Kundenmeinungen
Gruseliges Kinderbuch, 24. Mai 2008
Natürlich ist Coraline kein Buch das jedes noch so kleine Kind lesen sollte...dies sollte aber nach lesen des Einbandes klar sein! Meine eigene Erfahrung ist es jedoch das man Kinder von Zeit zu Zeit auch fordern sollte indem man sie anspruchsvollere Kinderbücher lesen lässt.Coraline ist mit Sicherheit eins davon.Es ist eins der (wenigen) Kinderbücher die man auch als Erwachsener mit Gewinn lesen kann und die dennoch auch für Kinder geeignet sind.Man sollte daran denken das es auch in den alten Märchen keineswegs weniger "gruselig" zugeht als in diesem Buch.Wer seinem Kind Bücher wie "Krabat" oder "Tintenherz" zutraut der sollte auf jeden Fall auch Coraline kaufen!
coraline betritt eine fremde welt, 28. Dezember 2007
der autor stellt seinem roman ein zitat von g.k. chesterton voraus: "märchen sind mehr als wahr: nicht, weil sie sagen, dass drachen existieren; sondern weil sie lehren, dass man drachen besiegen kann" - dies ist die lehre der geschichte von coraline, die durch eine zugemauerte tür eine seltsame, unheimliche parallel-welt betritt. dies ist eine wertvolle weisheit, besonders wenn sie in einem buch für kinder vermittelt wird. dabei ist coraline ist nicht die starke heldin, der eigentlich nichts passieren kann, sondern ganz normal. man kann von ihr lernen, sich zu motivieren und seine angst zu überwinden.die geschichte hat mir sehr gut gefallen: sie ist fantasievoll und spannend bis gruselig (und daher finde ich sie als kinderbuch, zumindest für kleinere kinder nicht unbedingt geeignet); es gibt dinge, über die man nachdenken kann, weil ihre bedeutung nicht ganz klar ist.was mir nicht gefallen hat, ist die sprache: es hat so einen bestimmten ton, der für kindgerecht gehalten wird, und ein bißchen zu einfach, zu schlicht wirkt. aber andererseits trägt dies zur verständlichkeit der geschichte für nicht-muttersprachler bei - ich denke, die englisch-kenntnisse müssen nicht unbedingt sehr gut sein, um mit dem buch zurecht zu kommen.
ein etwas anderes kinderbuch, 28. Februar 2007
Wer dieses Buch mit "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln" vergleicht hat Recht- und auch wieder nicht.Die Geschichte erinnert sicher an die, die Lewis vor so langem beschrieben hat, ist jedoch gleichzeitig völlig anders. Sie ist bedrohlicher und dunkler und fast noch fantastischer.Das Dreamteam Gaiman und McKean haben es mal wieder geschafft eine fantastisches und völlig anderes Kinderbuch zu verfassen, das man nicht aus der Hand legen kann und durch eine tolle Geschichte sowie tolle Illustrationen besticht.Da kann man sich ja nur auf die Verfilmung 2008 freuen.
Die Psyche ist ein langer schwarzer Korridor..., 23. Juli 2003
Wer die Autorenschaft für "Coraline" übernimmt, wird schon nach wenigen Seiten klar. Dem Leser entfaltet sich das typische Neil Gaiman-Grundkonzept, welches er schon in seinem - meines Erachtens - bislang besten Werk "Niemalsland" bemühte. Einsames, geheimnisvolles Mädchen öffnet noch geheimnisvollere Tür und gelangt in Parallelwelt. Diesmal trägt das Mädchen nicht den Namen "Door", sondern Coraline, eine bewußte Verzerrung von Caroline. Ein Hinweis auf unser anderes Ich, das Id, das Unterbewußte?Die Story: Coraline zog gerade mit ihren vielbeschäftigten Eltern in ein mysteriöses altes Haus, das sie aufgrund der Größe des Gebäudes mit zwei seltsamen alten Schauspielerinnen, einem alten Mann, der Lieder für einen Mäusezirkus komponiert, sowie drei Hunden und einer Katze teilt. In einem Raum, genutzt als Möbeldepot, befindet sich eine Holztüre, zu der ein schwarzer, rostiger Schlüssel paßt. Die Türe führt für Erwachsene scheinbar ins Nirgendwo, denn einmal geöffnet findet man vor sich nichts als eine Ziegelmauer. Als Coraline allerdings den Schlüssel dreht, zeigt sich dahinter ein langer, dunkler, muffiger Korridor, der auf unerklärliche Art selbst zu leben scheint. Am Ende dieses Korridors liegt eine Welt, in der alles seltsam verzerrt zur Wirklichkeit wirkt. Coraline trifft ihre "anderen Eltern", die anstelle von Augen dunkle Knöpfe haben. Das Mädchen sieht sich Verlockungen und Versuchungen ausgesetzt. Zentrale Figur ist die "andere Mutter" mit ihren bleichen, sich ständig in Bewegung befindenden Fingern, die in dunkelroten, krallenartigen Nägeln enden. Protagonisten und Inventar kommen irgendwie altbekannt vor. Grimms Märchen, das Eiskalte Händchen aus der "Addams Family" oder das Haus der verfilmten ghost story "The Others" (mit Nicole Kidman). Aber was ist die Grundaussage von "Coraline"? Liegt die Antwort schon im Eingangszitat des Buches, nachdem es nicht wichtig sei, zu wissen, daß es Drachen gibt, sondern, daß Drachen besiegt werden können? Ist "Coraline" demnach ein Leitfaden für heranwachsende Frauen, sich ihrem Unterbewußtsein zu stellen, das Dunkle in sich zu erforschen und zu überwinden? Heißt es, daß man den Schlüssel zu den eigenen Abgründen nur eigenhändig drehen kann? Öffnet die Heldin ihre Pforten der Wahrnehmung? Sigmund Freud hätte an "Coraline" seine Freude ;-)
Catadded peradventure, 8. Dezember 2002
"Coraline", is from author Neil Gaiman who is very well known for some remarkable, thought-provoking and original fiction. This book is a departure for him, as it is ostensibly written for children who the author explains, read what adults would consider a tale of horror, as an adventure. Children can supply the answer, but this book will keep many up at night, or will invade and transform a dream in to a nightmare regardless of age.
In the event your imagination needs help, illustrator Dave McKean provides black and white images that will make you wince in the brightest light of day. I almost always find black and white imagery more powerful than color, and here once again, color would have detracted from these illustrations. Black and white focuses the images, color can sometimes confuse and distract, or perhaps dilute the message. The illustration facing the text on page 149 easily gains my vote for the creepiest image in the collection. If you have seen images drawn by Tim Burton for some of his films, which will give you an idea of what you will see. Comparisons have been made to, "Alice In Wonderland", and while you will see it is a comparison that is easy to make, it does a disservice to both writers. A shared element does not automatically mean a comparison is valid or called for, and it can prejudice the reader before the book is opened. The 162 pages took 10 years to create, and the author states it was both the most difficult book he has written, and the book he is most proud of. I think the audience for the book is as legitimate for adults as for children, and could spark some great conversation between generations, something a great book can do. The book also carries messages for both kids and parents alike, so the book is more than just entertainment. Buttons for eyes, cat assassins, souls, marbles, mist and mirrors, rats who chant, and mice that jam. It's all here, and it will either keep you up, or keep the lights on while you doze.
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