommen objektiv sind, versteht sich bei einer Autobiografie von selbst, jedoch kommen sie wohl so nah, wie man es erwarten kann.Die Post-Guns n' Roses Jahre schließlich, füllen das letzte Viertel des Buches. Von der zweiten Auflage der Snakepit bis zur Band Velvet Revolver erzählt Slash hier mehr von seiner frisch gegründeten Familie und davon, wie er schließlich, nicht ganz freiwillig, auch seinem Alkoholismus und seiner Drogensucht den Kampf ansagte.Slashs Autobiografie hält was man von ihr erwartet, sie hält, was sie mit ihrem Untertitel ("It seems excessive... but that dosen't mean it didn't happen") verspricht, und dennoch überrascht sie auch. Das überraschende ist dabei weniger der Inhalt, als die Fähigkeit Slashs über sich selbst zu schreiben. Sicher, hinter einigen Formulierungen und gut aufgebauten Geschichten mag Co-Autor Anthony Bozza stecken, die persönlichen Ansichten, die eigene Charakterisierung und das Beschreiben der Prinzipien, die ihn in jeder Lebenslage leiteten, kommen jedoch unzweifelhaft von Slash selbst. Und hier macht der Gittarist einen sehr guten Eindruck. Es scheint, als sei er völlig mit sich selbst im Reinen, und selbst nach einem Vierteljahrhundert voller Drogen- und Alkoholexzesse noch guter und vernünftiger Verfassung.Diese Memoiren sind die Definition von Sex, Drugs and Rock & Roll.
Witzig,lehrreich,nicht nur für angehende Gitarristen, 6. Februar 2008
Endlich mal eine Autobiographie,die durchweg Spass macht.Ich habe schon viele Bücher von und über Rock }n}Roll Stars gelesen und neben Johnny Cash}s Autobiographie ist dies die Beste.Natürlich kann nicht alles zu 100% wahr sein,vor allem da die einzelnen Guns Mitglieder unterschiedlich zugedröhnt wahren und somit andere Geschichten derselben Ereignisse erzählen können,was Slash ja selbst auch betont (nicht ganz so salopp wie ich hier...).Wer gerne lacht,aber auch schon immer mehr über das (Über)Leben im Rockbusiness erfahren wollte sollte zuschlagen.Auch die Geschichten aus Slash}s Kindheit sind gut erzählt.
Die Geschichte von definitiv mehr als einem Leben..., 26. Januar 2008
Ich muss vorweg sagen, eigentlich bin ich kein super eingefleischter Guns'n'Rose, bzw. Slash Fan; die Musik hatte ich zwar früher schon gehört, aber ich hab mich bisher nie sonderlich für die einzelnen Bandmitglieder, geschwiege denn deren Bio oder sonstiger Werdegang mit der Band gekümmert. Hab mir jetzt einfach mal aus der Laune heraus das Buch gekauft und ich muss sagen: bereits am ersten Tag hatte ich schon ein Drittel des Buches in einem Rutsch durchgelesen! Das Buch handelt schließlich bei genauerer Betrachtung nicht nur von Saul Hudson's Leben oder der Bandgeschichte G'n'R, sondern enthält auch viele kleine Anekdoten zu anderen bekannten Musikern oder anderen Celebrities, die Slashs Leben quasi schon seit seiner Geburt über den Weg rannten.Das Buch ist einfach nicht wegzulegen. Es gibt Passagen, die einfach zum Totlachen sind (zb die Szene von Izzy, Slash und nem Groupie im Bett "Hey! Izzy...man. We've got to get a bigger place" *g* ), andere sind einfach nur schrecklich dramatisch (der Tod von Todd Crew)...Zusammenfassend kann man sagen: Slash hat auf seinem Weg definitiv genug gesehen, getan und erlebt um jetzt schon damit nicht nur ein Leben, sondern Katzenähnlich mindestens 7 gelebt zu haben. Anders gesagt: bei dem, was Slash in seinem Leben so alles erlebt hat (ua der Drogen+Alkoholkonsum, später mit 35 der Herzschrittmacher...)MUSS er definitv mehrere Leben in peto haben, andernfalls kann man das Wunder das er immer noch am Leben ist, kaum erklären!Achja: für eingefleischte Fans ist das Buch übrigens ein absolutes MUSS, denn es erklärt und beschreibt zb recht genau die Entstehung der Songs und liefert kleine Infos zu den Musikvideos und Alben und enthält viele Fotos...Also: Lesen!
Ein Junkie beschreibt sein Leben im Rock 'n Roll, 12. Januar 2008
GnR war DIE Band meiner 20er, Slash eines meiner Idole an der Gitarre. Dementsprechend habe ich seine Biographie (in gut leserlichem Englisch) an nur drei Abenden - zum Ärger meiner Frau - verschlungen. Eines ist für mich ganz deutlich geworden: Die Jungs hatten Glück, dass sie es als Musiker geschafft haben, sonst wäre Slash nicht mehr unter uns. Es war für mich super interessant zu lesen, was damals in Mannheim wirklich los war. Schockiert war ich über die Geschichte mit Todd Crew, den ich bisher nur aus der Ansage zu Knocking on Heavens Door aus dem Ritz-Mitschnitt kenne. Grundsätzlich schließe ich mich der Meinung meines Vorgängers an. Ich zweifle an einigen Darstellungen, die sicherlich aus Slashs Retroperspektive von einem Profi-Co-Writer unverfänglich formuliert wurden. Weiterhin kann ich jetzt erst Axel verstehen, wenn er keine Lust auf die Zusammenarbeit mit heroinsüchtigen Mitmusikern hat und für sich bestimmte Dinge sichern wollte. Wie in der Biographie steht, ist dies nur die eine Seite der GnR-Geschichte. Ich bin mal auf eine offizielle Darstellung der anderen Seite gespannt.Zum Schluss kann ich Slash nur wünschen, dass er im Interesse seiner Söhne die angebliche Drogenabstinenz seit einem guten Jahr beibehält.
interessant, aber..., 4. Dezember 2007
Slash, einer der besten Gitarristen, bringt seine offizielle Bio auf der Markt. Sie liest sich gut, ABER, man findet einige Fehler, wenn man sich näher mit Slash und GnR beschäftigt.Der Leser wundert sich, dass Slash seinen Geburtsort falsch angibt, das Jahr seiner Hochzeit mit Renee nicht weiß, und einzelne Szenen- wie zum Beispiel die sog. "Riot Show" in St. Louis - falsch erzählt, um in einem besseren Licht zu erscheinen.Dadurch wundert man sich schon etwas, ob alle anderen Fakten wirklich korrekt sind. Immerhin kann er sich laut eigener Aussage, an vieles aus der Illusions-Tour-Zeit nicht erinnern.Dennoch ist das Buch für Fans ein Muss und empfehlenswert.
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